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    Birkenfeld/Idar-ObersteinAutorin Heike Abidii startete mit sieben Büchern in zwei Jahren durch

    Mit acht Jahren träumte die kleine Heike davon, als jüngste Autorin der Welt in die Geschichte einzugehen. Und fleißig schrieb sie ganze Hefte voll. Und natürlich begann sie auch bald mit der Arbeit an ihrem ersten Roman. Aber der blieb ebenso wie der zweite, dritte und vierte unvollendet.

    Heike Abidi hat 1985 in Birkenfeld Abitur gemacht.
    Heike Abidi hat 1985 in Birkenfeld Abitur gemacht.

    Von unserem Reporter Jörg Staiber

    "Ich vertagte das Projekt, wurde erwachsen - und Werbetexterin", so berichtet Heike Abidi auf ihrer Internetseite. "Der ideale Beruf für Menschen, die schreiben können, aber der Welt keine eigene Botschaft zu sagen haben. Und ich wurde 40. Höchste Zeit, ganz groß herauszukommen. Unterdessen erfinden andere Frauen Zauberlehrlinge und werden damit steinreich. Meine Güte, Zauberer! Darauf hätte man doch kommen können, oder?"

    Inzwischen ist Heike Abidi als Schriftstellerin so richtig durchgestartet. Sieben (!) Bücher sind in den vergangenen gut zwei Jahren von ihr erschienen, allesamt bei renommierten Verlagen. Zwei weitere Jugendbücher kommen noch in diesem Jahr auf den Markt.

    Heike Abidi, geborene Schmidt, verbrachte ihre ersten fünf Lebensjahre in Schwollen. Ihre Eltern waren dort Lehrer an der Volksschule, die Mutter für die ersten vier Klassen, der Vater für die letzten vier. Als die Schule aufgelöst wurde, zog die Familie von der Dienstwohnung im Schulgebäude um nach Hoppstädten-Weiersbach, Vater Klaus Schmidt war bis zu seiner Pensionierung Konrektor in Niederbrombach. Die Tochter besuchte zunächst die Grundschule in Hoppstädten-Weiersbach und danach das Gymnasium Birkenfeld. "Ich bin gerne zur Schule gegangen", erinnert sich die Autorin im Gespräch mit unserer Zeitung. "Mein Lieblingsfach war natürlich Deutsch. Bei den Klassenarbeiten habe ich meine Lehrer zur Verzweiflung gebracht, weil ich immer so viel und dazu noch ziemlich unleserlich geschrieben habe." Ganz besonders habe sie sich gefreut, so berichtet sie, als bei ihrer ersten Lesung in Birkenfeld ihre frühere Deutschlehrerin Frau Klesse im Publikum saß.

    Nach dem Abitur im Jahr 1985 studierte sie an der Justus-Liebig-Universität Gießen Sprachwissenschaften, neuere Geschichte und Mediendidaktik. Anschließend arbeitete sie viele Jahre als Werbetexterin, die meiste Zeit freiberuflich. Seit 1990 lebt sie in dem Pfälzer Dorf Sambach bei Kaiserslautern. 2011 wollte sie dann endlich ihren Kindheitstraum wahr machen. Nachdem ein Krimi, der bei ihr schon etliche Jahre in der Schublade lag, von mehreren Verlagen abgelehnt worden war, wandte sie sich an eine Literaturagentur. Dort erkannte man gleich ihre Begabung für lockere und witzige Unterhaltungsliteratur und von nun kamen die Veröffentlichungen Schlag auf Schlag. Im Mai 2012 erscheint der Roman "Zimtzuckerherz", in deren Mittelpunkt die berühmte Ordnungsexpertin und das Multitaskingtalent Vera steht, die aber in Wirklichkeit Veronika heißt und eine totale Chaotin ist.

    Im Februar 2013 folgt "Wahrheit wird völlig überbewertet", ein Roman über eine Friederike, die wegen einiger Speckröllchen für schwanger gehalten wird, Spaß an der Rolle der Scheinschwangeren kriegt und sich dadurch in allergrößte Schwierigkeiten bringt. Im Oktober 2013 schließlich der Roman "Nachts sind alle Schafe schwarz" über die drei Freundinnen Becky, Caro und Greta, denen das nötige Kleingeld zur Erfüllung ihrer Lebensträume fehlt und die aus einer Sektlaune heraus das pseudoesoterische Geschäftsmodell "animalistische Balance" kreieren, das wider Erwarten zum kommerziellen Hit wird.

    Alle drei Bücher lassen sich der Kategorie "witzige Frauenliteratur" zuordnen, womit Heike Abidi kein Problem hat. "Heute weiß ich, was meine Botschaft ist, nach der ich früher gesucht habe", erklärt sie. "Ich will einfach nur unterhalten. Und das ist doch etwas Wunderbares." Zumal sich die Autorin auch nicht auf diese Kategorie festnageln lässt. Parallel zu den drei Romanen erscheinen im April 2013 der Jugendroman "Close up", im Februar 2014 unter dem offenen Pseudonym Emma Conrad der Krimi "Süß ist der Tod".

    Und gerade in diesen Tagen sind zwei weitere Bücher erschienen. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Tanja Janz hat sie unter dem Pseudonym Jana Fuchs den Roman "Dancing Queens - Alle Wege führen nach Waterloo" über die verrückten Abenteuer von zwei sehr unterschiedlichen weiblichen Abba-Fans geschrieben. Und ebenfalls noch druckfrisch ist "Tatsächlich 13", ein Buch für Mädchen, die sich auf dem schwierigen Weg zum Teenager befinden. Beinahe unnötig zu erwähnen, dass weitere literarische Projekte, darunter auch eine Jugendbuchreihe, schon auf den Weg gebracht sind. Obwohl die alte Heimat sozusagen um die Ecke liegt, ist Heike Abidis Lesung auf den Idar-Obersteiner Büchertagen erst ihr dritter Auftritt im Kreis. Ihre Premiere hatte sie in der Birkenfelder Buchhandlung Thiel. "Schließlich habe ich als Kind und Jugendliche dort auch mein gesamtes Taschengeld gelassen", lacht sie. Eine weitere Lesung fand auf dem Umwelt-Campus statt. "Ich freue mich schon auf die Lesung in Idar-Oberstein und hoffe, dort auch eine Menge alter Bekannter wiederzusehen, denn schließlich habe ich auch heute noch viele Kontakte vor allem nach Birkenfeld und Umgebung", verrät sie.

    Am Sonntag, 13. April, um 15 Uhr wird Heike Abidi auf den 1. Idar-Obersteiner Büchertagen aus ihrem neuen Buch "Tatsächlich 13" lesen.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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