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    Beifall verdiente nicht nur der Sieger des Abends

    Hoppstädten-Weiersbach - Zum zweiten Mal organisierten Studenten des Umwelt-Campus Birkenfeld im Rahmen einer Projektarbeit eine "Nacht der Kultur", diesmal in Form eines Comedy Slam. In erneuter Zusammenarbeit mit dem Trierer Verein Kulturraum und der tatkräftigen Unterstützung von Tim Olk und Timo Sander stellten die Studenten Sophie Boltz, Johanna Lübke und Alexander Schwingel ein unterhaltsames Programm auf die Beine. Umrahmt von den musikalischen Einlagen des ehemaligen Campus-Studenten Martin Weyand, der als "Opferlamm" mit E-Gitarre den Anheizer mimte, wetteiferten sechs Nachwuchs-Comedians aus dem gesamten Bundesgebiet um die Gunst des Publikums

    Jacqueline Feldmann war die "Hello-Kitty-Fachfrau".
    Jacqueline Feldmann war die "Hello-Kitty-Fachfrau".
    Foto: Reiner Drumm

    Hoppstädten-Weiersbach - Zum zweiten Mal organisierten Studenten des Umwelt-Campus Birkenfeld im Rahmen einer Projektarbeit eine "Nacht der Kultur", diesmal in Form eines Comedy Slam. In erneuter Zusammenarbeit mit dem Trierer Verein Kulturraum und der tatkräftigen Unterstützung von Tim Olk und Timo Sander stellten die Studenten Sophie Boltz, Johanna Lübke und Alexander Schwingel ein unterhaltsames Programm auf die Beine. Umrahmt von den musikalischen Einlagen des ehemaligen Campus-Studenten Martin Weyand, der als "Opferlamm" mit E-Gitarre den Anheizer mimte, wetteiferten sechs Nachwuchs-Comedians aus dem gesamten Bundesgebiet um die Gunst des Publikums.

    Ex-Campus-Student Martin Weyand machte als "Opferlamm" mit E-Gitarre den Anheizer. 
Foto: Reiner Drumm
    Ex-Campus-Student Martin Weyand machte als "Opferlamm" mit E-Gitarre den Anheizer.
    Foto: Reiner Drumm

    Der bühnenerfahrene Peter Stablo vom Verein Kulturraum Trier moderierte den Comedy-Slam zwar sehr souverän und durchaus galant, konnte jedoch einige seiner Pointen aufgrund von Schwierigkeiten mit dem Mikrofon-Handling und der Tontechnik nicht an den Mann bringen und verschwand zeitweilig sogar komplett im Dunkeln des Multifunktionssaals, da das Spotlicht ihm nicht folgen konnte.

    Je zehn Minuten lang durften die sechs jungen Komödianten ihre Kunst vorstellen, bis ein fast bedrohlich wirkendes Uhrenticken das Ende ihres Vortrags anmahnte. Die gut 170 Zuschauer wählten per Applaus die Kandidaten für die Finalrunde.

    In der ersten Runde kam die zweite Gitarre des Abends zur Anwendung: "Eisbrecher" Uwe Allstädt aus Köln erntete bereits großen Applaus für seine sehr witzigen Lieder über sein "Spiegelbild" ("Mach mich doch nicht immer so fertig!") und "So’n Zucken in den Schultern", das das Publikum mit seiner köstlich-komischen Mimik schnell zum Mitklatschen bewegte. Er unterlag jedoch der einzigen jungen Frau im Slam, Jacqueline Feldmann aus Plettenberg. Sie eroberte sich ihr Publikum sehr schnell als "Assi-Jacqueline" und "Hello-Kitty-Fachfrau" mit sehr ausgefeilter und prononcierter Mimik und Körpersprache sowie feinem, intelligentem und bisweilen knallhartem, aber nie bösartigem Witz. David Anschütz konnte zwar mit seinem Programm über die "Schadenfreude beim Parkplatzsuchen" auch einige wohlverdiente Lacher ernten und erkämpfte sich damit einen Platz im Finale, reichte aber bei weitem nicht an den Sieger des Abends, Alain Frei, heran.

    Erfrischend neue Antworten

    Der 29-jährige gebürtige Schweizer eröffnete den zweiten Vorlauf des Abends mit einem Ausschnitt aus seinem ersten Solo-Programm "Neutral war gestern", mit dem er, der seit fünf Jahren in Deutschland und seit einem Jahr in Köln lebt, im Herbst auf Tour gehen wird. Seine komödiantische Aufbereitung der gegenseitigen Vorurteile der Deutschen und der Schweizer ließ kein Auge trocken. Und seine im Finale vorgetragenen Reflexionen über die sich immer wieder neu stellende Frage zum Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Denken und den daraus resultierenden Verhaltensweisen unserer aller Geschlechtsgenossen wirkte überaus erfrischend und gar nicht althergebracht.

    Der junge Trierer Kevin Ray, der ersatzweise für Joachim Hahn eingesprungen war, vermochte mit seinen Milieu-Witzeleien ("Ich bin das A vor -sozial.") noch nicht so zu punkten, ebenso wenig wie der türkischstämmige Schwabe Süleyman Altkun aka Aslan aus Stuttgart, bei dem vor allem im Finale einige Pointen nicht so recht landen konnten.

    Der musikalische Abschied durch den "etwas verplanten" Martin, der sogar zwei weiblichen Fans Autogramme geben musste ("Wofür...?"), geriet jedoch zu einem Panoptikum der Merkwürdigkeiten, bei dem man sich fragte, worüber nun eigentlich gelacht wurde.

    Ungerechtes Reglement

    Die Slam-Regel, am Ende nur für den Siegeskandidaten klatschen zu dürfen und keinen zweiten und dritten Platz zu küren, sollte man vielleicht doch überdenken, denn durch diesen einen Siegerapplaus wurde die Leistung der anderen Künstler schlichtweg zu wenig gewürdigt. Insgesamt kam die Kulturnacht beim teilweise weit angereisten Publikum sehr gut an und sie hätte ein volles Haus verdient gehabt.

    Von unserer Mitarbeiterin Ilona Brombacher

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