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  • Landes-CDU stellt Nationalpark nicht (mehr) infrage - NZ-Gespräch mit Philipp zu Gutenberg

    Kempfeld. Die CDU stellt den Nationalpark Hunsrück-Hochwald nicht (mehr) infrage: Das versicherte Philipp zu Guttenberg, der im Kompetenzteam von Spitzenkandidatin Julia Klöckner für die Felder Umwelt und Forsten zuständig ist, im Gespräch mit unserer Zeitung. Dass sie ausgerechnet den Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände auserkoren hatte, wurde im Nationalparkgebiet aufmerksam registriert. Das passte für viele zu den von der Landtagsfraktion bei den Haushaltsberatungen im November propagierten finanziellen und strukturellen Einschnitten.

    Typisch für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald: Eine urtümliche Landschaft mit Felsen, alten Buchen und viel Moos. Foto: Gerhard Hänsel
    Typisch für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald: Eine urtümliche Landschaft mit Felsen, alten Buchen und viel Moos.
    Foto: Gerhard Hänsel - Gerhard Hänsel

    Von Kurt Knaudt

    Philipp zu Guttenberg.  Foto: Hosser
    Philipp zu Guttenberg.
    Foto: Hosser - Hosser

    Doch davon war gestern im "Hunsrücker Fass" in Kempfeld direkt am Premiumschutzgebiet elf Tage vor dem Wahltermin keine Rede mehr: Landtagsabgeordnete Susanne Schneider, Vorsitzende des Umweltausschusses, kann die Aufregung um die CDU-Pläne ohnehin nicht nachvollziehen. "In unserem Wahlprogramm steht doch klar drin, dass wir uns zum Nationalpark und dessen Fortentwicklung bekennen." Wie das beispielsweise in punkto Finanzausstattung konkret aussehen soll, bleibt allerdings offen - ebenso wie die Frage, ob das Nationalparkamt eigenständig bleiben oder in die Forstverwaltung eingegliedert wer- den soll. Ihm gehe es vor allem darum, den Nationalpark so zu fördern, "dass er seine volle Strahlkraft optimal entfaltet", betonte zu Guttenberg. "Dafür sehe ich gute Chancen." Allerdings bedürfe es dazu eines schlüssigen, eng mit den Entscheidungsträgern der Region und der Bevölkerung abgestimmten Gesamtkonzepts. Der Park ist für ihn da nur ein Puzzlestein, in Kombination mit der Regionalentwicklung aber zugleich "ein spannendes Zukunftsprojekt".

    Es reiche allerdings nicht, ihn zu eröffnen und die Region dann im Regen stehen zu lassen, schaltet der 42-Jährige in den Wahlkampfmodus. Er plädiert für ein "intelligentes Maßnahmenbündel" - und zwar angelehnt an den 10-Punkte-Plan, den die Region der Landesregierung als Voraussetzung für die Zustimmung zum Nationalpark übermittelt hatte. Dazu gehören der Breitbandausbau, eine bessere Verkehrsanbindung und ein Tourismuskonzept. Bisher werde da leider nur gekleckert statt geklotzt, ist sich zu Guttenberg mit dem Birkenfelder Landrat Matthias Schneider (CDU) einig.

    "Wir brauchen weniger Symbolpolitik, sondern mehr Taten", postulieren beide im Schulterschluss. Er bezweifle nicht den naturschutzfachlichen Nutzen des Nationalparks, sagt Philipp Franz Maria Antonius Friedrich Wilhelm Emanuel Johannes Freiherr von und zu Guttenberg, wie der jüngere Bruder des als Politiker abgestürzten früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor mit vollem Namen heißt. Unter Naturschützern hat der einem fränkischen Adelsgeschlecht entstammende Eigentümer zweier Forstbetriebe, der bisher landes- oder gar bundespolitisch nicht in Erscheinung getreten ist, aber keinen guten Ruf. Der Nabu hat ihm im Dezember den Negativpreis "Dinosaurier des Jahres" zuerkannt, weil er sich gegen eine natürliche Waldentwicklung sträube.

    Stünde er denn im Fall eines Wahlsiegs der CDU überhaupt als Minister zur Verfügung: "Selbstverständlich, sonst wäre ich ja nicht hier", antwortet der Land- und Forstwirt ohne Zögern. "Wenn man mich fragt, wäre ich bereit." Dann werde er den Nationalpark noch oft besuchen, kündigt er an - vielleicht auch mal gemeinsam mit Julia Klöckner, deren Antrittsbesuch bisher noch aussteht.

    KOMMENTAR: Kurt Knaudt zum Haltungswechsel der Landes-CDU
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