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  • Kita Feldkirchen: Kinder missbraucht?

    Feldkirchen. Sind im evangelischen Kindergarten Feldkirchen Kinder unsittlich berührt worden? Wie Oberstaatsanwalt Rolf Wissen (Koblenz) bestätigt, hat er nach der Anzeige von Eltern eines vierjährigen Jungen Ermittlungen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch aufgenommen. Danach soll der vermeintliche Täter sexuelle Handlungen vor und an dem Kind vorgenommen haben.

    Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

    Auch Beschuldigter ist minderjährig

    Beschuldigt wird ein junger Mann, der in der Kita befristet tätig war, mittlerweile aber mit sofortiger Wirkung aus dem Dienst entlassen worden ist, wie Pfarrer Thomas Tillmann im Namen der evangelischen Kirchengemeinde Feldkirchen gegenüber unserer Zeitung mitteilt. Als Trägerin der Kindertagesstätte habe die Gemeinde zudem ebenfalls Anzeige gegen den jungen Mann erstattet.

    Wie Oberstaatsanwalt Wissen auf RZ-Nachfrage ausführt, prüft seine Behörde auch, ob es bereits in der Vergangenheit zu ähnlichen Vorfällen gekommen ist. Noch stehe er jedoch ganz am Anfang seiner Ermittlungen und könne auch aus Rücksicht auf die Minderjährigkeit von Beschuldigtem wie potenziellen Opfern keine Details preisgeben. „Im Hinblick auf die besonders schützenswerten Persönlichkeitsrechte des/der geschädigten Kindes/Kinder und dem Umstand, dass im Falle einer Anklageerhebung Hauptverhandlungen grundsätzlich nicht-öffentlich stattfinden müssen, kann ich Ihnen keine weiteren Einzelheiten mitteilen“, sagte er. Aufgrund der aktuellen Situation ergänzte er im Gespräch mit unserer Zeitung, dass es sich nicht um einen Flüchtling handelt.

    Taten bereit vergangenen Herbst begangen?

    Bei der RZ hatten sich zuvor verschiedene Informanten gemeldet und berichtet, dass sich die mutmaßlichen Taten bereits im Herbst ereignet beziehungsweise da angefangen haben sollen. Dem jungen Mann sei jedoch erst am Freitag gekündigt worden. Wissen konnte diese Zeitpunkte am Montag weder bestätigen noch dementieren.

    Die Kirchengemeinde teilt in ihrer Stellungnahme darüber hinaus mit, dass sie gemeinsam mit der Kita-Leitung in einem Elterninformationsgespräch am vergangenen Freitag über die erhobenen Vorwürfe informiert hat. Ein Vertreter des Jugendamtes der Stadt Neuwied sei bei bei diesem Gespräch beratend ebenfalls anwesend gewesen. „Als Trägerin der Kindertageseinrichtung hat die Gemeinde dafür gesorgt, dass der Kinderschutzdienst in Neuwied Eltern und Kindern aus der Einrichtung für persönliche Beratungs- und Hilfegespräche zur Verfügung steht. Erfahrene Fachkräfte der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Oberbieber, sowie die Fachkraft der Arbeitsstelle Kindertagesstätte des Kirchenkreises Koblenz stehen den Erzieherinnen der Einrichtung fachlich begleitend zur Seite“, heißt es zudem. Sowohl der Superintendent und das Diakonische Werk des Kirchenkreises Wied, als auch das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland seien über die Situation in Kenntnis gesetzt worden und prüften die Vorgänge.

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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