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  • Idar-Oberstein: Malerinnung, Polizei und Stadt bilden "Task Force Graffiti"

    Idar-Oberstein. Um die farbigen Schmierereien im Stadtgebiet einzudämmen, haben sich Vertreter der Maler- und Lackiererinnung, der Polizei und der Stadt Idar-Oberstein getroffen, um eine "Task Force Graffiti" ins Leben zu rufen. Ziel ist es, Graffiti möglichst schnell zu entfernen und die Flächen anschließend mit einem Schutzanstrich zu behandeln, damit weitere sinnlose Schmierereien mühelos abgewaschen werden können. "Mit Graffiti oder gar Kunst hat das, was die im Stadtgebiet immer wieder auftaucht, wenig zu tun", sind sich alle Beteiligten einig.

    Auch die legale Graffitiwand am Gefallenen Felsen wurde beschmiert. Nun wurde eine Sonderarbeitsgruppe gegründet, die aus der Stadtverwaltung, der Polizei und der Malerinnung besteht.  Foto: Hosser
    Auch die legale Graffitiwand am Gefallenen Felsen wurde beschmiert. Nun wurde eine Sonderarbeitsgruppe gegründet, die aus der Stadtverwaltung, der Polizei und der Malerinnung besteht.
    Foto: Hosser - Hosser

    Von unserer Redakteurin Vera Müller

    Das Projekt "Graffiti & Me" unter dem Motto "Schmiererei ist keine Kunst" könne ein erster Schritt in Richtung persönlicher Ansprache der Graffiti-Schmierer sein. Junge Menschen zwischen 12 und 19 Jahren seien die Verursacher, wie Recherchen und Ermittlungen ergaben: eine Gruppe, die nur schwer greifbar ist. Zentrales Ziel ist es, auch die Bürger für dieses Thema zu sensibilisieren: Nicht nur der optische Eindruck der Innenstadt leide unter den Schmierereien. Das Sicherheitsgefühl der Bürger werde beeinträchtigt, und die Entfernung der Schäden ziehe einen massiven volkswirtschaftlichen Schaden nach sich.

    Gerade vom Platz Auf der Idar bis zum Bahnhof seien bekanntlich zahlreiche städtische und private Gebäude betroffen, aber auch die offizielle, künstlerisch gestaltete Graffitiwand am Gefallenen Felsen wurde durch Schmierereien verunstaltet. Alle Beteiligten streben eine schnelle Umsetzung des Projektes an. "Wir müssen handeln, keine Frage", betont denn auch OB Frank Frühauf. Bürgermeister Friedrich Marx ist froh über die Ansätze und den Einsatz der Malerinnung: "Da braucht es allerdings viel Kommunikation, auch Kostenfragen müssen geklärt werden." Hinter den Kulissen werde an der Problematik intensiv gearbeitet. "Hoffentlich haben wir damit auf Dauer Erfolg und können auch die Bürger für das Thema sensibilisieren."

    Marcel Gehres, einer der jungen engagierten Idar-Obersteiner, der unter anderem die legale Graffitiwand am Gefallenen Felsen mit initiiert hatte, betont: "Generell finde ich diese Initiative sehr gut. Es wird Zeit, dass etwas gegen das Geschmiere getan wird. Wenn ich durch die Stadt gehe, denke ich das jedes Mal. Meiner Meinung nach ist es sehr schwer, die Sprayer zu erwischen. Aus diesem Grund sollte man die illegalen Graffitis zeitnah entfernen. Denen geht eher das Geld für Farbe aus als uns das Geld fürs Entfernen". Einen Schutzanstrich habe er schon vor Monaten angeregt. Vielleicht solle man sich vielmehr auch die Frage stellen, warum Jugendliche Wände beschmieren. "Ich glaube nicht, dass man das in einer Stadt tut, in der man sich wohlfühlt." Moritz Forster, Juso-Vorsitzender in Idar-Oberstein, ist überzeugt: "Das ist ein guter Schritt, damit das Stadtbild verbessert wird und somit auch besser auf Auswärtige wirkt, die die Stadt als Tor zum Nationalpark nutzen. Aber auf der anderen Seite gehören Graffiti auch mit zur Jugendkultur. Deshalb muss man mehr Flächen zum Sprayen ausweisen." Die Graffitiwall sei ein guter Anfang gewesen, aber da müsse noch mehr entstehen: "Sonst befürchte ich, dass künftig auch immer mehr Privathäuser von Sprayangriffen betroffen sind." Jörg Wagner, Vorsitzender der IG Idar-Oberstein, kommentiert: "Ich finde die St.Wendeler Regelung gut. Dort kann man ja einen Antrag auf kostenlose Beseitigung stellen. Ich bin in den Prozess bislang nicht eingebunden." Fakt sei auch: "Der Platz Auf der Idar wird zunehmend zum Jugendtreffpunkt. Da sollte man sich Gedanken um eine Betreuung machen."

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