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  • Rettungskräfte waren wegen des Sturms im Dauereinsatz

    Kreis Birkenfeld. Orkanartiger Sturm mit heftigen Böen und selten da gewesener Starkregen forderten die Rettungskräfte am Dienstag und noch bis in den frühen Mittwoch hinein. Auch die neue aufschwimmende Radwegebrücke bei Hammerstein wurde beschädigt, aber entgegen erster Befürchtungen, nur minimal.

    Von Andreas Nitsch und Stefan Conradt

    Bei den Feuerwehreinheiten der Stadt Idar-Oberstein und der Verbandsgemeinden Rhaunen, Herrstein, Baumholder und Birkenfeld ging eine Vielzahl von Notrufen wegen überfluteter Straßen, Wohnungen und Keller ein. Auch verstopfte Gullys und umgeknickte Bäume riefen die Wehrleute auf den Plan.

    Als Windstärke und Niederschlagsmengen am Mittwochmorgen zurückgingen, konnten Kreisfeuerwehrinspekteur Eberhard Fuhr und seine Mitstr

    eiter eine vorläufige Bilanz erstellen. Letztlich wurden die Feuerwehreinheiten im gesamten Birkenfelder Kreisgebiet zu 69 Einsätzen gerufen. Insgesamt waren mehr als 250 Wehrmänner und Wehrfrauen an den Einsätzen beteiligt. Ganz wichtig: Personen kamen nicht zu Schaden. Auch musste niemand etwa wegen einer voll gelaufenen Wohnung evakuiert und bei Nachbarn oder Verwandten untergebracht werden.

    Großeinsatz bei Niederbrombach

    Am meisten hatten die Wehrleute in der Verbandsgemeinde Birkenfeld zu tun. 34 Einsätze stehen dort zu Buche. Bei Niederbrombach musste die B 41 teils gesperrt werden. Ein Gully war mit Grünzeug und Schlamm verstopft, sodass das Wasser nicht mehr ablaufen konnte und die Fahrbahn überflutete. "Einen Regen mit dieser Intension habe ich noch nicht erlebt", sagte Fuhr. Der bislang letzte Notruf in der VG Birkenfeld ging am Mittwochvormittag ein. In der Brückener Brunnenstraße musste ein Keller ausgepumpt werden. Der Bewohnerin des Hauses war der Schaden erst zu diesem Zeitpunkt aufgefallen.

    Aber damit war die Arbeit noch längst nicht erledigt. Die Wehrleute rückten am Nachmittag zur Nahebrücke in Nohen aus. Dort hatte sich ein Baumstamm zwischen zwei Brückenpfeilern quergelegt. Treibgut staute sich. Ein Anwohner hatte die Feuerwehr alarmiert. "Für solche Anrufe sind wir immer dankbar", betonte der Kreisfeuerwehrinspekteur. Schließlich könne die Feuerwehr nicht auch noch alle Brücken abfahren und kontrollieren.

    In der VG Herrstein rückte die Feuerwehr 15-mal aus, in Idar-Oberstein und in der VG Rhaunen jeweils neunmal. An Rhaunen zog das Unwetter vorbei, ohne größere Schäden zu hinterlassen. Dort wurde die Feuerwehr lediglich zweimal alarmiert.

    Zu erheblichen Verkehrsbehinderungen ist es am Dienstagnachmittag auch in der Vollmersbachstraße in Idar-Oberstein gekommen. Der Vollmersbach war über die Ufer getreten, und das braune Wasser lief die Fahrbahn bis zum OIE-Kreisel hinunter. Baubetriebshof und Feuerwehr konnten den Bachlauf jedoch wieder freilegen, sodass der Bach in seinem Bett blieb. Für die Dauer der Maßnahmen musste die Vollmersbachstraße teilweise für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.

     

    Der starke Anstieg des Nahepegels von normal 100 bis 120 Zentimeter auf mehr als 2,30 Meter am Pegel Oberstein in der Nacht auf Mittwoch brachte auch die neue Radwegebrücke bei Hammerstein an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit - beziehungsweise sogar knapp darüber. Gestern Morgen hing die Brücke bedenklich schief in der Strömung, was viele Anwohner und Zaungäste dazu bewog zu glauben, das Bauwerk sei beschädigt. Doch Volker Hauschild von der Bauabteilung der Kreisverwaltung gibt Entwarnung: "Bis auf ein paar verbogene Bleche ist nichts passiert." Die Brücke habe genau das getan, was sie sollte - nämlich mit dem Hochwasser aufschwimmen. Allerdings waren die Kräfte des Flusses offenbar doch stärker als berechnet, so dass der Bug der Schwimmbrücke unter die Wasserlinie geriet. Die Folge war, dass die beidseitig angebrachten Zugangsbleche verbogen wurden. "Da müssen wir im Frühjahr bei Niedrigwasser nacharbeiten, damit die Brücke auch bei einem solch hohen Wasserstand reibungslos aufschwimmt", sagte Hauschild gegenüber der NZ. Die Feuerwehr hat gestern Morgen bereits große Mengen Treibgut, zum Teil Baumstämme von zwei Meter Länge, entfernt, entfernt, die zusätzlichen Druck auf die Brücke brachten.

    Bis die Schleppbleche ersetzt sind, und das geht erst ab einem Pegelstand von unter 1,20 Meter, bleibt die Brücke gesperrt. Das erste Hochwasser des Jahres hatte die Aufschwimmbrücke im Januar gut weggesteckt, obschon Volker Hauschild bereits da konstatiert hatte: "Der Schwimmkörperbug taucht tiefer ins Wasser ein als das Heck. Das sollte so nicht sein."

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