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    CochemWenn die Pferdekarre kippte

    Im Sitzungssaal der Kreisverwaltung ist am vergangenen Freitag das Heimatjahrbuch Cochem-Zell 2012 vorgestellt worden. Das Schwerpunktthema des Buches lautet diesmal: "Vom Römerschiff zum ICE." Es enthält beispielsweise Beiträge über Römerstraßen und Spuren keltischer Besiedlung auf dem Strimmiger Berg, rund um Mörsdorf und auch auf dem Neefer Petersberg. Beleuchtet wird auch die Geschichte der Mosel als Wasserstraße, die für die Region von jeher eine wichtige Rolle gespielt hat.

    Foto: Kevin Rühle

    Cochem - Im Sitzungssaal der Kreisverwaltung ist am vergangenen Freitag das Heimatjahrbuch Cochem-Zell 2012 vorgestellt worden. Das Schwerpunktthema des Buches lautet diesmal: "Vom Römerschiff zum ICE." Es enthält beispielsweise Beiträge über Römerstraßen und Spuren keltischer Besiedlung auf dem Strimmiger Berg, rund um Mörsdorf und auch auf dem Neefer Petersberg. Beleuchtet wird auch die Geschichte der Mosel als Wasserstraße, die für die Region von jeher eine wichtige Rolle gespielt hat.

    Es klingt wie ein Auszug aus einem Polizeibericht vom 14. Juni 1839: "Mit Pferd und Karre nebst ½ Ohm Wein herunter gefallen. Ersteres ist krepiert und Letzteres verloren gegangen." Nur ist der Name des Unglücksfahrers gleich mitangegeben: Peter Brück aus Düngenheim war es. Das Ganze ist ein Auszug aus einer Liste mit Verkehrsunfällen, die der damalige Bürgermeister von Kaisersesch erstellte. Er wollte damit den vorgesetzten Behörden verdeutlichen, dass es dringend einer neuen, sicheren Verkehrsverbindung von der Eifel an die Mosel bedurfte. Auf dem steilen Cochemer Bergweg nach Landkern häuften sich nämlich die Unfälle. So gibt es Rolf Peter in seinem Beitrag "Verkehrsunfälle in früherer Zeit" wieder, der sich Jahrbuch findet.

    Landrat Manfred Schnur dankte nicht nur Peters, sondern allen Autoren und dem Redaktionsteam für die engagierte und kompetente Arbeit. Schnur sagte, die Präsentation des Heimatjahrbuches sei für ihn "keine Pflichtaufgabe, sondern immer wieder eine Herzensangelegenheit". Denn: "Ich weiß, dass viele, viele Stunden an ehrenamtlichem Fleiß dahinterstecken, den es auf diesem Wege zu honorieren gilt."

    Mit einem Moment der Stille erinnerte der Kreischef an die verstorbene Hildegard Fuhrmann aus Cochem, die über viele Jahre dem Redaktionsteam angehörte. Sie wird dem Team mit ihren ruhig-bescheidenen Art und Fachwissen sehr fehlen. Gleichfalls gedachte man des erst vor wenigen Tagen verstorbenen Moseldichters Ewald Eberhard aus Zell.

    Redaktionsleiter Heinz Kugel aus Lieg stellte das neue Kreisheimatjahrbuch detaillierter vor. Die kurze Reise, die seinen Zuhörern schilderte, führte über tiefe und morastige mittelalterliche Hohlwege vom Hunsrück an die Mosel. Deren Furchen ließen so manches Kuhgespann zur Seite kippen, sehr zum Leidwesen des Bauern, der seine Erzeugnisse zum Markt bringen wollte. Ein Beitrag, der ebenfalls gut zum Schwerpunktthema des neuen Heimatjahrbuches passt, behandelt, den Besuch von Joseph II. (1741 bis 1790), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, in Lutzerath.

    Anekdoten, Gedichte, Fachaufsätze - viel Unterhaltsames aus Eifel, Hunsrück und Moseltal gibt es beim Stöbern im Heimatjahrbuch Cochem-Zell 2012 zu entdeckten. ab. Der Redaktionsleiter dankte seinen Mitarbeitern, dem Landrat, vor allem Irmgard Zimmer vom Kulturbüro für ihre großartige Unterstützung und Mithilfe. Zudem gab er schon mal einen Ausblick auf das Schwerpunktthema des nächsten Jahrbuches: Kriminalität und Justiz im Laufe der Jahrhunderte. kug

    ZDas Heimatjahrbuch Cochem-Zell 2012 ist im Buchhandel oder auch über die Kreisverwaltung Cochem-Zell erhältlich

    Cochem Zell
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