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  • 50 Jahre Wildfreigehege Wildenburg: Zu Anfang gab es gerade mal 36 Tiere

    Kempfeld. Das Wildfreigehege Wildenburg feiert in diesem Jahr 50. Geburtstag - und der wird am Sonntag, 23. Oktober, ab 11 Uhr gebührend gefeiert. Anlass für die Nahe-Zeitung, einen Blick zurück auf die Anfangstage des Wildparks zu werfen.

    In den Jahren 1965/66 wurde ein Areal von 42 Hektar hergerichtet, es wurden Flächen gerodet, Zäune und Gehege errichtet und zwei Rundwege angelegt. Den Namen Wildfreigehege wählte man bewusst, um sich von üblichen Zoos und Wildparks abzusetzen. Man wollte den Tieren einen Lebensraum bieten, der weitgehend ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht. Alter Baumbestand, Blockschutthalden und Offenlandflächen unterhalb der Wildenburg boten hier ideale Voraussetzungen. An diesem Konzept wurde bis heute festgehalten. Die Wildtiere leben in Gehegen, die wesentlich größer sind als dies nach den bestehenden Vorschriften gefordert ist.

    Die Baukosten in Höhe von damals 250 000 D-Mark wurden vom Hunsrückverein, dem Landkreis Bernkastel, der Landesforstverwaltung und der Ortsgemeinde Kempfeld aufgebracht. Soldaten der Bundeswehr und der amerikanischen Streitkräfte halfen beim Bau ebenso wie Waldarbeiter der Landesforstverwaltung.

    Am 22. Oktober 1966 erfolgte die offizielle Einweihung. In einem feierlichen Akt übergab Landesforstmeister Dr. Karl Heuell an den Vorsitzenden des Hunsrückvereins, den Bernkasteler Landrat Helmut Gestrich, den Schlüssel. Oberförster Fritz Bähr, der beim damaligen Forstamt Kempfeld beschäftigt war, übernahm die Gehegeleitung. Seinem unermüdlichen Einsatz war es zu verdanken, dass das Gehege einen großen Aufschwung erlebte und ständig der Tierbestand erweitert wurde. er machte damals auch einzigartige Fotos, die auf dieser Seite dokumentiert sind.

    1970 kamen 70 000 Besucher

    Bereits 1967 wurden 40 000 Besucher begrüßt, obwohl gerade mal 36 Tiere - Rotwild, Damwild, Schwarzwild, Rehwild und Muffelwild - zu sehen waren. Im Jahr 1970 hatte das Wildfreigehege sogar 70 000 Besucher - eine Zahl, die heute bei weitem nicht mehr erreicht wird.

    1986 übernahm Revierleiter Kurt Volkemer die ehrenamtliche Leitung des Geheges und betrieb engagiert den weiteren Ausbau. 1991 wurde eine Wildkatzen- und Luchsanlage errichtet. Außerdem wurden vier Infohütten neu errichtet und die zwei Kinderspielplätze erneuert. 1999 wurde das Eingangsgebäude neu errichtet und das Wildfreigehege als Infostelle des Naturparks Saar-Hunsrück anerkannt. Durch die Zusammenarbeit mit dem und der Förderung durch den Naturpark konnte der Bereich Umweltbildung erheblich ausgebaut werden.

    Seit den 1970er-Jahren waren die Besucherzahlen ständig rückläufig. Die Konkurrenz wurde größer. Unter diesen schwierigen Voraussetzungen übernahm der pensionierte Förster Gisbert Geisler 2007 ehrenamtlich die Gehegeleitung. Seinem Einsatz war es zu verdanken, dass eine bereits vom Verein ins Auge gefasste Schließung des Geheges verhindert werden konnte und bis 2014 die "schwarze Null" erreicht wurde. Unter Geislers Leitung wurde 2010 unter großer Öffentlichkeitswirksamkeit das Wildkatzenzentrum mit Schaugehege sowie Auffang- und Auswilderungsstation für verletzte und verwaiste Wildkatzen eröffnet.

    Mit finanzieller Unterstützung des Hundefutterherstellers Wolfsblut wurde der Bau der gleichnamigen Wolfslandschaft angestoßen, wo seit 2015 vier europäische Grauwölfe eine Heimat gefunden haben. Die Zeit der ehrenamtlichen Führung des Geheges endete 2014. Seit 2015 leitet der ausgebildeter Zootierpfleger Frithjof Behlau das Wildfreigehege. Um den Gehegezustand zu verbessern, wurde das Personal aufgestockt.

    Erheblicher Unterhaltungsstau

    An Pfingsten 2015 wurde am Wildfreigehege, gemeinsam mit der 125-Jahr-Feier des Hunsrückvereins, der Nationalpark Hunsrück-Hochwald eröffnet - mehr als 7000 Besucher kamen zu dieser Feier. Das Wildfreigehege liegt innerhalb des Nationalparkgebiets und soll als Tor zum Nationalpark ausgewiesen werden. Als erster Schritt in diese Richtung konnte 2016 eine Infostelle des Nationalparks in Betrieb genommen werden.

    Der ständig rückläufige Trend bei den Besucherzahlen konnte 2015 gebrochen werden: Die Besucherzahlen stiegen von 22 000 auf 33 000 - was im Wesentlichen dem großen Interesse an der Wolfslandschaft geschuldet sein dürfte. Das Gehege hat nach wie vor einen erheblichen Unterhaltungsstau. Ohne die Hilfe von Sponsoren, Spenden und Tierpatenschaften könnte es nicht weiter aufrechterhalten werden.

    Auf der Wildenburg gibt es jetzt auch Pythons zu sehenBildergalerie: Eröffnung des Wildfreigeheges Wildenburg im Oktober 1966 Das Programm am Jubiläumstag
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