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    NiederbrombachNiederbrombachs nächstes Großbauprojekt: Neue Brücke über den Schwollbach geplant

    "Habt ihr gut gemacht!" So lautete am Dienstagabend die Schlussbemerkung einer Niederbrombacherin, die zur Einwohnerversammlung ins Gasthaus Ruppenthal gekommen war. Sie und rund 30 andere Mitbürger hatten zuvor zwei Vorträge erlebt, bei denen es um Verbrecher und das Thema erneuerbare Energien ging, und zudem erfahren, was sich in diesem Jahr alles im 500-Einwohner-Ort bewegt hat und welche Vorhaben die Gemeinde in naher Zukunft anpacken will. Ein Verkehrsprojekt, das vielleicht schon 2018 oder 2019 umgesetzt werden kann, ist der Neubau einer Brücke, die in der Lindenstraße über den Schwollbach führen soll.

    Die Brücke, die sich in der Niederbrombacher Lindenstraße über den Schwollbach spannt, ist in die Jahre gekommen und zudem wegen einer Gewichtsbeschränkung nicht für alle Fahrzeuge zugelassen. Das soll sich durch einen Neubau ändern. Foto: Reiner Drumm
    Die Brücke, die sich in der Niederbrombacher Lindenstraße über den Schwollbach spannt, ist in die Jahre gekommen und zudem wegen einer Gewichtsbeschränkung nicht für alle Fahrzeuge zugelassen. Das soll sich durch einen Neubau ändern.
    Foto: Reiner Drumm

    Am bestehenden Bauwerk in der Nähe der früheren Raiffeisenbank hat der Zahn der Zeit arg genagt, sie ist außerdem nur für Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu fünf Tonnen zugelassen, Laut Brombacher hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Bad Kreuznach inzwischen anerkannt, dass die gemeindeeigene Lindenstraße eine wichtige verkehrliche Bedeutung hat, da sie für den Fall, dass die B 41 im Ort nicht passierbar ist, als Entlastungsstraße dient.

    Insofern könne die Kommune möglicherweise mit einem Zuschuss von 60 bis 70 Prozent rechnen, wenn sie in der Lindenstraße eine neue Brücke bauen lässt. Diese wäre dann für alle Fahrzeuge ohne Gewichtsbeschränkung nutzbar. Die entsprechenden Förderanträge sollen bald gestellt werden. Wie hoch die Kosten für die neue Brücke sind, lasse sich aktuell noch nicht sagen, beantwortete Brombacher eine Frage aus der Zuhörerrunde, fügte dann aber hinzu: "Wir reden hier über einen Betrag weit unter 500 000 Euro."

    Niederbrombachs Hauptschlagader ist und bleibt jedoch die durch den Ort führende B 41. Während an anderer Stelle, in Martinstein, nun doch der Bau einer Umgehungsstraße ein deutliches Stück näher gerückt ist, hat sich an der Sachlage in Niederbrombach wenig geändert.

    Wie in der NZ mehrfach berichtet, wird die Umgehung Rötsweiler-Oberbrombach-Niederbrombach im neuen Bundesverkehrswegeplan in die Kategorie "Weiterer Bedarf mit Planungsrecht" eingestuft. An eine schnelle Verwirklichung dieses Vorhabens - der LBM taxiert die voraussichtlichen Kosten für die knapp neun Kilometer lange Umgehungsstraße auf 52 Millionen Euro - glaubt Ortschef Bernd Brombacher aber nicht. Seiner Einschätzung nach "passiert da vor 2030 nichts".

    Dass er damit nicht allein steht, machte der lapidare Einwurf eines Bürgers beim Infoabend deutlich. Der setzte noch einen drauf und meinte: "Wenn dort angefangen wird, liege ich schon 20 Jahre auf dem Friedhof." Bernd Brombacher bleibt bei seinem Standpunkt, den er kürzlich in unserer Zeitung schon einmal geäußert hat: Schneller und auch kostengünstiger würde Niederbrombach entlastet, wenn es zum Beispiel durch eine Mautpflicht gelingen würde, den zwischen Idar-Oberstein und der A 62-Auffahrt Birkenfeld rollenden Schwerlastverkehr umzuleiten - und zwar ab Hammerstein über die ortsdurchfahrtfreie L 176 bis zur A 62-Auffahrt Freisen. Für diesen Wunsch erntete Brombacher in der Sitzung von mehreren Anwesenden Zustimmung.

