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    Fight Night: Florian Pauly würde nur wenig anders machen

    Veitsrodt/Idar-Oberstein - Es war eine großartige Veranstaltung, die für den Hauptorganisator jedoch schmerzvoll endete - nicht etwa finanziell, sondern im Wortsinn. Der Veitsrodter Florian Pauly hatte im September in seinem Heimatort die erste Thaibox-Fight-Night in der Region veranstaltet.

    Florian Pauly zu Beginn des Hauptkampfes bei der Fight Night in Veitsrodt. Wenige Minuten später war alles vorbei.  Foto: Joachim Hähn (Archiv)
    Florian Pauly zu Beginn des Hauptkampfes bei der Fight Night in Veitsrodt. Wenige Minuten später war alles vorbei.
    Foto: Joachim Hähn (Archiv)

    Mehr als 600 Zuschauer kamen, um Spitzensportler, darunter mehrfache Weltmeister im in Deutschland noch sehr exotischen Muaythai-Boxen zu erleben. Zuvor stellten sich im Zelt des Veitsrodter Herbstmarktes in der Region Idar-Oberstein heimische Kampfsportvereine und -gruppen vor. Der Abend war eine Werbung für den Sport - wären da nicht diese wenigen Sekunden kurz vor Mitternacht gewesen. Da bekam Pauly - nicht nur Hauptorganisator, sondern auch Akteur im Hauptkampf - den Ellenbogen seines thailändischen Kontrahenten auf die Nase. Das Blut spritzte, und allen Zuschauern war sofort klar: Dieser Kampf ist schon zu Ende, bevor er richtig begonnen hat.

    Statt der geplanten Party bis in den Morgen wurde es für Pauly eine schmerzvolle Nacht in der Uniklinik Mainz, wohin er wegen der komplizierten Brüche im Nasenbereich verlegt und ein paar Tage später operiert wurde. Erfolgreich. So erfolgreich, dass er schon wieder Pläne für eine Wiederholung der Kampfnacht macht. Wir sprachen mit dem selbstständigen Investmentbanker in Dubai, wo er seit 2008 arbeitet und lebt, per Telefon über diese Pläne.

    Wie geht es Ihnen?

    "Mir geht es prima, es ist alles gut verheilt. Meine Nase sieht sogar besser aus als vorher, viel gerader…"

    An Thaiboxen ist aber noch nicht zu denken?

    "Zu denken schon. Sport mache ich auch schon wieder. Ich gehe joggen und mache Fitnesstraining. Nach richtigen Fights oder auch nur Boxtraining steht mir der Sinn aber noch nicht. Da höre ich auf meinen Körper, und der sagt: Wart mal noch ein wenig… Mein Ziel ist aber ganz klar die Rückkehr in den Ring."

    Auch in der Region Idar-Oberstein?

    "Warum nicht? Die Veranstaltung war doch toll - bis auf den Schluss halt. Sie wurde sehr gut angenommen, die Sponsoren waren zufrieden. Selbst die Funktionäre vom Weltverband und den regionalen Verbänden waren begeistert. Da besteht großes Interesse, das auf dem Niveau fortzuführen. Wir sind schon ein wenig stolz auf das, was wir mithilfe der Veitsrodter da auf die Beine gestellt haben."

    Gibt es also eine Wiederholung der Fight Night?

    "Auf jeden Fall. Ob wir das aber, wie ursprünglich mal geplant, jährlich auf die Beine stellen können, da bin ich mir nicht mehr sicher. Aber zweijährlich auf jeden Fall. Es war ja von Anfang an so ausgelegt, dass die Fight Night keine Eintagsfliege sein soll, sondern ein festes Event im Terminkalender der Region wird. Die Teilnehmer an der Premiere haben alle signalisiert, noch mal dabei sein zu wollen. Ich will jetzt nicht zu viel versprechen, aber ich denke: Spätestens 2015 gibt es wieder eine solche Fight Night."

    Wieder im Festzelt in Veitsrodt?

    "Das hat doch alles super geklappt. Und trotz Zelt haben wir ein sehr stilvolles Ambiente geschaffen. Das haben alle bestätigt. Aber ich könnte mir auch die Messehalle in Idar-Oberstein als Veranstaltungsort gut vorstellen."

    Wie sehr hat es Sie geschmerzt, dass die Aftershow-Party nach Ihrer Verletzung quasi ausfiel? Ihr hattet ja extra D-Flame als DJ engagiert, und auch Muaythai-Trainerikone Zidov Akuma, mit dem sie ja ein Buch geschrieben haben, ist ein begnadeter Mann am Plattenteller, wie man hört.

    "Das Ende dieses Abends hat auf jeden Fall mehr geschmerzt als meine Nase. Wir hatten uns alles so schön ausgemalt. Und es lief ja auch genauso bis dahin. Nur sollte mein Kampf der Höhepunkt für das Publikum sein, und danach hätten dann alle fröhlich gefeiert. Na ja, das Schicksal hatte eine andere Dramaturgie vorgesehen…"

    Würden Sie etwas anders machen, wenn Sie könnten?

    "Ja und nein - ich denke, die Verletzung war mein Fehler. Ich war übermotiviert und habe einen Augenblick lang nicht aufgepasst. Und dann passiert beim Muaythai eben so was. Aber die Aktion, die den Kampf beendet hat, kommt tatsächlich nur sehr, sehr selten vor. In Europa glauben die meisten ja, Muaythai sei eine blutige Kampftechnik. Aber dem ist gar nicht so, es ist ein sehr ästhetischer Sport mit ganz viel Respekt für den Gegner. Fair play steht ganz oben. Und ich glaube, das konnten wir an diesem Abend auch rüberbringen. Mich haben vorher Leute, die solche Veranstaltungen öfter organisieren, gewarnt, ich könne mich nicht gleichzeitig um die Organisation kümmern und auf den Hauptkampf konzentrieren. Da haben sie wohl recht behalten… Nein - ich würde nichts anders machen, weil es dazu geführt hat, dass einige Menschen, die vorher nichts mit Martial Arts zu tun hatten, dadurch den Weg zu diesem schönen Sport gefunden haben, was eine unserer Hauptmotivationen war."

    Das Gespräch führte Stefan Conradt

    Paulys großer Kampfendet mit gebrochenerNase in der UniklinikFight Night in Veitsrodt: Thaiboxer kämpfen um Edelstein-GürtelDie zweite Sportkarrieredes Florian Pauly
    Idar-Oberstein Birkenfeld
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