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    Idar-ObersteinBäder: Das Minus wird kleiner als geplant

    Die traditionelle Halbzeitbilanz der Bäder, die die Werke dem Stadtwerkeausschuss nach den Sitzungsferien vorlegen, ist in diesem Jahr eigentlich auch schon die Jahresbilanz: Das Naturbad ist ebenso bereits geschlossen wie das Hallenbad, dessen Sanierung derzeit vorbereitet wird.

    Vor der Tür ist der Bagger bereits im Einsatz, drinnen wird schon demontiert: Die Sanierung des Idar-Obersteiner Hallenbads soll noch in diesem Jahr beginnen.  Foto: Hosser
    Vor der Tür ist der Bagger bereits im Einsatz, drinnen wird schon demontiert: Die Sanierung des Idar-Obersteiner Hallenbads soll noch in diesem Jahr beginnen.
    Foto: Hosser

    Von unserem Redaktionsleiter Stefan Conradt

    "Zwischenbericht Wirtschaftsplan 2014" heißt das im Verwaltungsdeutsch und stand auf der Tagesordnung der jüngsten Werksausschusssitzung. Und - Überraschung: die Zahlen sind besser als befürchtet. Wegen der deutlich kürzeren Öffnungszeiten - im Freibad wegen des Wetters, im Hallenbad wegen der Sanierung- im Vergleich zu Vorjahr und Plan machen die Bäder in 2014 weniger Verlust als geplant.

    Beim Hallenbad standen rote Zahlen in Höhe von rund 580 000 Euro im Plan, nachdem 2013 in der Endabrechnung 509 693 Euro zu Buche schlugen. In diesem Bereich, bei etwa einer halben Million Euro, wird man wohl auch 2014 landen, wie Werke-Mitarbeiterin Kerstin Cullmann dem Ausschuss darlegte. Wegen der geringeren Besucherzahlen sanken die Erlöse um rund 4000 Euro. Gleichzeitig konnte dadurch aber bei Gas, Strom, Heizöl und Wasser in ungleich höherem Rahmen gespart werden, nämlich mehr als 57 000 Euro.

    Ähnliches Bild beim Naturbad: Die Umsatzerlöse (also die Eintrittsgelder) sanken aufgrund der schlechten Witterung von 22 839 im Vorjahr auf nur noch 14 581 Euro. Optimistisch eingeplant waren 35 000 Euro - was bei einem warmen Sommer sicherlich auch drin gewesen wäre. Den so fehlenden gut 20 000 Euro an Einnahmen stehen allerdings auch hier Einsparungen in Höhe von gut 25 000 Euro bei Betriebsstoffen und "bezogenen Leistungen" (das sind zum Beispiel weniger benötigte Instandhaltungsarbeiten) gegenüber. Und: Es wurden auch fast 15 000 Euro an Personalkosten gespart. So schreibt das Naturbad nach 180 961 Euro Miesen in 2013 in diesem Jahr "nur" einen Verlust von gut 160 000 Euro, geplant waren 195 000 Euro.

    Auch die im Vermögensplan veranschlagte Darlehnsaufnahme in Höhe von 6 024 000 Euro wurde noch nicht in Anspruch genommen, informierte Kerstin Cullmann. Die ist für die Hallenbadsanierung gedacht, die noch in diesem Jahr begonnen werden soll. Bedienstete der Werke, die beim Schwimmbadbetrieb nicht mehr gebraucht werden, haben bereits mit den Vorarbeiten begonnen und Mobiliar und ähnliches demontiert.

    Verlust auch beim Wasserwerk

    Auch beim Wasserwerk verzeichnet die Stadt zur Halbzeit des Jahres 2014 Verluste, die aufs Jahr hochgerechnet bei knapp 50 000 Euro liegen dürften - im Vorjahr waren es 181 957 Euro auf der Soll-Seite gewesen. Im Plan hatte man auf ein geringes Plus in Höhe von 2300 Euro gehofft. Grund sind erneut rückläufige Umsatzerlöse, die der demografischen Entwicklung, aber auch dem Bedürfnis der Bürger, Wasser zu sparen, geschuldet sind.

    Ausschussmitglied Armin Korpus (CDU) fragte nach dem Sachstand bei den Wasserverlusten: "150 000 Euro im Jahr, das tut uns richtig weh." Dezernent Friedrich Marx sprach von "wesentlichen Erfolgen" im Vergleich zu den Vorjahren: Dank moderner Technik sei es gelungen, die Verluste erheblich zu mindern. Auffällig: Der Personalaufwand der Stadtwerke vermindert sich um 77 000 Euro gegenüber dem Planansatz. Dies resultiert, so Kerstin Cullmann, aus "geplanten, aber nicht besetzten Stellen, krankheitsbedingten Einsparungen und noch nicht verrechneten Personalkosten".

    Kleines Plus beim Abwasser

    Marx bestätigte auf Nachfrage, dass "die Personalsituation bei den Werken äußerst angespannt" sei. Vor allem die Stelle des stellvertretenden Meisters müsse dringend besetzt werden. Allerdings habe man noch keinen geeigneten Bewerber gefunden. Zudem suche man personaltechnisch noch nach "Synergieeffekten mit dem Wasserzweckverband", betonte Marx.

    Dagegen sieht es im Bereich Abwasserbeseitigung nach einer Gewinnsteigerung aus - der fällt allerdings längst nicht so üppig aus wie noch im Ergebnis von 2013, als eine knappe halbe Million Euro auf der Haben-Seite stand. Nach den Hochrechnungen dürften es am Ende des Jahres knapp 15 000 Euro sein, die übrig bleiben - veranschlagt waren 5210 Euro.

    Auch hier ist der geringere Verbrauch ausschlaggebend, bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gab es eine Entlastung, weil weniger teure Chemie gekauft werden musste. Auch bei den Zahlungen für Fremdleistungen wurde gespart. Da auch hier die geplante Darlehnsaufnahme noch nicht zustande kam, fallen auch die Zinsen niedriger aus.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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