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    RhaunenRhaunen: Weltweit erstes Demenz-Zentrum entsteht

    Das weltweit erste Fachzentrum mit Pflegeheim für Demenzkranke soll im Rhaunener Gewerbegebiet entstehen. Die Fakten: 300 Betten sind geplant, von 170 Arbeitsplätzen ist die Rede, 2,5 Hektar Bauland haben die Initiatoren im Blick, Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro enthält der Businessplan.

    Keine Ecken, keine langen Wege: So könnte das Demenzzentrum in 
Rhaunen (Kreis Birkenfeld) aussehen.
    Keine Ecken, keine langen Wege: So könnte das Demenzzentrum in 
Rhaunen (Kreis Birkenfeld) aussehen.

    Von unserer Redakteurin Vera Müller

    Roboter-Robben aus Plüsch werden im Demenz-Zentrum zum Einsatz kommen. Studien ergeben: Die Tiere haben einen positiven Einfluss auf das Verhalten und Wohlbefinden der Patienten.  Foto: dpa
    Roboter-Robben aus Plüsch werden im Demenz-Zentrum zum Einsatz kommen. Studien ergeben: Die Tiere haben einen positiven Einfluss auf das Verhalten und Wohlbefinden der Patienten.
    Foto: dpa

    Baubeginn soll in drei Monaten sein, in einem Jahr könnte das Zentrum eröffnet werden. Ein Quartett führt Regie, will ohne Bankenfinanzierung und ohne öffentliche Mittel in Rhaunen durchstarten und dann weitere Zentren in ganz Deutschland entstehen lassen: der Rhaunener Jürgen Wenz, Peter Linden (Trier), Bernd Blasius (Konz) und Thomas Peter (Saarbrücken). Die Haven (auf Deutsch "Zuflucht") Sanatorium AG hat Großes vor. Nur über Aktionäre und private Investoren soll das ambitionierte Projekt gestemmt werden. Und da besteht offenbar Grund zur Zuversicht. Man habe durchaus bereits Kapital und noch dazu weitere Interessenten. So gibt es Kontakte zu chinesischen Investoren, die sich im früheren Housingbereich der US-Streitkräfte in Neubrücke (Oak Garden) angesiedelt haben.

    Im Vordergrund des Haven-Konzepts steht, dass die individuelle Lebensqualität der Pflegegebedürftigen sowie deren Angehörigen gewährleistet wird. Speziell bei der humanen Pflege in dem äußerst anspruchsvollen Umfeld von demenzkranken Menschen, stellt dies eine sehr große Herausforderung dar, wissen Wenz und seine Mitstreiter. Aus diesem Grund basieren der architektonische Aufbau und auch der komplette Ablauf im Betrieb bis hin zur eingesetzten speziell für Haven entwickelten Software auf den Ergebnissen von umfangreichen und jahrelangen Studien, die für die Initiatoren angefertigt wurden. Ein Auszug aus den architektonischen Vorgaben: Einhaltung der gestalterischen und funktionalen Vorgaben, keine Ecken, nur runde Formen, keine Sackgassen, gute Orientierungsmöglichkeiten, großzügige Bewegungszonen, kurze Wege für das Personal, Erlebnisgarten, Tiere im Außenbereich, dezentrale Lüftungsanlagen. Die Anforderungen an das Pflegekonzept: Das Zentrum soll keine Aufbewahrungsstätte (Fixierungen oder der Einsatz von Psychopharmaka sind tabu) sein, Schutz und Sicherheit sind zu gewährleisten. Werthaltige Ausstattung und optimierte Arbeitsabläufe durch spezielle Softwarelösungen stehen ebenfalls im Fokus. Spezielle Sportangebote und hochwertiges Essen (in erster Linie sollen regionale Produkte verwertet werden) sollen zum Wohlfühlen beitragen. Zudem werden Geriatrieärzte im Haus untergebracht. "Der Bedarf ist da. Demenz in ihren vielfältigen Formen gilt bekanntlich als die Pest des 21. Jahrhunderts. Die Zahl der Krankheitsfälle wird extrem ansteigen. Insofern liefern wir hier ein Angebot, das auch für Angehörige eine Möglichkeit bietet, ihren zu Pflegenden gut aufgehoben und menschenwürdig gepflegt zu wissen", betont Thomas Peter.

    • Ihr Konzept wollen die Planer am Donnerstag, 8. Mai, ab 19 Uhr im katholischen Pfarrheim in Rhaunen interessierten Bürgern vorstellen.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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