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    ReichenbachMuseumstag Reichenbach: Ein besonderer Herd und 14 verschwundene Dörfer

    Gleich zweimal können die Teilnehmer an einer vonseiten der Verbandsgemeindeverwaltung und Ortsgemeinde Reichenbach organisierten Wanderung Kultur pur erleben: Dies wird sowohl auf den 14 Stationen des Themenwanderwegs als auch im Ofenmuseum möglich sein. Die von der Naheland Touristik im Rahmen des Nahe-Wandersommers angebotene Wanderung ist auf Sonntag, 25. Juni, um 9.30 Uhr terminiert. Anders als in den Vorjahren, als die Besichtigung des Ofenmuseums den Abschluss der Tour bildete, wird nach der Besichtigung des Ofenmuseums in diesem Jahr dort die Wanderung gestartet.

    Um diesen seltenen Küchenherd, der um 1870 hergestellt wurde und somit der Gründerzeit zuzuordnen ist, hat das Ehepaar Lengler die großartige Ausstellung im Reichenbacher Ofenmuseum in diesem Jahr erweitert.  Foto: Gerhard Müller
    Um diesen seltenen Küchenherd, der um 1870 hergestellt wurde und somit der Gründerzeit zuzuordnen ist, hat das Ehepaar Lengler die großartige Ausstellung im Reichenbacher Ofenmuseum in diesem Jahr erweitert.
    Foto: Gerhard Müller

    Das Ehepaar Lengler hat seine großartige Ausstellung mit rund 40 antiken Öfen und Herden aus drei Jahrhunderten und hochinteressanten Industriegemälden um ein Exponat ergänzt: einen sehr seltenen Küchenherd, der um 1870 hergestellt wurde und somit der Gründerzeit zuzuordnen ist. Die Besonderheit des neusten Ausstellungsstückes sind die beiden Feuerstellen und das mehr als 20 Liter Tankinhalt umfassende Wasserschiff. Der Landherd aus dem Eisenwerk Holzhausen bei Homburg ist mit der typischen Gründerzeitverzierung versehen. Der Herd wurde explizit für Gegenden hergestellt, in denen nicht allzu viel hochwertiges Holz wie Buche oder Eiche zu finden war.

    So wurde die zweite Feuerstelle ausschließlich zum Schüren von minderwertigem Holz verwandt. Als Sonderausstellung ist in diesem Jahr jede Menge Kinderspielzeug zu bewundern. Mit dieser zusätzlichen Ausstellung, die das Betreiberehepaar Lengler unter das Motto „Ohne Spielzeug wird keiner groß“ gestellt hat, werden insbesondere bei den älteren Besuchern ganz viele Erinnerungen geweckt. Und die Jugendlichen werden erstaunt sein, mit welch einfachem und doch sehr schönem Spielzeug ihre Omas und Opas vor 50 bis 70 Jahren gespielt haben. Zu sehen sind auch sechs Herdmodelle mit Kochgeschirr aus den 30er- bis 50er-Jahren, das damals als Kinderspielzeug im Einsatz war.

    Im Ofenmuseum hat die Familie Lengler für alle Wanderer einen Snack als zweites Frühstück vorbereitet. Nach der Besichtigung im Museum führt Ernst Schmitz die Gruppe auf die rund zwölf Kilometer lange Schleife rund um Reichenbach. Die 2011 von Fritz Kunz angelegte Wanderstrecke führt nicht über den Truppenübungsplatz. Auf insgesamt 14 Stationen sind Relikte in Erinnerung an die durch die Entstehung des Truppenübungsplatzes 1937 verschwundenen 14 Dörfer angelegt.

    Immer wieder sind die Wanderer von den Aussichten begeistert, die bei klarem Wetter zu genießen sind. Zur Stärkung wird unterwegs eine Verpflegungsstation aufgebaut sein. Durch die kommunale Zusammenarbeit der neu gegründeten Westricher Nahetalgemeinden wird den Einwohnern von Frauenberg, Sonnenberg, Kronweiler und Nohen ein ganz besonderer Service angeboten. Für sie steht ein Shuttlebus bereit, der sie zur Wanderung nach Reichenbach bringt und auch wieder nach Hause fährt. Der Shuttlebus startet seine Tour in Frauenberg. Dort werden um 9 Uhr die Wanderwilligen an der Bushaltestelle in der Ortsmitte abgeholt. In Sonnenberg hält der Bus um 9.10 Uhr an der Bushaltestelle neben dem Glockenturm, und in Kronweiler ist für 9.20 Uhr ein Stopp an der Bushaltestelle am ehemaligen Dreschplatz geplant. In Nohen wird der Bus am Bahnhof den ankommenden Schienenverkehr aus Richtung Idar-Oberstein (9.31 Uhr) und aus Richtung Baumholder (9.32 Uhr) abwarten, um dann den Treffpunkt Ofenmuseum anzusteuern. So können auch Auswärtige mit der Bahn bis Nohen reisen und von dort in den wartenden Shuttlebus umsteigen.

    Für die Rückfahrt haben die Gäste aus den benachbarten Orten sowie die Bahnreisenden zwei Möglichkeiten: um 16.15 Uhr, also direkt nach der Wanderung, oder eine Stunde später, um 17.15 Uhr. Auch diese beiden Zeiten sind an die Abfahrtszeiten der Züge am Bahnhof in Nohen angepasst. Der zweite Abfahrtstermin wird in erster Linie den Wanderern angeboten, die sich auch zum Abschlussessen angemeldet haben. Angeboten wird Fleisch vom Grill. Alle Wanderer, die den Shuttlebus in Anspruch nehmen, müssen sich für den Bustransfer nicht extra anmelden, sie sollten einfach nur zur angegebenen Uhrzeit an der Bushaltestelle stehen. Auch für die Teilnahme an der Wanderung selbst ist eine Anmeldung nicht erforderlich. Lediglich für das angebotene Abschlussessen auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses ist eine Anmeldung vonnöten.

    Essensbestellungen sind bei der VGV Baumholder unter der Telefonnummer 06783/8116 oder bei Ortsbürgermeister Olaf Schmidt bis spätestens Freitag, 23. Juni, vorzunehmen.

    Von unserem Mitarbeiter Gerhard Müller

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