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    Harter Job für die Stimmenzähler

    VG Birkenfeld. Zu einer Gedulds- und Nervenprobe entwickelte sich das Auszählen der Wahlzettel in der Verbandsgemeinde Birkenfeld. Wenige Helfer, Probleme mit der Technik, Schwierigkeiten beim Abspeichern und der ein oder andere Zahlendreher führten dazu, dass etwa das Resultat der VG-Ratswahl der Redaktion erst am Montagabend um 23.24 Uhr vorlag.

    Sie mussten in den vergangenen Tagen in der Birkenfelder Verwaltung Schwerstarbeit verrichten (von links): Wahlleiterin Theresia Kronenberger, Büroleiter Bernd Fischer, Michael Rosar, Thomas Grünewald, Sarah Scherer und Florian Schmidt.  Foto: Reiner Drumm
    Sie mussten in den vergangenen Tagen in der Birkenfelder Verwaltung Schwerstarbeit verrichten (von links): Wahlleiterin Theresia Kronenberger, Büroleiter Bernd Fischer, Michael Rosar, Thomas Grünewald, Sarah Scherer und Florian Schmidt.
    Foto: Reiner Drumm

    Von unserem Redakteur Andreas Nitsch

    Und Dienstagmorgen tauchten plötzlich neue Schwierigkeiten auf. Da hieß es, die Sitzverteilung könnte sich noch ändern. Aber der Reihe nach: Besonders viele Kreuze konnte der Bürger auf den Wahlscheinen für den Kreistag (42) und für den VG-Rat (32) machen - insgesamt 74. Dementsprechend mühselig war auch die Auswertung. "Die circa 620 in den Wahllokalen eingesetzten Wahlhelfer waren weiß Gott nicht zu beneiden", sagt Theresia Kronenberger, die bei der VG-Verwaltung die Wahl koordiniert. Besonders zu kämpfen hatten die Helfer, die sich die Briefwahlunterlagen vorzunehmen hatten. Allein in der Stadt Birkenfeld gab es 1050 Briefwähler. Da kann man sich leicht ausrechnen, welche Mammutaufgabe zu bewältigen war. Theoretisch mussten allein für den Kreistag mehr als 40 000 Kreuze gezählt und überprüft (oft sogar doppelt), mit den Wählerlisten abgeglichen und in den PC eingegeben werden. "Da wird man doch rammdösig", bescheinigt ein Beobachter - völlig zu Recht. Da muss nur ein Kreuz irrtümlich falsch eingegeben werden, und die ganze Arbeit ist umsonst gewesen. Zwar spuckt das spezielle Wahlprogramm, dass die Verwaltungen landesweit nutzen, Fehlermeldungen aus. Doch auch die Korrekturen kosten wertvolle Zeit. Da geht nach und nach die Konzentration flöten - erst recht, wenn bereits acht, neun oder gar zehn Stunden gezählt und ausgewertet wurde. Da war es nicht verwunderlich, dass die Birkenfelder Briefwahlergebnisse erst spät ins Endresultat einfließen konnten.

    Wenn dann aber noch ein ganz menschlicher Fehler geschieht und bei der Übermittlung eines Wahlergebnisses an den Wahlleiter in der Gemeindekennziffer ein Zahlendreher eingebaut wird, dauert die ganze Prozedur noch länger.

    Eine Ortsgemeinde hatte mit ganz anderen Tücken zu kämpfen. Dort fanden sich nicht genügend Helfer, sodass mit dem Auszählen nach dem Abbruch am Sonntagabend erst am Montag gegen 17 Uhr weitergemacht werden konnte. Auch dieses Resultat fand erst spät den Weg ins Gesamtergebnis.

    Kuriosum auch in einer weiteren Gemeinde: Die Helfer sollten das Ergebnis auf einen speziell vorbereiteten Stick - das ist ein Speichermedium - kopieren und den Stick ins Rathaus nach Birkenfeld bringen. Dort angekommen, waren auf dem ersten Stick keine Daten zu finden, auf dem zweiten ebenfalls nicht. Später stellte sich heraus, dass die ehrenamtlichen Helfer die Dateien nicht auf dem Stick, sondern auf dem Wahlcomputer abgespeichert hatten. Der war aber mittlerweile wieder verpackt und ebenfalls auf dem Weg in die Verwaltung in Birkenfeld, wo er ein weiteres Mal aufgebaut und hochgefahren wurde, um an die wertvollen Zahlen zu gelangen.

    Doch um 23.24 Uhr kann Theresia an die Nahe-Zeitung schreiben: "Hallo, hier endlich das Ergebnis VG-Rat." Die Freude auf beiden Seiten währt nur bis zum Dienstagmorgen. Das Unternehmen, das die Verwaltungen landesweit mit dem Wahlprogramm versorgt, teilt mit, dass es bei der Softwareaktualisierung am Freitag Probleme gegeben habe, sodass unter Umständen einige Stimmen nicht gezählt worden seien. Die Folge: Die Sitzverteilung in den einzelnen Gremien könnte sich noch ändern. Eine für gestern angekündigte Softwareaktualisierung zur Bereinigung der Fehler in der Sitzverteilung wurde gestern um 16.30 Uhr von diesem Unternehmen bereitgestellt.

    Für Theresia Kronenberger und ihre Mitstreiter ist die Wahl - ihre erste in dieser Funktion - allerdings noch längst nicht vorbei. Die Stichwahl in Hoppstädten-Weiersbach muss vorbereitet werden. Allein dort gibt es 550 Briefwähler, die auf ihre Unterlagen warten. Die Stimmzettel zur Stichwahl wurden gestern von der Verwaltung gedruckt; heute werden sie wohl verschickt. Da kommt der morgige Feiertag ungelegen, denn auch die entsprechenden Bekanntmachungen müssen veröffentlicht werden.

    Und nicht zuletzt will auch die Wiederholungswahl in Rimsberg in die Wege geleitet werden, die wohl erst im August stattfindet. Aber damit kann sich Theresia Kronenberger etwas mehr Zeit lassen.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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