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  • Genossenschaft KonsumGut: Jetzt sind die Idar-Obersteiner am Zug

    Idar-Oberstein. Sehr große Resonanz in der Bevölkerung finden die bereits weit gediehenen Pläne der in der Gründung befindlichen Genossenschaft KonsumGut, die in der leerstehenden früheren Weltbild-Filiale am Christuskirchplatz in der Obersteiner Fußgängerzone ein sogenanntes Genusskaufhaus mit kleinem Café eröffnen will. Schon im Frühjahr soll es losgehen.Was jetzt noch fehlt, sind genügend  Anteilszeichner.

    Sascha Spindler (Mitte) und Peter Wenzel (2. von rechts) bilden den Vorstand der neuen Genossenschaft, Matthias Keidel (rechts, Vorsitz) und Jörg Wagner sitzen im Aufsichtsrat. Citymanager Rüdiger Lieser (links) ist Ansprechpartner für Zeichnungsinteressierte.  Foto: Stefan Conradt
    Sascha Spindler (Mitte) und Peter Wenzel (2. von rechts) bilden den Vorstand der neuen Genossenschaft, Matthias Keidel (rechts, Vorsitz) und Jörg Wagner sitzen im Aufsichtsrat. Citymanager Rüdiger Lieser (links) ist Ansprechpartner für Zeichnungsinteressierte.
    Foto: Stefan Conradt

    Von unserem Redaktionsleiter Stefan Conradt

    Beachtliche 338 "Gefällt mir"-Häkchen weist die erst kürzlich etablierte Facebook-Seite der Genossenschaft auf, mehr als 10 000-mal wurden die Berichte in der Nahe-Zeitung über das Vorhaben geklickt. "Das ist natürlich toll", sagt der Genossenschaftsvorsitzende Sascha Spindler. "Sympathiebekundungen allein helfen uns aber nicht weiter, die Idar-Obersteiner müssen jetzt mal Farbe bekennen und auch Anteile zeichnen."

    Das Marschziel ist klar: Bis zur endgültigen Gründung der eingetragenen Genossenschaft (eG) im Januar sollen mindestens 100 000 Euro als Eigenkapital zusammenkommen, "sonst können wir das Buch KonsumGut gleich wieder zuklappen", warnt Spindler. Nach einer ersten Zeichnungswelle sei die Nachfrage etwas eingeschlafen, wundert sich der eG-Vorstand. Derzeit liegen die Einlagen bei knapp 40 000 Euro, die vor allem von Kleinanlegern stammen. "Das ist auch gut so, schließlich sind wir ja eine Genossenschaft", sagt Aufsichtsratsmitglied Jörg Wagner. Dennoch wäre es zur Verwirklichung des Projekts jetzt wichtig, dass auch finanziell potentere Anleger Interesse zeigen. "Aber das wird, da bin ich mir sicher", ist Wagner zuversichtlich.

    Auch Peter Wenzel, der zweite Vorstand von KonsumGut, sagt: "Wir brauchen viele Köpfe." Das fordere auch der Genossenschaftsverband in Frankfurt, der derzeit den Genehmigungantrag der Idar-Obersteiner bearbeitet und streng auf Dinge wie Liquidität und Mitgliederstruktur achtet.

    Viele Fragen an den Citymanager

    Citymanager Rüdiger Lieser, der das Vorhaben nach Kräften unterstützt, muss derzeit in seinen Sprechstunden viele Anfragen zur eG beantworten. Die meisten drehen sich um Haftung (es gibt keine für Anleger), Nachschusspflicht (ist per Satzung ausgeschlossen) und jährliche Belastung (gibt es nicht, die Anteilszeichnung ist eine einmalige Sache). Auch das Risiko, dass das Vorhaben scheitern könnte, ist natürlich Thema der Beratungen. "Im schlimmsten Fall wäre das Geld der Anleger - und auch unseres - futsch", informiert Spindler. Man trete aber mit einer solchen Idee nicht an, "um Geld zu verbrennen", merkt der erfolgreiche Jungunternehmer, dem unter anderem mehrere Tankstellen und Autohäuser gehören, an. Wichtig sei dabei auch: Die Genossenschaft ist nicht gemeinnützig, so werden zum Beispiel keine Spendenquittungen ausgegeben: "Ganz klar: Wir wollen hier ein Geschäft betreiben und damit Geld verdienen, Personal und Steuern bezahlen", erläutert Spindler.

    Ministerium unterstützt Idee

    Als Sicherheit für die Anleger diene auch das Gebäude, das man bewusst nicht mieten, sondern ankaufen will - auch wegen der umfassenden Modernisierungsarbeiten, für die bereits eine Shopdesignerin im Auftrag der eG ein Konzept ausgearbeitet hat. Die Philosophie dahinter formuliert Spindler so: "Wir wollen, dass man gleich sehen kann, dass hier etwas Besonderes entsteht, ein Laden, in dem die Kunden sich wohlfühlen." Halbe Sachen oder zum Beispiel die Übernahme alten Mobiliars kommen für ihn daher nicht infrage: "Das hier wird alles topmodern." Zwischenzeitlich hat auch Villeroy und Boch als zweiter Hauptlieferant neben Fissler fest zugesagt. "Wir freuen uns auf stylische Produkte zu fairen Preisen", heißt es auf der eG-Facebookseite.

    Das Projekt wird durch die Landesregierung unterstützt: Dr. Silke Dierks, Referentin für Binnenmarkt und Handel im Mainzer Wirtschaftsministerium, steht den Genossenschaftsgründern "mit Rat und Tat zur Seite", berichtet Jörg Wagner. Das Idar-Obersteiner Projekt ist Teil der Landesstrategie "Neue Wege für innerstädtische Netzwerke", bei dem es um die Förderung von Privatinitiative für Not leidende Citylagen geht.

    • Unter  www.konsumgut-eg.de gibt es im Internet weitere Infos, die Satzung und Mitgliedsformulare zum Ausdrucken. Citymanager Lieser ist dienstags und donnerstags telefonisch unter 06781/238 36 erreichbar.

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