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  • Bei Kundgebung: Neuwieder sagen friedlich und entschieden Nein zur AfD

    Neuwied. Rund 400 Menschen haben am Freitagabend vor dem Food-Hotel gegen die kurzfristig angekündigte Wahlkampfabschlusskundgebung der AfD mit ihrer Bundesvorsitzenden Frauke Petry demonstriert.

    Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

    „Das demokratische Neuwied sagt Nein zu den dumpfen Parolen, die im gegenüberliegenden Hotel von der sogenannten Alternative für Deutschland verbreitet werden“, rief Mitorganisator Manfred Kirsch von Amnesty International den applaudierenden Versammelten, darunter Mitglieder aller anderen, im Stadtrat vertretenen Parteien zu. Auch Oberbürgermeister Nikolaus Roth (SPD) betonte, dass das Ausweichen der AfD nach Neuwied keine gute Idee gewesen sei. „Die Art und Weise, wie diese Partei mit Ausgrenzung Politik betreibt, muss in einer Stadt mit einer solchen Tradition der Toleranz auf energischen Protest stoßen“, stellte er fest.

    Für den DGB betonte Sebastian Hebeisen, dass man der AfD auf die Finger schauen muss. „Denn sie haben Dreck daran“, sagte er und zählte die Verbindungen „zu ganz Rechtsaußen“ auf. Mehrere weitere Redner erinnerten auch an das Aufkommen der Nazis in der Weimarer Republik und betonten, dass man der Anfänge wehren muss. „Nie wieder wollen wir einen solchen Staat“, rief beispielsweise Jochen Bülow (Linke) aus. Kritik wurde auch am Food-Hotel laut, dass der AfD seinen Raum zur Verfügung stellte. „Wir werden es in nächster Zeit meiden. In Leutesdorf gibt es eine wunderschöne Jugendherberge“, kündigte zum Beispiel Markus Eulenbach von der Neuwieder IG Metall an.

    Die rund 90-minütige Kundgebung blieb dabei friedlich, die Teilnehmer der Veranstaltung wurden lediglich auf ihrem Weg ins Hotel kräftig ausgebuht. Besonders laut wurde es, als Landeschef Uwe Junge rauchend in den Vorhof trat, hämisch grinste und den Demonstranten zuwinkte, bis ein Polizeibeamter ihn offensichtlich freundlich bat, nicht zu provozieren. Nach dem offiziellen Ende des Demonstration kam es dann zu einem laut Polizei „kleinen Zwischenfall, der zur Auslösung eines Brandmelders führte“. Daraufhin mussten die circa 200 Zuhörer den Saal kurzzeitig verlassen. Verletzt wurde niemand. Danach führt die Security noch wenige junge Frauen und Männer aus dem Saal, die die Veranstaltung durch Singen störten.

    Entscheidung: Kein Wahlkampf der AfD mehr im Food-Hotel Rauchbombe war Ursache für Feuer-Fehlalarm bei AfDAfD tagt in Neuwied: Bürger und Parteien kündigen Demos anAfD in Neuwied: Food-Hotel bekommt für Ausrichtung Kritik
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