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    BirkenfeldKunst auf dem Schulhof hielt nur eine Woche

    Nicht nur das Ergebnis wochenlanger, anstrengender Arbeit - teils in Freistunden und in den Sommerferien - liegt in Trümmern. Sieben Schüler des Birkenfelder Gymnasiums sind zunehmend frustriert.

    Figuren, gefertigt vom Leistungskurs, sollten den Hof schmücken.
    Figuren, gefertigt vom Leistungskurs, sollten den Hof schmücken.

    Von unserem Redakteur Klaus-Peter Müller

     Aus Gasbetonsteinen hatten die Teilnehmer des Leistungskurses Kunst der MSS 11 Tiermotive modelliert. Die Skulpturen sollten den Schulhof verschönern. Doch dann trafen, wie es die Mitschülerinnen Jana Korb und Julia Schunath in einer Art Hilfeschrei an die Lokalzeitung formulierten, "Herzblut und Kunst auf Vandalismus". Die Aktion des Kunstleistungskurses war als Beitrag zur weiteren Ausgestaltung des Schulhofs gedacht, berichtet Marianne Bötel-Schmidt, seit 25 Jahren Kunsterzieherin am Birkenfelder Gymnasium. Doch die Mühen ihrer Schüler endeten in Enttäuschung. Am Freitag nach den Sommerferien war die erste Figur auf dem Schulhof installiert wurden. Eine Woche später war sie bereits demoliert.

    Die etwa 60 Zentimeter große Eule aus Ytong, wie die Männer vom Bau den porösen Stein nennen, war offensichtlich "geköpft" worden. Doch die Respektlosigkeit hatte damit kein Ende. Am darauf folgenden Wochenende wurden zwei weitere Plastiken Opfer von Vandalismus. Die Spuren der Zerstörung und Einzelteile der Figuren waren auf dem gesamten Schulgelände verstreut.

    Die Polizei, "zufällig" wegen einer anderen Sachbeschädigungen auf dem Gelände der benachbarten Förderschule vor Ort, nahm den Schaden gleich mit auf. Der Schulleiter erstattete Anzeige. Dass dies etwas bringt, glaubt kaum einer der Betroffenen. Der Pausenhof ist nicht abgesperrt und damit quasi öffentlicher Raum, wo sich insbesondere übers Wochenende gern jugendliche Cliquen treffen. Fünftklässler, die zur Tatzeit Fremde auf den Hof gesehen haben, werden kaum zur Aufklärung beitragen.

    Aber die Schüler, zu deren Sprecher Jana Korb und Julia Schunath gemacht wurden, wollen sich zumindest den Glauben erhalten, dass solche Ausstellungen möglich sind ohne Angst vor der Zerstörungswut von Menschen, die sich in ihrer Freizeit langweilen. Die Schulgemeinschaft, vor allem die jüngeren Klassenstufen, die schon eine "Beziehung" zu den "Tiere"n aufgebaut hatten, will die Hoffnung auf Hinweise aus der Öffentlichkeit nicht aufgeben.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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