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    RengsdorfAgo Energietechnik: Windkraftpläne im Harderter Wald auf Eis

    Die Windkraftpläne der Ago Energietechnik GmbH im Harderter Wald liegen auf Eis: Darüber informierte der Geschäftsführer der Neuwieder Ago-Gruppe, Sándor Györy, auf RZ-Nachfrage. Gleichzeitig ließ er ein kleines Türchen für die Zukunft offen. "Endgültig beerdigt sind die Pläne noch nicht."

    Symbolbild: dpa
    Symbolbild: dpa

    Von unserem Redakteur Robin Brand

    Der Unternehmer macht keinen Hehl daraus, dass er gerne anders entschieden hätte. "Aber wenn man etwas Gutes tun will im Sinne der regenerativen Energien und dann nur Ohrfeigen bekommt, dann lässt man es eben sein." Das mit dem "Guten tun" sehen die kommunal Verantwortlichen freilich anders. Richtete sich doch ihr Hauptkritikpunkt gegen den angedachten Bau der Windkraftanlagen in einem alten Buchenwaldbestand. Schon im Sommer hatte Györy bekannt, dass "durch die regionale Bindung die emotionalen Befindlichkeiten anders" seien. Der Widerstand der Bevölkerung und aus der Kommunalpolitik scheint nun auch zu Györys Entschluss geführt zu haben, bis auf weiteres keinen weiteren Euro in die Planungen zu investieren.

    Auch am Fürstenhaus hatte sich bekanntermaßen Kritik entzündet. Die Ago-Unternehmensgruppe gehört mehrheitlich zum Wiedischen Fürstenhaus, das auch den Vorsitz im Naturpark Rhein-Westerwald innehat. Einmal mehr betont Györy, das habe bei der Entscheidung keine Rolle gespielt, im operativen Geschäft spiele das Fürstenhaus keine aktive Rolle.

    Mehrere 100 000 Euro habe das Unternehmen in Untersuchungen investiert, mit komplett fertiggestellter Umweltstudie, sagt Györy. Die Ergebnisse der Untersuchungen seien nicht der Grund für den Planungsstopp. Große Sorge bereite dieser ihm nicht. "Wir haben volle Auslastung. Das Projekt hätten wir ohnehin nur nebenbei realisiert. Das stört nicht weiter", sagt Györy und erneuert seine Prognose, dass Windkraftanlagen weiterhin nicht ausgeschlossen seien, wenn ein anderes Unternehmen aufmerksam auf die Flächen werde. "Der Fehler war, dass keine Flächen ausgewiesen wurden. Für große Firmen ist das jetzt ein neues Jagdgebiet", sagt der Ago-Geschäftsführer. Mit den entsprechenden Anlagen seien die Flächen für viele Unternehmen attraktiv. Je größer die Unternehmen, desto größer auch die Rechtsabteilung, mit der sie ihre Interessen durchdrücken könnten, so Györy.

    Wenig Sorge bereitet diese Einschätzung dem Harderter Ortsbürgermeister Rainer Philippi. "Ich halte das für unrealistisch", sagt Philippi. "Die Firma Ago und das Fürstenhaus haben den Vorteil, die Masten bauen zu können und das auf eigenem Land." Für andere potenzielle Investoren sei die Erschließung nicht gesichert. Der Standort sei zudem kein exponierter, ein wirtschaftlicher Betrieb der Anlagen nicht gesichert.

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