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    BaumholderVG-Rat Baumholder: Historischer Erfolg für die Freie Wählergemeinschaft

    Einen historischen Erfolg verbucht die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Dr. Nagel bei den Wahlen zum Verbandsgemeinderat Baumholder: Sie steigert ihren Stimmenanteil um 8,5 Prozentpunkte auf 29,3 Prozent, die zugleich das beste Abschneiden seit ihrer Gründung auf VG- beziehungsweise Amtsebene bedeuten.

    Foto: honorarfrei

    Von unserem Redakteur Michael Fenstermacher

    Die FWG liegt damit fast gleichauf mit der CDU, die mit 30,4 Prozent exakt das gleiche Ergebnis einfährt wie 2009 und erhält ebenso wie die Christdemokraten sieben Sitze im VG-Rat.

    Stärkste Kraft bleibt die SPD mit neun Sitzen, die allerdings deutlich Federn lässt: Sie verliert 5,4 Prozentpunkte und kommt nur noch auf 35,8 Prozent. Ihr bislang schlechtestes Ergebnis muss die FDP verschmerzen: Sie rutscht um 3 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent ab und stellt künftig nur noch ein Mitglied im Rat, in dem nur noch 24 statt bislang 28 Mandate zu vergeben waren. Die SPD verliert drei Mandate, die CDU eines. Die FWG gewinnt aufgrund der Verkleinerung nur einen Sitz hinzu.

    Die Wählergemeinschaft darf sich unterdessen nicht nur als Wahlsieger fühlen, sondern stellt auch den Stimmenkönig. Jochen Scherne, Schornsteinfegermeister und Energieberater aus Baumholder, vereinigt 3003 Stimmen auf sich. "Ich bin verblüfft. Damit hätte ich nicht gerechnet", sagte gestern Nachmittag der 43-jährige, der erst durch den Anruf der NZ zwischen zwei beruflichen Terminen von seinem persönlichen Erfolg erfuhr.

    Sein kommunalpolitisches Engagement bezeichnet der Spitzenkandidat der FWG als "Herzensangelegenheit". "Ich glaube, dass dieser Eifer für die Sache auch bei den Wählern ankommt, denen ich mich verpflichtet fühle", ergänzt Scherne, der neben seinem Innungsbetrieb als Schornsteinfeger auch ein Ingenieurbüro betreibt. Eigentlich sei er damit beruflich so sehr eingespannt, dass er vernünftigerweise seine Ratstätigkeit ruhen lassen müsste. Der Zuspruch aus der Bürgerschaft würde ihn jedoch immer wieder anspornen.

    Eine Tätigkeit als Beigeordneter der Verbandsgemeinde für die FWG schließt Scherne jedoch aus: "Ich finde Bernd Alsfasser leistet in dieser Funktion gute Arbeit." Dass eine Riege von Ortsbürgermeistern - neben dem Heimbacher Alsfasser zählen auch Olaf Schmidt (Reichenbach) und der neue Berschweilerer Ortschef Rouven Hebel dazu - für die FWG kandidieren, sieht Scherne als einen der Hauptgründe für das gute Abschneiden.

    "Mehr als fünf Prozent zu verlieren ist natürlich nicht schön, aber ich bin auch nicht komplett unzufrieden", bewertet SPD-Spitzenkandidat Andreas Pees den Wahlausgang. Nach seiner Rechnung wären seiner Partei allein durch die Ratsverkleinerung zwei Sitze verloren gegangen, sodass die Verluste insgesamt zu verschmerzen seien. Die Einbußen erklärt Pees sich dadurch, dass viele Wähler der SPD als Mehrheitspartei die Hauptverantwortung für die Schließung der beiden Grundschulen in Ruschberg und Berschweiler gegeben hätten - auch wenn sie von allen Fraktionen mitgetragen wurde. "Wie sich solche unpopulären, aber notwendigen Entscheidungen auswirken, weiß man nie genau", sagt der Rechtsanwalt.

    Überflügelt wurde Pees (2329 Stimmen) trotz seiner Spitzenposition auf der Liste übrigens von SPD-Stadtbürgermeisterkandidat Christian Flohr, dem seine 2342 Stimmen als Neuling im VG-Rat einen großen Satz von Listenplatz 8 auf Platz 1 bescheren. "Damit kann ich gut leben", sagt Pees, der im starken Abschneiden Flohrs ein gutes Omen für die Stichwahl ums Baumholderer Stadtbürgermeisteramt am Pfingstsonntag gegen Günther Jung (FWG) sieht.

    Ebenfalls neu im VG-Rat ist für die CDU der in Heimbach unterlegene Ortsbürgermeisterkandidat Josef Sesterhenn, der mit 1599 Stimmen von Listenplatz 16 auf Platz 2 ebenfalls einen Riesensprung hinlegte. Sein Spitzenergebnis von 2009 fast behaupten konnte der CDU-Spitzenkandidat Bernhard Sauer, der mit 2927 nur zwölf Stimmen einbüßte und im Gesamtergebnis hinter Jochen Scherne auf dem zweiten Platz liegt. Eine Analyse der Stadtratswahlen in Baumholder folgt in unserer morgigen Ausgabe.

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