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  • Leubsdorf lotet Windkraft am Döttersbach aus

    Leubsdorf. In Sachen Windkraft hat sich jetzt auch Leubsdorf auf den Weg gemacht, jedoch auf einen, den im Kreis Neuwied bisher noch keine Kommune beschritten hat: Die Gemeinde hat eigenständig die Kommunalberatung Rheinland-Pfalz GmbH damit beauftragt, ein Interessenbekundungsverfahren für den Betrieb von Windenergieanlagen oberhalb des Döttersbachs durchzuführen. Die Ausschreibung beginnt am 4. März.

    Drehen sich irgendwo in diesem Wald bald Rotoren? Der Weg ab der Kapelle in Leubsdorf-Rothekreuz führt Richtung Döttersbach ins Tal.
    Drehen sich irgendwo in diesem Wald bald Rotoren? Der Weg ab der Kapelle in Leubsdorf-Rothekreuz führt Richtung Döttersbach ins Tal.
    Foto: Creativ

    Leubsdorf - In Sachen Windkraft hat sich jetzt auch Leubsdorf auf den Weg gemacht, jedoch auf einen, den im Kreis Neuwied bisher noch keine Kommune beschritten hat: Die Gemeinde hat eigenständig die Kommunalberatung Rheinland-Pfalz GmbH damit beauftragt, ein Interessenbekundungsverfahren für den Betrieb von Windenergieanlagen oberhalb des Döttersbachs durchzuführen. Die Ausschreibung beginnt am 4. März.

    Einstimmig und bewusst hatte sich der Leubsdorfer Rat Ende 2012 dafür entschieden, erklärt Beigeordneter Erich Honnef (CDU): "Wir wollten uns nicht von vornherein auf einen festlegen, sondern leistungsfähige Unternehmen aus dem Markt herausfiltern und dann ein möglichst wirtschaftliches Angebot finden, das zu Leubsdorf und seinen Bedürfnissen passt."

    Das 14 000 Euro teure Interessenbekundungsverfahren wird etwa ein Jahr dauern: Zunächst fordert die Kommunalberatung im Namen der Gemeinde bundesweit Energieanlagenbetreiber auf, Interesse anzumelden. Aus ihnen sucht die Gemeinde ein paar aus, die dann bis zum Jahresende ein konkretes Angebot abgeben. "Anfang 2014 könnten wir mit einem von ihnen handelseinig werden", sagt Honnef. "Und dann fängt die Arbeit mit allen Gutachten erst richtig an", weiß er. Zeitdruck mit Blick auf die jedes Jahr sinkende Einspeisevergütung macht Leubsdorf sich nicht, sagt Ortsbürgermeister Achim Pohlen (CDU): "Es ist wichtig, vorsichtig jeden Schritt abzuwägen."

    Honnef persönlich geht zum jetzigen Zeitpunkt von sechs bis sieben Rotoren aus, die in Leubsdorf auf Gemeindegrund gebaut werden könnten. Die infrage kommenden Flächen gehören zu rund 200 Hektar der Gemeinde und zu ebenfalls rund 200 Hektar Privatbesitzern. Sie liegen zwischen der Kapelle im Leubsdorfer Höhenortsteil Rothekreuz und dem Döttersbach im Wald. Der Wind weht hier mit durchschnittlich 5,35 Metern pro Sekunde. Das ist laut Joachim Reifert von der Linzer VG-Verwaltung "nicht der allertollste Wind", doch genug, damit sich das Verfahren lohnt, das Leubsdorf "jedenfalls auf eigene Kappe macht", so Pohlen.

    Die Flurbezeichnungen lauten "Zur Buchen", "Adams-Berg", "Siebenhardt" und "Flammerts-Nück". "Es ist ein sehr hängiges Gelände, auf das weniger Windräder passen als auf ein ebenes mit derselben Hektarzahl", sagt Honnef. Ob und wann die Kommunalberatung auch die Privateigentümer offiziell fragt, ob sie Interesse haben, sich an einem Windenergieprojekt zu beteiligen, muss noch geklärt werden. Ebenso, welches Gremium über die weiteren Schritte im Interessenbekundungsverfahren entscheidet: der Gemeinderat, ein Ausschuss, eine Arbeitsgruppe?

    Auch am nördlichen Kreisrand in Unkel liefen zwei Interessenbekundungsverfahren, bis die Energieversorgung Mittelrhein den Zuschlag für Pachtverträge bekam. Hier trat von Anfang an die Verbandsgemeinde (VG) als Kommunalakteur auf. Auch wenn zwischendurch zwei Dörfer ausbüxten, ist das Projekt zum Vertragsabschluss wieder ein übergreifendes geworden. Anders Bad Hönningen: Die VG, die sich als potenzieller Mitbetreiber sieht, eruiert vieles auf eigene Kosten. Sie hat sich zwar noch nicht letztlich auf einen technischen Partner festgelegt, sich jedoch bei den bisherigen Planungen stark an der Süwag orientiert.

    Von unserer Redakteurin Dorothea Müth

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    Nina Borowski

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    Chef v. Dienst

     

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