    Auf eine Anerkennung seitens des Landes hoffen die Niederbrombacher im Hinblick auf ihr Bestreben, künftig den Status einer Schwerpunktgemeinde zu erhalten. Bei Projekten zur weiteren Ortsentwicklung gäbe es dann die Chance auf mehr finanzielle Hilfe und einen verbesserten Zugriff auf die Zuschusstöpfe, die das Land zur Verfügung stellt. Dieses Geld könnte die Gemeinde dann nutzen, um aus dem Wiesengelände hinter dem Feuerwehrgerätehaus und dem Spielplatz einen attraktiven Platz mitten im Dorf zu machen.

    Gemessen an diesen Zukunftsplänen für Projekte, waren die Investitionen der vergangenen Monate sehr bescheiden. Die Kommune hat sich einen Rasenmähertraktor und eine Motorheckenschere gekauft. So gut wie abgeschlossen ist die Sanierung der Grillhütte auf dem Dorfplatz Niederwies, die anlässlich des Knutfests am 15. Januar offiziell wieder eröffnet wird.

    In ihrem Haushalt hatte die Gemeinde für diese Renovierung einen Betrag von 10 000 Euro eingestellt. Da es aber einen 2000-Euro-Zuschuss der OIE gab, mehrere Firmen aus dem Ort und der Nachbarschaft Arbeiten auf Spendenbasis vorgenommen und zudem die Bürger auch teils tatkräftige Hilfe in Eigenleistung erbracht haben, wird die Gemeindekasse für dieses Projekt voraussichtlich nur mit 6500 Euro belastet. Das animierte Ortsbürgermeister Bernd Brombacher abschließend zu der scherzhaften Bemerkung: "Ich würde sagen, im Vergleich zum Bau der Elbphilharmonie in Hamburg oder dem Berliner Flughafen sind wir in Niederbrombach mit unserem Geld ganz gut ausgekommen."

    Extra

    Polizeiexperte zum Thema Hauseinbrüche: Melde- und Warnanlagen aus dem Handel bieten keinen effektiven Schutz

    Dass beim Infoabend in Niederbrombach Dirk Hartenberger vom Polizeipräsidium Trier den Bürgern Tipps zum besseren Schutz vor Einbrechern geben sollte, war von langer Hand geplant. Das Thema hatte durch aktuelle Ereignisse aber noch zusätzlich an Bedeutung gewonnen. In den zurückliegenden zwei Wochen waren Kriminelle im Ort in ein Haus eingestiegen, ein zweiter Einbruchsversuch scheiterte. Hartenberger, der im Polizeipräsidium der Abteilung Zentrale Prävention angehört, zeigte dem Publikum im Gasthaus Ruppenthal zunächst anhand eines Films, dass es im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht ist, in ein Haus einzudringen. Denn selbst ein neunjähriges Mädchen hatte keine Minute gebraucht, um mit einem langen Schraubenzieher ein Fenster aufzuhebeln. Hartenberger lieferte anschließend viele Zahlen und Fakten, wie, wo und wann die Täter vorgehen. Doch wie kann man sich besser vor diesen Dieben schützen? Quintessenz der Ausführungen Hartenbergers war, dass dies effektiv nur gelingt, wenn man mechanische Sicherheitsmaßnahmen vornimmt. Das heißt: Beim Einbau oder beim Nachrüsten von Fensterscheiben, Fensterbeschlägen oder Haustüren sollten sich Hauseigentümer Produkte kaufen, die laut DIN-Norm eine geprüfte und zertifizierte Widerstandsklasse haben, also nicht so leicht zu zerschlagen oder aufzuhebeln sind. Dezidiert war Hartenbergers Urteil, was die Wirkung von Einbruchsmeldeanlagen und ähnlichen Produkten angeht, die im Handel und vor allem bei vielen Discountern angeboten werden. Zu deren Nutzen meinte Hartenberger nur: "Das Geld können Sie sich sparen." Er wies darauf hin, dass das Polizeipräsidium Trier Hauseigentümern eine kostenlose und individuelle Schwachstellenanalyse anbietet. Wer diese in Anspruch nehmen will, kann sich mit der Polizei wegen eines Termins unter Telefon 0651/977 912 56 oder E-Mail an beratungszentrum.trier@polizei.rlp.de in Verbindung setzen.

    Im zweiten Vortrag stellte Herbert Leyser von der VG-Verwaltung die Stiftung "Sonne für Birkenfeld" vor, die seit ihrer Gründung 2011 etwa 35 Fotovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden in der VG sowie eine große Freilandsolarfläche bei Gimbweiler errichtet und sie an die Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) "Erneuerbare Energien" verpachtet hat. Diese ist Betreiberin der Anlagen.

    Von unserem Redakteur Axel Munsteiner

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