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  • Die wilde Frau Maier darf nicht auftreten: Weniger Tiere und mehr Akrobatik im Zirkus

    Idar-Oberstein. Frau Maier wird nicht auftreten. Sie darf nicht. Zumindest nicht in Idar-Oberstein. In Kirn-Sulzbach war sie der Star des Abends. Frau Maier ist ein Krokodil, das dem einen oder anderen Zuschauer bei den Vorstellungen, die der Zirkus Aldoni-Orion dieser Tage gab, eine Menge Furcht einflößte und nun andernorts auftritt. 

    Krokodil Frau Maier war in Kirn-Sulzbach dabei. In Idar-Oberstein darf das Krokodil derzeit nicht auftreten. In Bad Kreuznach soll sie wieder über den Mann auf dem Nagelbett kriechen dürfen. Foto: Sebastian Schmitt
    Krokodil Frau Maier war in Kirn-Sulzbach dabei. In Idar-Oberstein darf das Krokodil derzeit nicht auftreten. In Bad Kreuznach soll sie wieder über den Mann auf dem Nagelbett kriechen dürfen.
    Foto: Sebastian Schmitt

    Von unserer Redakteurin Vera Müller

    OB Frank Frühauf hat mit Zirkusdirektor Mario Frank gesprochen. Fakt ist: Der Vertrag mit der Stadt schließt aus, dass Tiere wie Frau Maier am Wochenende an der Messehalle auftreten. Krokodile und Schlangen werden bei den Gastspielen am Freitag und Samstag, 1. und 2. April, 15 und 19 Uhr, sowie am Sonntag um 11 Uhr nicht sehen sein. "Tierisch" wird es nur bei den Auftritten von Ponys und Hunden. Ansonsten dürfte vor allem Akrobatik geboten werden. Da hat das Team um Mario Frank einiges zu bieten.

    Am heutigen Donnerstag wird das Kreisveterinäramt beim Zirkus nach dem Rechten sehen, kündigt Frühauf an. Er weist zudem darauf hin, dass das Gelände im Gewerbegebiet nicht von der Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) Trier, sondern von der Stadt vermietet wird und deshalb das unlängst vom Stadtrat beschlossene Verbot von Wildtieren im Zirkus gilt.

    Kurzzeitig hatten sich in Kirn-Sulzbach am Samstagnachmittag fünf Tierschützer der Organisation Liberty for Animals versammelt, um auf die aus ihrer Sicht bestehenden Missstände der Tierhaltung im Zirkus aufmerksam zu machen. Eine Demo wird es auch am Freitag, 1. April, 14 Uhr, neben der Messe in Nahbollenbach geben. Auf NZ-Nachfrage betonen die Akteure von Liberty for Animals: "Mit großer Freude und Erleichterung haben wir zur Kenntnis genommen, dass das in der Kritik stehende Zirkusunternehmen Aldoni-Oreon das Krokodil sowie die Schlangen nicht im Programm in Idar-Oberstein auftreten lassen.

    Dennoch wird die Demonstration im Gewerbegebiet stattfinden. Diese Demo richtet sich nicht gegen eine momentane Anwesenheit von wilden Tieren in der Stadt, sondern gegen das Geschäftsmodell von Zirkussen mit Tieren, ob wild oder nicht. Der Zirkus Aldoni-Oreon firmierte noch vor kurzer Zeit als Zirkus Luna und gilt als schwarzes Schaf in der bundesdeutschen Zirkusszene." Mannigfaltige Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, die zum Entzug von Tieren und Zwangseinschläferung geführt hätten, seien in der Vergangenheit registriert worden.

    Die Aktivisten hegen die Befürchtung, dass auch die dem Zirkus angehörenden Hunde dementsprechende Zustände erdulden müssen. Auch wenn Krokodil und Schlangen in Idar-Oberstein nicht eingesetzt werden sollen, so seien diese immer noch trauriges Inventar des Zirkus, das "artenwidrig und freiheitsberaubend" immer weiter zum Einsatz kommen werde. Daher ergehe der Aufruf an alle Tierfreunde und Humanisten, die Mahnwache zu unterstützen.

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