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    Idar-ObersteinIdar-Oberstein: Theatersommer bricht mit Konventionen

    Elf Produktionen, darunter ein Flamenco-Doppelabend, werden beim diesjährigen Theatersommer gezeigt. Neben dem Schloss Oberstein, das als traditionelle Spielstätte in diesem Jahr wieder zur Verfügung steht und sechsmal Aufführungsort sein wird, und dem Stadttheater, dessen Bühne dreimal bespielt wird, ist es erneut gelungen, für ungewöhnliche Produktionen ungewöhnliche Spielstätten zu finden.

    Vertreter der Stadt als Ausrichter sowie Sponsoren präsentieren vor der OIE-Verwaltung das Programm des diesjährigen Theatersommers.  Foto: Hosser
    Vertreter der Stadt als Ausrichter sowie Sponsoren präsentieren vor der OIE-Verwaltung das Programm des diesjährigen Theatersommers.
    Foto: Hosser

    Von unserem Reporter Jörg Staiber

    Schon beinahe Routine ist das für das Theater Anu, das mit Produktionen wie dem "Lichterfluss" auf der Nahehochstraße oder im vergangenen Jahr "MoraLand" auf einer Brache des Gewerbeparks Nahetal geradezu spezialisiert ist auf ungewohnte Lokalitäten. Das ist auch in diesem Jahr nicht anders: Mit ihrer Produktion "Schattenwald" geht es vom Wanderparkplatz Pfaffenwald in Göttschied aus in den nächtlichen Wald, wo die Zuschauer ebenso Märchenhaftes wie Unheimliches erwartet.

    Bundeswehrsoldaten als Zielgruppe

    "Ich diene Deutschland; das hast du doch gewusst" ist ein Dokumentartheater mit Vanessa Daun, bei dem es um die daheim gebliebenen Frauen und Freundinnen von Bundeswehrsoldaten, die zu Auslandseinsätzen geschickt werden, geht. Das intermediale Bühnenprojekt, das in der Garnisonsstadt Idar-Oberstein sicherlich eine besondere Bedeutung hat, wird im Barbarasaal der Rilchenberg-Kaserne gezeigt. Bewusst habe man als Aufführungstage den Dienstag und Mittwoch gewählt, erläuterte Kulturreferentin Annette Strohm bei der Vorstellung des Programms, um auch möglichst vielen Bundeswehrsoldaten den Besuch der Vorstellungen zu ermöglichen. Noch einmal in die Politik der Gegenwart geht es bei "Wie Europa gelingt. Eine EU-Familienaufstellung", in der Katja Hensel und ihr Team auf ganz besondere Weise versuchen, Interesse für die oftmals als trocken und undurchschaubar geltende Europapolitik zu wecken.

    Gleich drei Tanzproduktionen werden im diesjährigen Programm präsentiert. In einem hochklassigen Flamenco-Doppelabend wird der Bogen von den klassischen Ausdrucksformen zu modernen Interpretationen der Musik und des Tanzes geschlagen. In anderer Weise werden zeitgenössische und traditionelle Kunst bei dem Tanztheater "Die vier Jahreszeiten" vereint, das Spellbound Contemporary Ballet nähert sich mit Formen des modernen Tanzes dem barocken Klassiker von Vivaldi. Die das Festival beschließende Tanzperformance "My Everlasting" zeigt mit den Mitteln des Tanzes das intime Porträt eines Paars.

    Immer hat sich der Theatersommer auch speziellen Ausdrucksformen des Theaters gewidmet. In diesem Jahr begibt sich das beim hiesigen Publikum durch etliche Produktionen bekannte N. N. Theater aus Köln mit "Nosferatu" auf die Spuren des berühmten Stummfilmklassikers von Friedrich Murnau und greift dabei die besondere Schwarz-Weiß-Ästhetik, die den Film zu einem Schlüsselwerk des filmischen Expressionismus gemacht hat, auf. Einen besonderen Stellenwert bei dieser "sprachlosen" Inszenierung nimmt die von Antje von Wrochem komponierte Livemusik ein.

    Ein Puppentheater der ganz anderen Art präsentieren Theater Thalias Kompagnons mit ihrem "Macbeth für Anfänger". Darin geht es um einen vom Ehrgeiz besessenen Puppenspieler, der eine Aufführung von Shakespeares "Macbeth" plant. Als die alten Kasperlepuppen erfahren, dass sie nicht mitspielen dürfen, bahnt sich eine blutige Tragödie wahrhaft shakespearschen Ausmaßes an.

    Literarische Reise mit Bella Block

    Bedeutend lustiger wird es dagegen mit Peter und Mireille, die in das "Land des Lächelns" seliger 70er-Jahre-Schlagerseligkeit entführen. Der prominenteste Gast des diesjährigen Theatersommers ist die (nicht nur) als Bella Block bekannte Schauspielerin Hannelore Hoger. Sie nimmt die Besucher mit auf eine mal heiter-witzige, ironische und auch nachdenklich-melancholische literarische Reise rund um das Thema Liebe. Neben Tanja Blixens "Der Ring" liest sie im ersten Programmteil Abschiedsbriefe berühmter Frauen, die von Sibylle Berg herausgegeben wurden. Hier kommen Marlene Dietrich und Rebecca West ebenso zu Wort wie auch Paula Modersohn-Becker und Alma Mahler-Werfel. Der zweite Programmteil gehört Texten von Alexander Kluge und Kurt Tucholsky. Musikalisch wird das Programm von Siegfried Gerlich mit Werken von Gershwin, Debussy und Schumann am Klavier umrahmt.

    Nähere Informationen zum Programm, den einzelnen Produktionen und Eintrittspreisen gibt es auf der städtischen Internetseite www.idar-oberstein.de. Karten sind erhältlich bei der Tourist-Information Idar-Oberstein, den Buchhandlungen Carl Schmidt & Co., Schulz-Ebrecht, M&R und beim Wochenspiegel sowie im Internet unter www.ticket-regional.de

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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