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    Unternehmen: "Die Büroausstatter" haben sich behauptet

    Baumholder. Markus und Bärbel Schmitt, Inhaber des Baumholderer Unternehmens „Die Büroausstatter“, haben es geschafft. Nach 20 Jahren ist das Förderprogramm „Vorausfabrik“ endlich erfolgreich abgeschlossen und der letzte Kredit getilgt. Damit ist das 1400 Quadratmeter große Gebäude im Gewerbegebiet Auf Schneeweid, in der sich die Produktionsstätte befindet, endgültig in ihr Eigentum übergangen. „Unseres Wissens sind wir die einzigen, die mit ihrer Vorausfabrik noch am Markt sind“, sagt Bärbel Schmitt.

    Bärbel und Markus Schmitt sind glücklich darüber, dass sie nach 20 Jahren das Förderprogramm Vorausfabrik erfolgreich abgeschlossen haben. Ihr Unternehmen hat sich bis ins Saarland einen Namen gemacht. Hier stehen die beiden in der Halle vor dem Kantenaufleimautomaten.  Foto: Peter Bleyer
    Bärbel und Markus Schmitt sind glücklich darüber, dass sie nach 20 Jahren das Förderprogramm Vorausfabrik erfolgreich abgeschlossen haben. Ihr Unternehmen hat sich bis ins Saarland einen Namen gemacht. Hier stehen die beiden in der Halle vor dem Kantenaufleimautomaten.
    Foto: Peter Bleyer

    Ein Blick in die riesige Halle bestätigt den Satz, mit dem Markus Schmitt im NZ-Gespräch seine Firma beschreibt. „Sie ist eine Mischung aus Ikea und Tischlerei.“ Tatsächlich ist diese Ambivalenz zweifelsfrei zu erkennen. Einerseits die schweren Maschinen, die zum Bearbeiten der Materialen benutzt werden, andererseits die beinahe deckenhohen Regale, in denen unzählige Einzelteile für Schränke, Tische und vieles mehr aufeinandergestapelt sind. „Die Komponenten, die wir einkaufen, setzen wir für unsere Kunden zusammen, auf Wunsch werden sie angepasst“, erklärt der gelernte Tischler. „Man kann aber auch alles einzeln kaufen.“

    Volkmar Pees gab den Anstoß

    Das Baumholderer Unternehmen hat sich auf Büromöbel spezialisiert – vom Schreibtischstuhl über den Konferenztisch bis hin zu Regalen aller Art. Dabei spielt individuelles Design – anders als bei Ikea – eine große Rolle. Der Kundenkreis der „Büroausstatter“ besteht vorwiegend aus Firmen, Institutionen und öffentlichen Einrichtungen, auch wenn immer mal wieder Privatleute vorbeischauen. Vor allem in die Westpfalz und ins angrenzende Saarland liefern Markus Schmitt und seine Mitarbeiter viele Waren aus. In 20 Jahren ist der Bekanntheitsgrad stetig gewachsen.

    Das erste Kapitel dieser unterm Strich sehr erfolgreichen Geschichte wurde, wenn man es ganz genau nimmt, bereits vor 130 Jahren geschrieben, wie Bärbel Schmitt verrät. „Damals hatte der Ururgroßvater meines Mannes eine Tischlerei in Baumholder“, erzählt sie. Der Betrieb sei dann von Generation zu Generation weitergegeben worden. 1993 übernahm ihn schließlich Markus Schmitt und nannte ihn „Die Tischlerwerkstatt.“ Mit der Zeit wurde klar, dass die Lage im Ortskern deutliche Nachteile hatte, vom mangelnden Platz einmal ganz abgesehen. „Es gab zwei Wohnhäuser, in einem befand sich die Werkstatt, im anderen das Lager“, sagt Bärbel Schmitt. Teilweise musste man die Materialien über die Straße tragen, das waren unmögliche Arbeitsbedingungen.“

    Eine Veränderung war unumgänglich. Der damalige Verbandsgemeindebürgermeister Volkmar Pees machte Markus Schmitt schließlich auf das rheinland-pfälzische Förderprogramm Vorausfabrik aufmerksam. Die Rahmenbedingungen sahen folgendermaßen aus: Man bekam das gesamte Kapital, um seine Fabrik zu erschaffen. Für die Dauer von sieben Jahren zahlte man lediglich Zinsen, aber keine Tilgung. Nach Ablauf der Frist war die komplette Fördersumme fällig, die man sich dann notfalls wiederum von Banken leihen musste. 1996 unterschrieb Markus Schmitt den Vertrag und der Bau einer großen Halle im Gewerbegebiet konnte beginnen.

    Am Anfang ging es steil bergauf

    Eben zu jener Zeit lernte er seine spätere Frau kennen. „Ich studierte in Kaiserslautern Wirtschaftsingenieurwesen“, erinnert sich Bärbel Schmitt, die aus Stuttgart stammt. Nachdem klar war, dass die beiden zusammenbleiben würden, war Umdenken angesagt. „Wir mussten etwas suchen, was für uns beide reicht“, erklärt Markus Schmitt. „Eine Dorftischlerei hat ein sehr begrenztes Gebiet.“ Gemeinsam lösten die beiden auch dieses Problem. Bärbel Schmitt hatte Kontakt zur Firma Zeilfelder Büroeinrichtungen aus Mannheim, so entstand die Idee, ein Franchiseunternehmen unter diesem Namen zu gründen. 1997 war die Eröffnung.

    Der Plan funktionierte. „Am Anfang ging es steil bergauf“, sagt Bärbel Schmitt. Die Umsatzzahlen stiegen, das Geschäft florierte. Doch trotz aller Erfolge stellte sich den beiden mit Ablauf der Siebenjahresfrist eine große Hürde in den Weg. „Wir konnten das Geld aus dem Förderprogramm nicht zurückzahlen, weil keine Bank uns das Geld geben wollte“, erzählt Bärbel Schmitt. Was folgte, war eine längere Hängepartie, deren Ausgang ungewiss war – bis die Stadt Baumholder in die Bresche sprang und anstelle des Ehepaars Schmitt die Schulden zurückzahlte. „Das haben wir vor allem dem damaligen Bürgermeister Peter Lang zu verdanken.“ Fortan konnten die beiden bei der Stadt nach und nach die Schulden tilgen. Die letzte Rate in Höhe von 175.000 Euro haben sie im vergangenen Oktober gezahlt. Letztlich sind sie stolz auf das, was sie in den vergangenen 20 Jahren geleistet haben, auf die Entwicklung der Firma.

    Die jüngste, größere Veränderung stand 2014 an, als mit dem neuen Kooperationspartner, der österreichischen „Office Synchro GmbH“, die Halle durch einen Anbau erweitert wurde. Damit wurde aus Zeilfelder Büroeinrichtungen „Die Büroausstatter“. Das Unternehmen beschäftigt zurzeit rund 15 Mitarbeiter, darunter fünf Handwerker und viele Verkäufer. Zudem durchlaufen vier Azubis ihre Ausbildung. So manche Kunden haben Bärbel und Markus Schmitt mit individuell angepassten Möbeln schon glücklich gemacht – in Kaiserslautern etwa den TÜV, die Stadtwerke und die Fachhochschule (FH). Damit es auch inhaltlich keinen Stillstand gibt, sind die beiden derweil immer auf der Suche, nach neuen Ideen. So haben sie das Thema Akustik für sich entdeckt. Sie informieren Kunden, wie sie beispielsweise durch entsprechende Schallschlucker den Geräuschpegel in einem Büro minimieren können.

    Von unserem Redakteur Peter Bleyer

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