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    Idar-ObersteinFeuerwehrverband will kein Bittsteller sein

    Ein Richtungswechsel bahnt sich beim Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz in zweifacher Hinsicht an: Einmal, dass der langjährige Präsident Otto Fürst im nächsten Jahr von Bord geht und in seinem Heimatort Neustadt verabschiedet wird. Zum anderen wird Fürst bis dahin die weitgehende Unabhängigkeit an finanziellen Zuwendungen der Landesregierung als sein persönliches Ziel anstreben. "Wir wollen in der Zukunft keine Bittsteller mehr sein und auf eine andere Unterstützung unsere Projektförderung absichern und gewährleitstet wissen", erklärte Fürst den Delegierten beim Landesfeuerwehrtag in Idar-Oberstein.

    Dirk Backes (links), Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Birkenfeld, und sein Stellvertreter Gerhard Rieth überreichten Staatssekretärin Heike Raab ein Bild der Malerin Harma-Regina Rieth. Otto Fürst (rechts), Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, erhielt hohe Ehren.
    Dirk Backes (links), Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Birkenfeld, und sein Stellvertreter Gerhard Rieth überreichten Staatssekretärin Heike Raab ein Bild der Malerin Harma-Regina Rieth. Otto Fürst (rechts), Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, erhielt hohe Ehren.
    Foto: Jürgen Schneider

    Idar-Oberstein - Ein Richtungswechsel bahnt sich beim Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz in zweifacher Hinsicht an: Einmal, dass der langjährige Präsident Otto Fürst im nächsten Jahr von Bord geht und in seinem Heimatort Neustadt verabschiedet wird. Zum anderen wird Fürst bis dahin die weitgehende Unabhängigkeit an finanziellen Zuwendungen der Landesregierung als sein persönliches Ziel anstreben. "Wir wollen in der Zukunft keine Bittsteller mehr sein und auf eine andere Unterstützung unsere Projektförderung absichern und gewährleitstet wissen", erklärte Fürst den Delegierten beim Landesfeuerwehrtag in Idar-Oberstein.

    Aber das war nicht das einzige Problemfeld, das bei der Delegiertenversammlung in der Messehalle deutlich wurde. Die Organisation der Konferenz lag in Händen des Kreisfeuerwehrverbandes Birkenfeld, unter seinem Vorsitzenden Dirk Backes. Neben den satzungsgemäßen Mitgliedern der Delegiertenversammlung wurden Vertreter der Feuerwehr, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur begrüßt. So hieß Fürst unter anderem Karl Peter Bruch, Staatsminister a. D., willkommen. Bruch war verantwortlich in wichtige politisch und strukturelle Entscheidungen für die Region. "So etwas vergisst man nicht", resümierte Fürst.

    Weiter konnte Fürst die Landtagsabgeordneten Peter Wilhelm Dröscher, Hans Jürgen Noss und Friderike Ebli, Kreisfeuerwehrinspektor Eberhard Fuhr, den Kuseler Landrat Dr. Winfried Hirschberger (Vorsitzender Landkreistag Rheinland-Pfalz), in Vertretung des Staatsministers Roger Lewentz, Staatssekretärin Heike Raab, Landtagspräsident Joachim Mertes, Dr. Peter Josef Mertes (Präsident a. D. der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier/ ADD), Ehrenvorsitzender Ortwin Neuschwander, Dipl. Ing. Hans-Peter Plattner (Landesfeuerwehrinspektor) sowie Landesjugendfeuerwehrwart und Vizepräsident Mathias Gorgen sowie die Naheweinkönigin Karoline Klump und die Rheinhessische Weinprinzessin Lisa Schäfer, die beide auch aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind.

    Rettungsschirm gesucht

    Grußworte sprachen der Oberbürgermeister der Stadt Idar-Oberstein, Bruno Zimmer, der Landrat des Kreises Birkenfeld, Dr. Matthias Schneider, der bestätigte, dass die Feuerwehr in Kreis und Stadt gut aufgestellt ist. Hans Jürgen Noss übermittelte die Grüße der Landtagsabgeordneten und versicherte: "Der Stellenwert der Feuerwehren wird von der Politik erkannt und in der Wertschätzung hoch eingestuft".

    In seinem ausführlichen Geschäftsbericht konnte Fürst nicht nur die Probleme der Feuerwehren aufzeigen sondern auch Lösungsansätze darstellen. Die finanzielle Situation von Bund, Land und Kommunen habe sich gegenüber dem Vorjahr weiter verschärft und stellte fragend in den Raum: "Wer spannt den Rettungsschirm für unsere Hilfsorganisationen generell oder hier im speziellen Fall für unsere Feuerwehren, um auch ihren Fortbestand zu sichern?" Wenn man hier spare, spare man auf Kosten der Sicherheit der Bürger: "Für uns ist es nicht nachvollziehbar, dass man von Landesseite aus versucht, im Bereich der Feuerwehrwesens und in der Projektförderung bereits zugesagte Mittel zu mindern."

    Fürst bedankte sich bei allen Firmen und Förderern, auch der Landesregierung, die sich alle für die Belange die Landesfeuerwehrverbandes und "damit auch unserer Feuerwehren in Rheinland-Pfalz so vorbildlich eingesetzt haben".

    Fehlbetrag in der Kasse

    Die anschließende Ansprache von Heike Raab zeigte auf, dass der Landesfeuerwehrverband für die Landesregierung ein wichtiger und sinnvoller Partner ist. Ein Großteil der Arbeit werde von den Freiwilligen Feuerwehren geleistet, lobte die Staatssekretärin und auch den steigenden Prozentsatz an weiblichen Einsatzkräften. Das bestätigte auch im Anschluss Peter Schüssler in seinem Fachvortrag.

    Bevor der Kassenverwalter Berthold Berenz seinen Kassenbericht vorlas, ehrte Otto Fürst Dr. Peter Josef Mertens mit der Goldenen Feuerwehrehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes. Durch Gilbert Sauber, Präsident des Kantons Luxemburg-Land, erhielt Fürst selbst die Ehrenmedaille in Gold und mit Krone. Eine Gastgeschenk erhielt Staatssekretärin Raab durch den Kreisvorsitzenden Dirk Backes. Backes und sein Stellvertreter Gerhard Rieth überreichten ihr ein Gemälde das "Spiegelbild" der Malerin Harma-Regina Rieth.

    Nach eingehenden Diskussionen und einer folgenden Aussprache versuchte der Vorsitzende Otto Fürst, den Fehlbetrag in der Kasse zu erklären. Der Verlust sei entstanden, weil zugesagte und erhoffte Zuweisungen des Landes ausgeblieben sind und ausbleiben werden. "Hier stehe ich im Wort", sagte Fürst und versprach: "Bevor ich von Bord gehe, werden die Probleme gelöst sein.". Nachdem Kassenprüfer Uwe Fischer keine Beanstandungen hatte, wurde dem Präsidium Entlastung erteilt und auch der Haushaltsplan 2012 verabschiedet.

    Landesjugendfeuerwehrwart Mathias Görgen konnte eine Bestätigung des Haushaltes in seinem Bereich erfahren. Eine Satzungsänderung wurde beschlossen. Peter Gerhards wurde als neuer Vizepräsident von den Delegierten gewählt. Sein bisheriges Amt übernimmt nun Franz Zühlke.

    Präsident Otto Fürst gab am Ende der Delegiertenversammlung bekannt, dass 2012 "50 Jahre Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz" gefeiert wird. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Feuerwehrkapelle Rhaunen unter ihrem Dirigenten Frank Simon. Jürgen Schneider

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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