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  • Ziel der Fördergemeinschaft Birkenfeld: Mehr Studenten sollen die Stadt entdecken

    Birkenfeld. Wie kann man Studenten vom Umwelt-Campus in Neubrücke dazu bringen, nach Birkenfeld zu fahren? Nicht nur zum Einkaufen im Supermarkt, sondern um Spaß zu haben und etwas zu erleben? Wer von den rund 2500 jungen Menschen war schon mal im gerade erst eröffneten Kulturcafé Artechino, wer hat in Charly's Place einen Burger gegessen oder weiß, wann im Carneby eine Liveband zum Konzert aufspielt? Friederike Siemers nüchterne Antwort auf diese Fragen lautet: "Viele Studenten wissen nicht, was es in Birkenfeld alles gibt. Sie sagen, dort sei nichts los. Die Kreisstadt wird von den meisten als Ort "hinter dem Wald wahrgenommen", betont Siemer, die weiß, wovon sie spricht.

    Denn sie ist selbst Studentin auf dem Campus und war kürzlich als Referentin bei der Mitgliederversammlung der Fördergemeinschaft (FöG) Stadt Birkenfeld zu Gast. Dessen Vorstand hatte Siemer eingeladen, damit sie ihre Ideen für eine bessere Vermarktung Birkenfelds mit Blick auf das Campuspotenzial vorstellen konnte. Den ungewöhnlichen Sitzungsort in der Gaststätte des Tierparks Schönewald hatte der FöG-Vorsitzender Karl-Heinz Roth ausgewählt, um Bernd Wahl eine Spende von 500 Euro aus der Verlosungsaktion beim Stadtfest im Oktober zu überreichen. Wahl ist Vorsitzender des Kleintierzüchtervereins, dem der mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfende Tierpark gehört. Der Gedanke, den Kontakt der Stadt mit dem Campus zu verbessern, ist nicht neu. In der Vergangenheit gab es immer wieder Versuche, um die Studenten zu werben, geholfen hat es nicht viel. Aber Friederike Siemer kann die eine Welt mit der anderen verknüpfen. Darauf hofft auch die Fördergemeinschaft, die Siemer und René Maudet ihre Ansätze vorstellen ließen. Maudet ist in der VG-Verwaltung für Wirtschaftsförderung zuständig, Siemer macht dort ein Praktikum.

    Zur Versammlung hatte die junge Frau ein Konzeptpapier mitgebracht und Fragebögen: Die Mitglieder sollen ausfüllen, wie Veranstaltungen wie Leistungsschau, verkaufsoffener Sonntag und Kirchplatzfest akzeptiert und verbessert werden können, welche Werbeartikel sie für sinnvoll halten, Baumwolltaschen zum Beispiel, Regenschirme, Kugelschreiber und Tassen.

    Und die Gewerbetreibenden sollen notieren, wie sie und die Studenten besser als bisher zusammenkommen können. Wenn am 10. Dezember nach der Award-Show auf dem Umwelt-Campus im Carneby eine Party steigt und dannn vielleicht sogar Soulsänger Xavier Naidoo kommt, zeigt das nur: Es gibt Einzelinitiativen, aber kein übergreifendes Konzept. "Ich sitze jetzt auf der dritten oder vierten Veranstaltung, in der über das Thema gesprochen wurde", warf FöG-Mitglied Dieter Schöppel ein. Was er gelernt hat: "Es gibt viele Akteure, aber sie spielen in verschiedenen Mannschaften."

    Regionalinitiative Wirtschaft, Vitamin BIR und ähnliche Institutionen machen sich Gedanken, wie die Region wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen könnte, aber es fehlt, um in Schöppels Bild zu bleiben, der gemeinsame Trainer. Jörg Henn, Schatzmeister der FöG, sprach das aus, was vor allem in letzter Zeit immer wieder auf Veranstaltungen dieser Art zu hören ist: "Wir diskutieren und diskutieren, aber es passiert nichts."

    Vielleicht bringt Siemers Arbeit neuen Schwung hinein. Einiges ist auch ohne sie auf dem Weg: Die Leiterin der Tourist-Information Birkenfelder Land, Sandra Wenz, sei derzeit damit beschäftigt, Höhepunkte und Sehenswürdigkeiten der Nationalparkregion aufzulisten, informierte Maudet. Man könne unter den Studenten USB-Sticks mit diesen Infos verteilen, schlug er vor. Gab es schon, hatte aber keinen Erfolg, warf ein junger Mann ein, der auf dem Campus studiert hatte. Man könnte wieder Gutscheine verteile, meinte ein anderer. "Es gab eine Reihe von Versuchen", erklärte Rainer Grosse-Siestrup, "aber es ist verpufft. Nur Gutscheine zu verteilen, reicht nicht." Dass am Tag der offenen Tür auf dem Umwelt-Campus ein Regionalmarkt mit Verkaufständen und Rahmenprogramm aufgebaut wird, ist ein guter Ansatz, aber es fehle das zusammenhängende Konzept, bemängelte Siemer. Einzelhändler und Gastronomen könnten vielleicht auch an gemeinsamen Ständen zeigen, was es in Birkenfeld gibt, Studenten und Besucher könnten besser entscheiden, "ob es sich lohnt, mal in der Stadt bummeln zu gehen", schreibt sie in ihrem Konzeptpapier.

    Künftig sollen sich dieser Tag der offenen Tür und die Leistungsschau der Stadt nicht mehr überschneiden, um Händlern und Gastronomen die Hände freizuhalten, wo sie sich präsentieren wollen. Einen interessanten Vorschlag für den Regionalmarkt hat Siemer, mit dem beiden Seiten geholfen wäre: Studenten aus dem Fachbereich Marketing könnten ein Marktkonzept ausarbeiten. Die Veranstaltung könnte besser auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt werden und die Studenten würden am praktischen Beispiel lernen, wie Eventmarketing funktioniert.

    Für die Leistungsschau am 20. und 21. Mai 2017 sucht die Fördergemeinschaft Stadt Birkenfeld noch Standbetreiber. Aus dem Dienstleistungsbereich gebe es ausreichend Anbieter, erklärte Vorsitzender Karl-Heinz Roth, aber es haben sich bisher zu wenige Handwerksbetriebe gemeldet. Wer Interesse an einer Teilnahme hat, kann ihn unter Telefon 06782/2204 anrufen.

    Von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Dahmer

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