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    Idar-ObersteinGesundheit ist wichtiger Produktionsfaktor

    Das Thema Gesundheit im Betrieb stand in der Idar-Obersteiner Messehalle beim 19. Wirtschaftstag der Regionalinitiative Rhein-Nahe-Hunsrück, zu der sich Unternehmen aus den Landkreisen Mainz-Bingen, Bad Kreuznach und Birkenfeld zusammengeschlossen haben, im Fokus. Die Aktualität des Themas ergibt sich nicht nur aus der zunehmenden Zahl an Burn-Out-Fällen, sondern ist auch angesichts ständig älter werdender Belegschaften ein Produktivitätsfaktor von wachsender Bedeutung.

    "Klaviator" Lars Reichow brillierte mit hintersinnigen Einlagen.
    "Klaviator" Lars Reichow brillierte mit hintersinnigen Einlagen.
    Foto: Manfred Greber

    Schon Landrat Dr. Matthias Schneider wies nach der Begrüßung durch den Initiativsprecher Eberhard Andres darauf hin, dass die rasante Veränderung in der Arbeitswelt durch technischen Wandel und Globalisierung gesunde Mitarbeiter erfordere und Gesundheit zu einem immer wichtigeren Standortfaktor werde.

    Oberbürgermeister Bruno Zimmer erklärte, dass das sogenannte Burn-Out-Syndrom keineswegs auf Führungskräfte beschränkt, sondern in allen Berufsgruppen anzutreffen sei und man gemeinsam Lösungen für die Praxis finden müsse. Jacqueline Kraege, Staatssekretärin im Mainzer Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, verwies auf die große wirtschaftliche Bedeutung des Gesundheitssektors. Hier werde jeder sechste Euro in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen verdient und gesamtwirtschaftlich gesehen jeder siebte Euro erwirtschaftet.

    Die vom Ministerium geförderte Initiative Gesundheitswirtschaft fördere die notwendige Bildung von Netzwerken im Gesundheitswesen, die für Innovationen und die Sicherung einer flächendeckenden Versorgung unabdingbar seien. Eine zentrale Rolle spiele die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz, sagte Kraege. Der deutschen Wirtschaft entstehen im Jahr rund 40 Milliarden Euro Schaden durch krankheitsbedingte Ausfälle, und jeder Euro, den man in die Gesundheitsvorsorge in Betrieben investiere, würde sich mit 5 bis 16 Euro amortisieren.

    Zahlreiche Denkanstöße wurden mit zwei interessanten Impulsreferaten gegeben. "Ein Betrieb ist nur so gesund wie seine Mitarbeiter", erklärte Diplom-Sportlehrer Dr. Klaus Gerlach, langjähriger Mannschaftsarzt bei Mainz 05 und Fernsehgartenarzt, in einem mitreißenden Vortrag. Er betonte, dass es bei der Arbeit wie im Leistungssport absolut notwendig sei, dass man auf Stressphasen immer wieder Ruhephasen folgen lasse, da man sonst die Leistungsfähigkeit nachhaltig schädige. Professor Dr. Heinz Rüddel, ärztlicher Direktor des St. Franziskus-Stiftes in Bad Kreuznach, verwies darauf, dass "Burnout" kein fest umrissener medizinischer Begriff sei, sondern dass man besser von chronischer Überforderung sprechen solle.

    In der auf die Referate folgende moderierten Talkrunde betonte Dr. Wolfgang Schneider, geschäftsführender Vorstand der Elisabeth-Stiftung, dass eine gesellschaftliche Aufwertung der Altenpflegeberufe dringend erforderlich sei, da man sonst in Zukunft erhebliche Nachwuchssorgen bekommen werde. Er erläuterte, dass man in der Elisabeth-Stiftung den Begriff der Rehabilitation insbesondere bei Jugendlichen nicht auf die fachlichen und gesundheitlichen Aspekte reduziere, sondern gleichermaßen auch die Persönlichkeit mit einbeziehe. Dazu gehöre auch die Fähigkeit, so Schneider, mit der eigenen Gesundheit verantwortungsvoll umzugehen. Emil Morsch, Vorstandsvorsitzender der Birkenfelder Stefan-Morsch-Stiftung, forderte dazu auf, die vielfältigen Gesundheitsangebote der Region zu vernetzen, um damit das wirtschaftliche Potenzial auszuschöpfen.

    Dr. Jan-Christoph Wollmann, Leiter Medical Marketing bei Hevert-Arzneimittel, die in ihrem Werk in Nussbaum bei Bad Sobernheim homöopathische Präparate herstellen, forderte dazu auf, die Idee der Nachhaltigkeit auch im Hinblick auf die Mitarbeiter umzusetzen. Und Charles Hall, kaufmännischer Direktor der Edelsteinklinik in Bruchweiler, verwies auf die Notwendigkeit, sich bei der immer schwieriger werdenden Rekrutierung von Fachpersonal auch als Unternehmer um die Integration der von auswärts geholten Mitarbeiter und ihrer Familien in die Region aktiv zu kümmern.

    Zur Kurzweiligkeit der Veranstaltung trugen Christoph Lanz, Fernsehdirektor des Deutsche Welle TV Berlin, mit seiner ebenso lockeren wie präzisen Moderation und Kabarettist und "Klaviator" Lars Reichow mit zwei fulminanten Kurzauftritten bei.

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