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    GerachTieren mit Liebe und Geduld auf die Beine helfen

    Für Menschen gehören Krankengymnastik, Massage und Physiotherapie nach Operationen und bei chronischen Krankheiten dazu: Sie lindern Schmerzen und bringen Kranke wieder auf die Beine. Und das gilt nicht nur für Zweibeiner, ist Karin Wild überzeugt. Die 49-Jährige ist Tierphysiotherapeutin, Diplom-Tierheilpraktikerin und Tierarzthelferin. Sie behandelt Hunde, Katzen, Pferde...

    Karin Wild ist Tierphysiotherapeutin und davon überzeugt: "Man muss Tiere ganzheitlich sehen, um ihnen helfen zu können. Und dafür gibt es eine Menge Möglichkeiten, die man erfolgreich anwenden kann."
    Karin Wild ist Tierphysiotherapeutin und davon überzeugt: "Man muss Tiere ganzheitlich sehen, um ihnen helfen zu können. Und dafür gibt es eine Menge Möglichkeiten, die man erfolgreich anwenden kann."
    Foto: Hosser

    "Vorteil der Physiotherapie ist, dass ein Tier mit sehr sanften Methoden schmerz- und stressfrei behandelt werden kann. Ziel ist es, die Lebensqualität der Tiere wieder herzustellen oder zu verbessern, indem man ihnen Schmerzen nimmt und die Beweglichkeit wieder aktiviert, was insgesamt einen positiven Einfluss auf die Psyche der Tiere und natürlich deren Besitzern hat", erläutert sie.

    Nach Operationen - Kreuzbandriss, Hüftgelenksdysplasie, neurologischen Erkrankungen wie ein Bandscheibenvorfall, altersbedingte Bewegungseinschränkungen zum Beispiel durch Arthrose, oder genetische Dispositionen mit rassetypischen orthopädischen Problemen - könne Tierphysiotherapie erfolgreich eingesetzt werden. Vor Beginn der Physiotherapie erfolgt eine Befunderhebung mit Anamnese, Gangbildanalyse und Gelenkfunktionsprüfung, beim Pferd zudem Zähne, Gebiss, Sattel und Hufe. Anschließend wird ein Therapieplan unter Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse von Patient und Besitzer erstellt. Unter Anleitungen erhält der Besitzer einen "Hausaufgabenplan", damit er die Therapie in den behandlungsfreien Tagen aktiv unterstützen kann. Er erhält zudem einen Zwischenbefund oder Endbefund und kann so dem behandelnden Tierarzt Informationen weiterleiten.

    Wichtig sei es, Tiere in ihrer Gesamtheit zu sehen: das Umfeld, den Tagesablauf, Fütterung und die Kommunikation zwischen Mensch und Tier. "Viele meiner Patienten kommen angeblich austherapiert zu mir. Neben der Physiotherapie und Homöopathie kommt hier mein Wissen um die Heilkräfte der Natur zum Einsatz. Selbst gesuchte und verarbeitete Heilkräuter können gegen Bakterien, Viren und Pilze eingesetzt werden. Unterstützt wird auf natürliche Weise das Immunsystem. Somit erhält der Körper den Anstoß, sich selbst zu helfen. Tiere haben eine große Sensibilität. Da setze ich gerne auch Bachblüten ein, die auf Seele und Körper wirken. Ich versuche, das Wissen über Heilkräuter, das leider immer mehr in Vergessenheit geraten ist, weiterzugeben und veranstalte mehrfach im Jahr Seminare über Heilkräuter für Tiere."

    Auch Erste-Hilfe-Kurse für Besitzer von Vierbeinern bietet sie an. Sie schildert einen Fall, der sie sehr bewegt hat: Ein Hund wurde aus einer Klinik entlassen. Die Symptome lauteten: nicht stehfähig, orientierungslos, Kopfschiefhaltung. Die Diagnose: Vestibulärsyndrom mit dem Verdacht auf einen Gehirntumor. Es wurde zum Einschläfern geraten.: "Der Hund wurde von mir physiotherapeutisch und homöopathisch behandelt. Mit viel Geduld, Liebe und begleitenden Übungen durch den Besitzer sowie dem Kampfgeist des Hundes konnte das Tier nach der zweiten Behandlung bereits gestützt die ersten Schritte laufen. Nach nur sechs Tagen lief es die ersten 50 Meter selbstständig. Im Oktober 2011 ging dieser Hund - mit 13 Jahren - mit seinem Herrchen joggen. Und das tut er heute noch immer!"

    Nicht immer sei es wichtig, mit medizinischen Fremdwörtern oder vielen Geräten zu arbeiten: "Sehr viel wichtiger ist das Gefühl für die Tiere. Dazu gehört das Beobachten des Körpers, das Fühlen des Muskeltonus, das Spüren der Temperatur, die Bewegung in den Gelenken." Man müsse auf die Tiere und ihre Sprache eingehen: "Eigentlich ist sie weitaus einfacher als die der Menschen."

    Nicht alles ist machbar: "Es kamen auch Fälle zu mir, die ich nach genauer Untersuchung auf dem direkten Weg zum Tierarzt geschickt habe. Durch meine Ausbildung als tiermedizinische Fachangestellte kann ich auch unterscheiden, wo die Grenze der Homöopathie liegt und wann eine schulmedizinische Behandlung erforderlich ist."

    Von unserer Redakteurin

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