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    HahnFlughafen Hahn hängt weiter am Ryanair-Tropf

    Der Winterflugplan verheißt nichts Gutes für den Flughafen Hahn. Ryanair will europaweit statt der 40 Maschinen vom vergangenen Winter diesmal 80 am Boden lassen. Es ist damit zu rechnen, dass auch der Hahn unter den Reduzierungen leiden wird. Auch wenn generell der Winterflugplan gegenüber dem Sommerprogramm ausgedünnt wird, wird der Hahn Ende September nicht ungeschoren davonkommen.

    Hahn - Der Winterflugplan verheißt nichts Gutes für den Flughafen Hahn. Ryanair will europaweit statt der 40 Maschinen vom vergangenen Winter diesmal 80 am Boden lassen. Es ist damit zu rechnen, dass auch der Hahn unter den Reduzierungen leiden wird. Auch wenn generell der Winterflugplan gegenüber dem Sommerprogramm ausgedünnt wird, wird der Hahn Ende September nicht ungeschoren davonkommen.

    13 Prozent Rückgang im Passagierbereich vermeldete kürzlich die Flughafen-Gesellschaft für das erste Halbjahr 2011 (wir berichteten). Im gleichen Zeitraum vermeldet der Flughafen in Luxemburg 13,2 Prozent Wachstum in diesem Segment. Das bestätigt die Ryanair-Behauptung, dass die Luftverkehrsabgabe entscheidenden Einfluss auf das Buchungsverhalten der Flugreisenden hat.

    Die Betreiber der Terminal-Geschäfte befürchten weitere Umsatzrückgänge, die jetzt teilweise schon bei 50 Prozent liegen. Weitere Streckenstreichungen könnten existenzgefährdend sein. Der Betreiber eines Ladens für Reisebedarf bemängelt, wie auch schon viele Kritiker zuvor, dass die Flughafengesellschaft in der Vergangenheit zu sehr auf die Karte Ryanair gesetzt habe, anstatt sich darum zu bemühen, neben Platzhirsch Ryanair weitere Fluggesellschaften im Passagierbereich auf den Hahn zu locken.

    Das wiederum scheint leichter gesagt als getan. Wie kürzlich Hahn-Aufsichtsratsmitglied Joachim Mertes berichtete, seien die finanziellen Forderungen von Fluggesellschaften für ein Engagement auf dem Hahn „nicht europakompatibel“. Es ist üblich, dass Flughäfen generell einen sogenannten Marketing-Zuschuss erhalten. Der richtet sich nach der Häufigkeit, mit der die Ziele pro Woche angeflogen werden. Die entsprechende EU-Richtlinie sei äußerst schwammig formuliert und lasse viel Raum für unterschiedliche Vorgehensweisen“, drückt sich Hahn-Sprecherin Maria Horbert vorsichtig aus. Im Klartext heißt das: Flughäfen, die es sich leisten können, legen das von den Fluggesellschaften geforderte Geld auf den Tisch, während Hahn dies nicht kann.

    Die jährliche ab Aufnahme des Flugbetriebs durch die Fluggesellschaft beförderte Zahl der Passagiere am Flughafen Frankfurt-Hahn (ankommend und abfliegend) ist die entscheidende Messzahl. Hier zahlt der Hahn bei einer Größenordnung zwischen 5000 und 100 000 Passagieren, die dreimal pro Woche zu einem bestimmten Flugziel befördert werden 70 000 Euro. Bei drei Flugzielen, die dreimal pro Woche angeflogen werden und bei denen 100 000 bis 250 000 Passagieren im Jahr befördert werden, sind es 80 000 Euro, die der Hahn zahlt. Die Staffelung reicht hinauf bis zu 100 000 Euro. Pressesprecherin Horbert bestätigte, dass umworbene Fluggesellschaften allerdings mitunter Marketing-Zuschüsse in Millionenhöhe fordern, bevor sie sich entschließen, den Hahn anzufliegen. Da der Hahn bekanntlich nicht im Geld schwimmt und vor allem die hohen Investitionskosten auf die Gesamtbilanz drücken, ist eine Zahlung in solcher Höhe schlichtweg unmöglich. Bei finanzstärkeren Flughäfen sei es allerdings üblich, dass solche Beträge fließen.

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