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  • Bundenbach: Einstammbrücke hat sich schon bewährt

    Bundenbach/Woppenroth. Am Montag wurde die neue Brücke über den Hahnenbach, die auf Woppenrother Gemarkung steht, offiziell eingeweiht. Alle Teilnehmer der Einweihungsfeier waren sich einig, dass die Fußgängerbrücke gelungen sei.

    Eine Scheibe der neuen, aus einer fast 100-jährigen Douglasie aus dem Rhaunener Forst gefertigten Brückenkonstruktion im Hahnenbachtal ziert auch die Infotafel. Gestern wurde das Bauwerk, das Wanderer und Radfahrer schon seit einigen Monaten nutzen, offiziell eingeweiht.  Foto: Günter Weinsheimer
    Eine Scheibe der neuen, aus einer fast 100-jährigen Douglasie aus dem Rhaunener Forst gefertigten Brückenkonstruktion im Hahnenbachtal ziert auch die Infotafel. Gestern wurde das Bauwerk, das Wanderer und Radfahrer schon seit einigen Monaten nutzen, offiziell eingeweiht.
    Foto: Günter Weinsheimer - Günter Weinshei

    Rhaunens VG-Bürgermeister Georg Dräger konnte seine Amtskollegen aus der VG Kirchberg (Harald Rosenbaum) und Kirn-Land (Werner Müller) ebenso begrüßen wie einige VG-Ratsmitglieder und Ortsbürgermeister. "Die neue Brücke ist auch ein Musterbeispiel interkommunaler Zusammenarbeit. Hier wurde ganze Arbeit geleistet", sagte Georg Dräger und lobte die gute Zusammenarbeit der drei Verbandsgemeinden, die im Rahmen der Hunsrück-Schiefer- und Burgenstraße eng kooperieren.

    Drägers besonderer Dank galt aber Zimmermeister Ferdinand Schwaighofer aus Hottenbach, der die Brücke gebaut hat. Laut Dräger hat das Projekt rund 95 000 Euro gekostet und wurde mit 90 Prozent bezuschusst. Die restlichen 12 000 Euro werden von der VG Rhaunen (8000 Euro) und der VG Kirchberg (4000) geschultert. Nötig wurde die Baumaßnahme, weil die Betriebssicherheit des 22 Jahre alten Vorgängerbauwerks nicht mehr gewährleistet war. Die Douglasie, aus der die Konstruktion in weiten Teilen besteht, wurde 1919 im Rhaunener Wald gepflanzt und am 1. März 2014 gefällt. "Mit fast 50 Metern Höhe und etwa 15 Festmetern Holzvolumen war sie eine der größten Bäume in der Region. Darum eignete sie sich auch sehr gut für unser Brückenprojekt", informierte Dräger. Der VG-Chef berichtete auch, wie schwierig es war, den 13 Meter langen und fünf Tonnen schweren Stamm vom Warsberg bei Rhaunen an Ort und Stelle zu bringen. Zuvor lag er ein Jahr lang in der Hottenbacher Zimmerei zum Trocknen. "Dieses Bauwerk ist im obersten Segment angesiedelt. Es muss nicht immer chinesischer oder russischer Stahl sein. Der Stahlbau macht die Hälfte der Brücke aus - alles, was oberirdisch sichtbar ist." Die Spannweite beträgt 13 Meter, die Breite einen Meter und das Gewicht sieben Tonnen.

    Geringe Pflegekosten

    Langfristig betrachtet sei die Einstammbrücke "ein kostengünstiges Projekt mit geringen Folgekosten bei einer Lebensdauer von gut 50 Jahren", sagte Ferdl Schwaighofer. Kirchbergs VG-Chef Harald Rosenbaum stellte fest: "Wir haben nicht gezögert, dieses Projekt zu unterstützen, trägt es doch auch zu unserer schönsten Wanderroute des Hunsrücks bei".

    In der Tat bringt die Brücke Wanderer auf der Traumschleife Hahnenbachtaltour und zugleich als Abschnitt des Saar-Hunsrück-Steigs sicher und trocken ans andere Ufer. Sie hat auch schon ihre erste Bewährungsprobe bestanden: Beim Hochwasser im Juni dieses Jahres fehlten nur noch wenige Zentimeter, und sie wäre überschwemmt worden. "Die einen haben ihre Hängeseilbrücke, wir haben unsere Einstammbrücke. Das ist doch schön", scherzte Horbruchs Ortsbürgermeister Klaus Hepp. Auf der Infotafel neben der neuen Brücke heißt es, dass die Brücke durch den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes im Rahmen des rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms "Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen, Landentwicklung" gefördert wurde. Die Douglasie wurde in unserem Raum vor etwa 175 Jahren wieder "eingebürgert". "Inzwischen ist sie die wichtigste Gastbaumart. Nach der aktuellen Bundeswaldinventur hat die Douglasie in unserem Raum einen Anteil von 6 Prozent des Waldes", informierte Gisela Kadisch vom Forstamt Rhaunen.

    Landschaftsschaukel steht auch

    Im weiteren Verlauf der Brückeneinweihung lud Kirns Bürgermeister Werner Müller in der Nähe des Wassererlebnispfades zum Probesitzen auf der neuen Landschaftsschaukel ein. Müller lobte den Bauhof seiner VG, der den Bau in Eigenleistung erstellt habe. Vier Kubikmeter Beton wurden verarbeitet und Robinienholzstämme aus dem Bärenbacher Wald verwendet.

    Von unserem Mitarbeiter Günter Weinsheimer

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