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  • Apfelernte im Kreis: Klein, aber oho

    Kreis Neuwied. Die Apfelernte fällt in diesem Jahr mager aus - vor allem im Vergleich zum üppigen Ertrag des vergangenen Herbsts. Zufrieden sind die Obstbauern im Kreis Neuwied aber trotzdem.

    Annika, Sari und Sven (von links) helfen beim Sammeln der Äpfel auf der Streuobstwiese des Vereins Flora und Fauna in Rengsdorf mit.
    Annika, Sari und Sven (von links) helfen beim Sammeln der Äpfel auf der Streuobstwiese des Vereins Flora und Fauna in Rengsdorf mit.
    Foto: Marion Ziegler

    Von unserer Reporterin Marion Ziegler

    Beim Obsthof Birkenbeil in Heimbach-Weis ist die Apfelernte bereits am vergangenen Mittwoch zu Ende gegangen. Das war vergleichsweise früh, sagt Bärbel Birkenbeil. Denn die Erntemenge war recht klein, etwa halb so groß wie im Rekordjahr 2015. Nur der Ertrag bei der Sorte Braeburn war normal. Mit der Qualität der Äpfel ist Birkenbeil recht zufrieden: "Wir haben sehr schöne, auch große Äpfel." Dennoch werde etwa die Hälfte der geernteten Früchte zu Most verarbeitet.

    In der ersten Augustwoche ging die Ernte beim Obstgut Müller in Torney los. Als erste Sorten kamen Collina, Discovery und Delbarestivale von den Bäumen, erklärt Michael Müller. Jede Sorte erntet der Obstbauer in fünf bis sechs Durchgängen. Jetzt stehen lediglich Fuji und Braeburn noch an. Obwohl die erste Pflücke der beiden Sorten in dieser Woche ansteht, müssen sich ihre Liebhaber noch gedulden: Die erste Ladung erntet Müller "knappreif", sie geht in die Langzeitlagerung. Auch wenn der Ertrag bei Sorten wie Boskoop und Elstar um 10 bis 15 Prozent geringer als üblich ausfällt, ist Müller zufrieden: "Wir haben eine gute, volle Ernte über die meisten Sorten hinweg." Und entgegen ersten Befürchtungen ist die Qualität gut. Wegen des vielen Regens im Frühsommer erwartete Müller übergroße Äpfel. Das später schöne Wetter und die lange Trockenperiode wirkten dem entgegen und verschafften dem Obst zudem ein gutes Aroma. Bis Mitte November wird die Ernte noch andauern, schätzt er.

    Ernte auf den Streuobstwiesen

    Auf den Streuobstwiesen im Kreis dagegen neigt sie sich ihrem Ende zu. Mit ihren Enkeln sammelt Ingrid Runkel vom Verein Flora und Fauna Rengsdorf am Montag den sogenannten Bohnapfel auf. "Wir sagen Schafsnase dazu", sagt Runkel. Dem Verein ist vor allem daran gelegen, alte Apfelsorten zu erhalten. Einige Erntetage stehen noch an, Ende der Woche soll der Großteil geschafft sein. "Einige Bäume haben wegen des vielen Regens sehr wenig getragen", sagt Runkel. Trotzdem lassen die Vereinsmitglieder viele Früchte auf den insgesamt rund 1000 Bäumen für die Vögel hängen. "Im Winter kommt die Wacholderdrossel und freut sich über jeden Apfel, der runterfällt", erklärt Runkel.

    So hält es auch der Arbeitskreis für Natur- und Umweltschutz Asbacher Land (ANUAL). Am Baum bleiben etwa Früchte der Sorte Ontario, sagt der Vorsitzende Robert Klein. Insgesamt falle die Erntemenge auf den rund 600 Bäumen des Vereins und seiner Mitglieder "nicht so dolle" aus. In Zahlen heißt das: 4000 Liter Apfelsaft.

    Rezepttipp Apfelgratin „Hexenschmaus“

    Für das Apfelgratin nach Art der Landfrauen Neuwied braucht es folgende Zutaten:

    4 Äpfel
    6 EL Apfelsaft
    2 EL Zitronensaft
    30 g Honig
    40 g Walnüsse
    1-2 EL Minze
    100 g Weizenschrot
    40 g brauner Zucker
    50 g Butter

    Äpfel waschen und schälen, das Kerngehäuse entfernen. Die Äpfel in Spalten schneiden und fächerartig in eine gefettete Auflaufform geben. Den Apfelsaft mit Zitronensaft und Honig verrühren, über die Äpfel geben. Walnüsse und Minze klein hacken und darüberstreuen. Schließlich den Weizenschrot mit braunem Zucker und Butter verkneten, daraus Streusel herstellen und darüber verteilen.

    Bei 200 Grad Celsius im Backofen 20 Minuten garen.

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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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