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  • Vier neue Schwerpunktstandorte: Feuerwehr in der VG Birkenfeld rüstet sich für die Zukunft

    Birkenfeld. Mit den in diesen Tagen startenden Arbeiten zur Errichtung der neuen zentralen Feuerwache in Birkenfeld packt die Verbandsgemeinde (VG) als Trägerin des Brandschutzes nach jahrelanger Planung ein Projekt mit herausragender Bedeutung an. Bis Ende 2017 soll das Gebäude hinter dem Waldorfkindergarten in der Brückener Straße fertig sein, das rund 3 Millionen Euro kostet.Wichtige Weichenstellungen für die Zukunft enthält aber auch ein Papier, das im zuständigen Fachausschuss der VG vorgestellt wurde und dort bei den Politikern auch auf breite Zustimmung stieß: der von Wehrleiter Lars Benzel präsentierte Feuerwehrbedarfsplan sowie das Brandschutzkonzept der VG Birkenfeld.

    Von unserem Redakteur Axel Munsteiner

     "Es geht darum, eine Basis zu schaffen, um uns weiterzuentwickeln und schlagkräftig zu bleiben", betonen der Wehrleiter, Hans Günter Hess, Fachbereichsleiter der VG-Verwaltung, und Bürgermeister Bernhard Alscher unisono im NZ-Gespräch.

    500 Einsatzkräfte in 31 Orten

    Knapp 500 Männer und Frauen sind aktuell in den 31 VG-Orten im Einsatz, um im Dienst für ihre Mitbürger zu retten, löschen, bergen und schützen. Bereits seit 2006 bestehen im 213 Quadratkilometer großen VG-Gebiet insgesamt acht Ausrückebereiche plus die Stützpunktfeuerwehr in Birkenfeld. Wenn es zum Ernstfall kommt, werden die Wehren des jeweiligen Ausrückebereichs gemeinsam alarmiert, um möglichst schnell am Einsatzort einzutreffen und dort Hand in Hand zusammenzuarbeiten. An dieser Struktur wird sich auch nichts ändern. Es wird laut Benzel vielmehr in Zukunft in noch stärkerem Maße darauf ankommen, dass die Wehren eines Ausrückebereichs noch enger zusammenrücken und in diesen größeren Einheiten zum Beispiel häufiger gemeinsame Übungen gemacht werden. Nur so lasse sich auf lange Sicht die Schlagkraft der Truppe erhalten. Denn dass es in einigen Dörfern immer schwieriger wird, eine funktionsfähige Wehr am Leben zu erhalten, zeigt schon jetzt das Beispiel Rötsweiler-Nockenthal. Wie in der NZ bereits berichtet, gibt es dort schon seit Längerem Personalnot und nur noch fünf Aktive. Da die Werbung um neue Mitglieder wenig erfolgreich war, wird diese Wehr nun mit der aus Siesbach fusionieren, informieren Benzel, Hess und Alscher.

    Ein weiterer Aspekt, der im neuen Konzept berücksichtigt wurde, hängt mit dem Blick auf die Einsatzstatistik zusammen. Die Bekämpfung von Bränden ist zwar das klassische Bild, das Bürger von der Feuerwehrarbeit haben. Die Gewichte haben sich aber in den zurückliegenden Jahren immer mehr verschoben. Das zeigt allein die bisherige Bilanz 2016. Knapp 170 Einsätze sind bis dato gezählt worden, zu denen rund 350 Einheiten ausrückten. Von diesen Einsätzen fielen allein 60 Prozent in die Kategorie Hilfeleistungen. Die Feuerwehren wurden in diesen Fällen also zum Beispiel nach Unfällen alarmiert, oder sie mussten, was dieses Jahr gehäuft vorkam, nach Unwettern zum Hochwassereinsatz ausrücken. Diese Entwicklung hat Auswirkungen auf den Bedarf an die Ausstattung. Der Kauf von für diese Zwecke besonders geeigneten Mehrzweckfahrzeugen (MZF) gehört dazu - ein solches MZF wird 2017 für die Truppe in Rimsberg angeschafft. Außerdem sollen in den Gerätehäusern größere Sandsackdepots angelegt und auch die Zahl der Schmutzwasserpumpen erhöht werden.

    Vor allem aber sieht das Konzept vor, dass künftig neben den Stützpunktwehren Birkenfeld und Hoppstädten weitere vier Schwerpunktstandorte gebildet werden, in denen Mittlere Löschfahrzeuge (MLF) mit Rettungssatz stationiert sind. Sie werden sich in Schwollen, Brücken, Oberhambach und Oberbrombach befinden. Ziel ist es, dass die so ausgestatteten Schwerpunktwehren innerhalb von zehn Minuten am Einsatzort eintreffen. "Das wäre durch die Bildung der vier neuen Schwerpunkte zu 90 Prozent gewährleistet", sagt Benzel. Nur in den Orten Nohen und Börfink lässt sich diese zeitliche Frist nicht einhalten. Deshalb haben die Birkenfelder bereits Abmachungen mit den Nachbar-VGs Baumholder und Hermeskeil getroffen, dass die Wehren aus Reichenbach und Züsch unterstützend ausrücken, wenn aus Nohen oder Börfink ein Alarmruf kommt.

    Neues Auto in Oberbrombach

    Für den Schwerpunktstandort Oberbrombach kauft die VG 2017 für 160 000 Euro ein neues MLF. Das bisher in Oberbrombach Dienst tuende Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) wechselt dann anschließend nach Börfink. Das Fahrzeug der Siesbacher Wehr soll für 44 000 Euro grundüberholt werden, damit es noch 15 Jahre einsatzfähig bleibt. Nach der Fertigstellung der Feuerwache in Birkenfeld wird zudem die Sanierung des Gerätehauses in Brücken ein Thema werden. Denn die im bestehenden Gebäude vorhandenen Stellplätze sind nicht mehr groß genug für modernere Feuerwehrautos. Außerdem sind die sanitären Anlagen in einem schlechten Zustand.

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