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  • Circa zehn Räder um den Asberg: Erster Windpark im Kreis Neuwied wird konkreter

    Erpel. Dass sich innerhalb der nächsten 26 Monate Windkrafträder auf den Höhen der Verbandsgemeinde (VG) Unkel zu drehen beginnen: Das steht so gut wie fest, seitdem die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) kürzlich einen Kooperationsvertrag mit der Ortsgemeinde Erpel geschlossen hat. Alles, was darüber hinausgeht und den ersten Rotorenpark im Kreis Neuwied auszeichnet, steht zwar nicht in den Sternen, hängt aber von Rechtsvorgaben, Gutachten und Verhandlungen ab, die in den nächsten Monaten formuliert und geführt werden. Die RZ zeigt die Spielräume des Windenergieprojekts auf.

    Erpel - Dass sich innerhalb der nächsten 26 Monate Windkrafträder auf den Höhen der Verbandsgemeinde (VG) Unkel zu drehen beginnen: Das steht so gut wie fest, seitdem die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) kürzlich einen Kooperationsvertrag mit der Ortsgemeinde Erpel geschlossen hat. Alles, was darüber hinausgeht und den ersten Rotorenpark im Kreis Neuwied auszeichnet, steht zwar nicht in den Sternen, hängt aber von Rechtsvorgaben, Gutachten und Verhandlungen ab, die in den nächsten Monaten formuliert und geführt werden. Die RZ zeigt die Spielräume des Windenergieprojekts auf.

    Wie viele Windräder werden wo installiert?

    Um die zehn Rotoren würde die EVM in der Gegend um den Asberg gerne bauen, sagt Unternehmenssprecher Christian Schröder. Wenn Bruchhausen einsteigt, können es mehr werden, als wenn nur Erpel Fläche zur Verfügung stellt. Außerdem können drei, höchstens fünf Räder auf Unkeler und Rheinbreitbacher Gebiet dazukommen, die dann die Bad Honnef AG baut, sagt deren Vorstand Peter Storck. Mindestens fünf müssen es für Schröder sein, damit sich die Anlage rentiert. Der Einkauf bei der norddeutschen Firma Nordex ist schon optiert: 141 Meter hohe Türme mit zweistufigem Getriebe und 58,5 Meter langen Windblättern. "Wenn sich herausstellt, dass nur drei möglich sind, bauen wir auch, müssen aber den Vertrag ändern", stellt er klar.

    Rechtlich sind der Anlage nämlich einige Schranken gesetzt, erklärt Sonja Klewitz, Bauamtsleiterin in der VG Unkel: "Einige Hundert Meter Abstand zu den Siedlungsflächen" müssen die Rotoren einhalten. Außerdem ist der Asberg ein Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiet, wo nach dem neuesten Entwurf des Landesentwicklungsprogramms IV nur in Ausnahmen Windkraftanlagen erlaubt sind. In diesem Fall muss nachgewiesen werden, dass der Windpark die in den dortigen Feuchtgebieten lebende Gelbbauchunke "nicht erheblich beeinträchtigt". Doch vom schlimmsten Fall, dass sich kein Rad drehen darf, geht laut Klewitz niemand aus.

    Wer beteiligt sich wie?

    Neben der EVM werden die Energieversorgergesellschaft Thüga und die Umsetzungsgesellschaft Enova Mitbetreiber sein. Darüber hinaus wünscht sich die EVM Kommunen und Bürger als Gesellschafter für das Projekt, bei dem pro Rad etwa drei Millionen Euro investiert werden, hinzu. "Wir geben gerne einen relevanten zweistelligen Anteil ab", sagt Schröder.

    Der Erpeler Rat will jedoch erst die "Riesenunbekannten" namens Gutachten und Rotorenzahl aus dem Weg haben, bevor er über eine Beteiligung spricht, sagt Ortschefin Cilly Adenauer. Die Bürgerinitiative Unsere Windenergie (UWE) will jetzt mit der EVM Beteiligungsmöglichkeiten sondieren und ein Geschäftsmodell entwickeln, um dann eine Genossenschaft zu gründen.

    Was bringt der Windpark finanziell?

    Erpel verpachtet seine Flächen für zunächst 20 Jahre an die EVM und bekommt einen fünfstelligen Pachtzins pro Jahr und in windstarken Jahren zusätzlich einen Prozentsatz des Erlöses aus der Stromeinspeisung. "Damit sind wir sehr zufrieden", sagt Adenauer. "Weil im Hochwassergebiet kein Gewerbe möglich ist, wäre der Windpark ein Segen für den Haushalt." Auch für die Menschen, die sich mit UWE beteiligen, lohnt sich die Einlage: "Sie sollen mehr Dividende haben, als wenn sie die gleiche Summe auf dem Sparbuch anlegen", sagt deren Sprecher Heinz Schmitz. So gewinnt der Windpark Akzeptanz bei den Bürgern, ist er überzeugt.

    Von unserer Redakteurin Dorothea Müth

    Windparkgegner protestieren auf der Breiten Heide¶So hat die Breite Heide mit dem Asberg nicht gewettet¶Was halten die Menschen von Windkraft auf der Unkeler Höhe?
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