40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Mittelmosel
  • » Viel Wind um den Solidarpakt
  • Viel Wind um den Solidarpakt

    Zell. Bis zur ersten Novemberwoche sollen innerhalb der Verbandsgemeinde Zell alle 24 Gemeinden über den Solidarpakt Windkraft abstimmen. Eindeutig ist das Signal, das jetzt aus dem Zeller Stadtrat kommt: Dort haben fraktionsübergreifend alle Mitglieder für den Solidarpakt gestimmt.

    Bevor neue Standorte für Windkraftanlagen bekannt gegeben werden, sollen alle 24 Gemeinden in der Verbandsgemeinde Zell über den Solidarpakt abstimmen.
    Bevor neue Standorte für Windkraftanlagen bekannt gegeben werden, sollen alle 24 Gemeinden in der Verbandsgemeinde Zell über den Solidarpakt abstimmen.
    Foto: Kevin Rühle

    Zell - Bis zur ersten Novemberwoche sollen innerhalb der Verbandsgemeinde Zell alle 24 Gemeinden über den Solidarpakt Windkraft abstimmen. Eindeutig ist das Signal, das jetzt aus dem Zeller Stadtrat kommt: Dort haben fraktionsübergreifend alle Mitglieder für den Solidarpakt gestimmt.

    Damit ist Zell ist achte Gemeinde, die Ja sagt zu einem Modell, das die Einnahmen aus der Windkraft möglichst gerecht unter allen verteilen will. Denn das Geschäft mit der regenerativen Energie ist lukrativ: 20 000 bis 30 000 Euro pro Anlage bekommt eine Gemeinde im Jahr, wenn sie einen Standort an einen Betreiber verpachtet. Die genauen Einnahmen hängen jedoch von der Höhe der Windkraftanlage und der Windstärke ab.

    Die CDM-Consulting in Bingen hat im Auftrag der Verbandsgemeinde Zell geprüft, wo neue Anlagen Sinn haben. Die Standorte werden aber erst bekannt gegeben, wenn alle Abstimmungsergebnisse aus den Gemeinden vorliegen. Denn klar ist auch: Die Aussicht auf einen Geldsegen könnte manchem Dorf den Sinn für den Solidarpakt verleiden. Warum eine interessengerechte Verteilung der Überschüsse, wenn man auch alles behalten kann?

    Grenderich hat bisher als einzige Gemeinde gegen den Solidarpakt gestimmt. Ortsbürgermeister Udo Theis sagt: „Wir haben Flächen, die für Windkraft geeignet sind, und haben auch schon mit Firmen verhandelt. Ein kleiner Windpark mit fünf bis sechs Anlagen wäre realistisch. Wir wären auch bereit, 10 bis 15 Prozent der Einnahmen in den Solidarpakt zu zahlen – aber mehr nicht.“

    Das sehen auch die Gemeinderäte in Mittelstrimmig, Altstrimmig, Liesenich, Forst und Sosberg so. An ihnen ist die „große“ Solidargemeinschaft letztlich gescheitert. Umgesetzt wird wohl eine „kleine“ Lösung. Sie sieht vor, dass diese fünf Gemeinden, als Projektgemeinschaft 2 zusammengefasst, die über die 15 Prozent hinausgehenden Erlöse unter sich verteilen. Ähnlich ist es in der Projektgemeinschaft 1 (Walhausen, Haserich und Peterswald-Löffelscheid).
    Die übrigen Gemeinden, zu denen auch Grenderich gehört hätte, sollen die Projektgemeinschaft 3 bilden, die die Einnahmen nach einem besonderen Schlüssel verteilt.

    Jetzt hat Udo Theis nur eine Sorge: Dass Grenderich zwar auf dem Papier als Standort infrage kommt, der Verbandsgemeinderat dort aber gegen das Ausweisen von Windkraftflächen stimmt.

    Von unserer Redakteurin Birgit Pielen

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

    Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Rhein-Zeitung Cochem/Zell bei Facebook
    Regionalwetter
    Dienstag

    12°C - 25°C
    Mittwoch

    14°C - 28°C
    Donnerstag

    12°C - 26°C
    Freitag

    14°C - 27°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige