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    HattgensteinFür den Platz am Hattgensteiner Brunnen fließt viel Geld

    Ein frisch eingetroffenes Schreiben des Mainzer Innenministers verschafft der 260-Einwohner-Gemeinde Hattgenstein die Gewissheit, dass sie mit der geplanten Neugestaltung des Platzes am Dorfbrunnen beginnen kann. Das Land hat ihr den beantragten Zuschuss aus den Topf des Dorferneuerungsprogramms bewilligt und stellt dafür 84 000 Euro bereit. "Das ist natürlich eine sehr erfreuliche Nachricht", sagt Ortsbürgermeister Udo Laube.

    Hattgenstein soll an dieser Stelle schöner werden: Mithilfe eines Landeszuschusses will die Gemeinde ab Herbst den Platz am Dorfbrunnen mit den beiden denkmalgeschützten Gebäuden Kelterhaus (rechts) und altes Schlachthaus (links) neu gestalten. Foto: Axel Munsteiner
    Hattgenstein soll an dieser Stelle schöner werden: Mithilfe eines Landeszuschusses will die Gemeinde ab Herbst den Platz am Dorfbrunnen mit den beiden denkmalgeschützten Gebäuden Kelterhaus (rechts) und altes Schlachthaus (links) neu gestalten.
    Foto: Axel Munsteiner

    Nach der Ausschreibung der Arbeiten hält er es für realistisch, dass ab Herbst die Umsetzung des insgesamt etwa 140 000 Euro teuren Projekts beginnen kann. "Es geht uns darum, diesen Bereich im Ortskern wiederzubeleben", betont Laube. Denn sowohl er als auch Herbert Leyser, bei der Birkenfelder Verbandsgemeindeverwaltung zuständig für die Dorferneuerung, weisen darauf hin, dass sich bislang kaum jemand auf dem Areal rund um den in den 1980er-Jahren erbauten Brunnen und in den beiden denkmalgeschützten Gebäuden des Kelterhauses und des alten Schlachthauses aufhält.

    Der Grund: "Bei der heutigen Gestaltung haben die meisten Leute das Gefühl, sie würden ein Privatgrundstück betreten. Dabei handelt es sich um einen öffentlichen Platz", sagt Laube. In Zukunft soll das Areal rund um den Brunnen zu einem besser besuchten Treffpunkt gemacht werden und sein Aussehen verändern. Dabei ist neben den Einheimischen auch an die zunehmende Zahl an Ausflüglern und Touristen gedacht ist, die wegen der Zauberwald-Traumschleife und des Aussichtsturms mit der Rothenburghütte am früheren Sportplatz rund um die Nationalparkgemeinde unterwegs sind.

    Rund um den großkronigen Laubbaum auf den Brunnenplatz sollen nach den Plänen des Ingenieurbüros Günter Retzler aus Idar-Oberstein Sitz- und Ruhebänke installiert werden. Der zum Brunnen gehörende Wasserlauf wird so verändert, dass an ihm Kinder besser spielen können. Auch wichtig: Im Inneren des alten Schlachthauses mit seinem großen offenen Torbogen, das schon jetzt als Wartehäuschen direkt vor der Bushaltestelle dient, wird eine öffentliche, behindertengerechte Toilettenanlage eingebaut.

    Es sei nämlich ein klar erkennbarer Mangel, dass Wanderer auf den Traumschleifen in der Nationalparkregion - nicht nur auf der Zauberwaldstrecke in Hattgenstein - bisher kaum eine Möglichkeit haben, ihre Notdurft zu verrichten, ohne dass sie das mitten im Wald tun müssen, sagt Laube. Zentrales Element bei der Neugestaltung des Platzes am Brunnen ist die weitere Aufwertung des Gebäudes, in dem sich die betriebsbereite Kelter befindet. Dort soll ein Anbau im historischen Stil errichtet werden, der als Backes genutzt werden soll.

    Vorstellbar sei, dass in Zukunft dort Feste gefeiert werden oder zu bestimmten Terminen Touristen angeboten wird, dass bei ihrem Besuch Bürger aus dem Dorf im Ofen Brot, Flammkuchen und andere Köstlichkeiten backen, während direkt nebenan gekeltert wird, informieren Leyser und Laube.

    Mit der aktuellen Zuschusszusage hat das Land nunmehr allein im Jahr 2016 vier Orte in der VG Birkenfeld mit Fördermitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm bedacht. Neben Hattgenstein sind das Börfink und dessen Ortsteil Thranenweier, wo mit dem Geld jeweils die Glockentürme und die sie umgebenden Plätze neu gestaltet werden können, sowie Siesbach, wo aus den Freiflächen am Gemeindehaus ein Mehrgenerationentreffpunkt werden soll und unter anderem ebenfalls der Bau eines Backes mit Grillstelle geplant ist (die NZ berichtete).

    VG-Chef Bernhard Alscher betont, dass er und seine Mitarbeiter es als wichtige Aufgabe ansehen, "die Orte dazu zu motivieren, sich weiterzuentwickeln und an ihrem Äußeren zu arbeiten. Weil Stillstand Rückschritt bedeutet, sollte jede Chance genutzt werden, das Dorf attraktiv zu machen. Denn nur wenn eine Gemeinde lebens- und liebenswert ist, bleiben die Leute auch da." Axel Munsteiner

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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