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    MittelreidenbachGraffiti-Sprayer beschmieren ein ganzes Dorf

    Ein ganzes Dorf ist in heller Aufruhr: Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zu Freitag in Mittelreidenbach nicht nur zahlreiche Fahrzeuge und Hauswände mit roter und blauer Farbe besprüht. Auch Briefkästen, Mülltonnen, Blumenkübel, Fenster und Rollläden wurden zum Ziel der nächtlichen Sprüher. In zwei Fällen wurden auch Hakenkreuze an Wänden angebracht.

    Das teilte die Polizei Idar-Oberstein auf Nachfrage mit. Am Freitagnachmittag waren dort bereits 85 Strafanzeigen eingegangen - Tendenz zunehmend. Die Polizei war am Vormittag mit bis zu acht Beamten im Einsatz, um die Fälle aufzunehmen.

    Auch Katrin Hüster ist betroffen. Sie war einer der ersten Bürger, die das Dilemma in der Frühe entdeckten. Ihr Auto und das ihres Lebensgefährten waren ebenfalls beschmiert, zudem die Fassade des Hauses, in dem das Paar wohnt. "Hier in der Hauptstraße gibt es kaum ein Gebäude oder Grundstück, das nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde", sagt sie. Die Frau vermutet, dass Jugendliche aus dem Ort die Taten vorbereitet und schließlich ausgeübt haben. "So etwas macht nicht irgendein Besoffener", ist sie überzeugt. Auch einen Fremden schließt sie als Täter aus.

    Die Polizei hält sich in diesem Punkt noch völlig zurück, konnte zum derzeitigen Stand der Ermittlungen nichts sagen. "Wir sind hier noch in der einer ganz chaotischen Phase", sagte ein Polizeisprecher. Permanent riefen Opfer aus Mittelreidenbach an, die jetzt erst einen Schaden entdeckt hätten, hieß es. "Das wird wohl noch das ganze Wochenende so weitergehen." Erst am Montag oder Dienstag könne man wohl die Sachlage ordnen.

    Die Täter haben wahllos zumindest in den Straßen Hauptstraße, Deichgraben, Auf der Acht und Eckwiesstraße an Fahrzeugen und allerlei Gegenständen die Farbe angebracht, die nur schwer oder gar nicht zu entfernen ist. Ob noch weitere Straßen ebenfalls betroffen sind, werde sich in den nächsten ein bis zwei Tagen herausstellen. Zudem wurden Kennzeichen von Fahrzeugen teilweise bis zur Unkenntlichkeit besprüht. So viel steht jetzt schon fest: Die Täter werden sich in mehreren Fällen strafrechtlich zu verantworten haben.

    Ortsbürgermeister Reimund Steitz war bereits in aller Herrgotts Frühe zu einem Auswärtstermin aufgebrochen. Seine Frau Barbara war allerdings schockiert. "Zum Glück kamen die Täter nicht bis hier in die Straße Auf der Höhe", sagte sie. Gleichzeitig kann sie mit ihren Mitbürgern mitfühlen, ihre Wut verstehen. "So etwas ist doch unfassbar", sagte sie. Es ist gut möglich, dass die Zahl der Schadensfälle die 100 erreicht.

    Von unserem Redakteur Andreas Nitsch

     

    • Die Polizei Idar-Oberstein bittet um um Hinweise unter Telefon 06781/5610.

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    Idar-Oberstein Birkenfeld
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