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  • Tunnelbau: Ob's die Cochemer erschüttert?

    Cochem. Wie ein Maulwurf gräbt sich der Riesenbohrer der Deutschen Bahn bald unter der Cochemer Oberstadt durch. Die Maschine macht den Weg frei für die zweite Röhre des Kaiser-Wilhelm-Tunnels.

    Das Unterfangen ist heikel. Denn die Strecke, die die Bahn unterwandert, führt durch Lockergesteinsschichten – und nur wenige Meter unterhalb der Hausfundamente hindurch.

    In diesem letzten Bauabschnitt der 200-Millionen-Euro-Maßnahme geht es für die Tunnelbauer um die 1000 anspruchsvollsten Meter. „Wir müssen unter bewohnter Fläche hindurch“, sagt Projektleiter Bodo Tauch. Am Abend zuvor hat er den Anwohnern erklärt, was sich unter ihren Häusern tun wird. Tauch hat dabei von dem modernen Sicherheitskonzept gesprochen, das Erschütterungen aller Art vermeiden soll. Die Bahn geht dabei mehrgleisig vor.

    In der Cochemer Oberstadt ist ein 30 Meter breites Areal untersucht worden, auf dem 80 Häuser stehen. „Da könnten Einflüsse erwartet werden“, sagt Bodo Tauch vorsichtig. Um Risse oder ein Absacken zu vermeiden, wird bereits unterhalb von fünf Gebäuden der Baugrund stabilisiert. Das geschieht mit Betoninjektionen, die den Boden verfestigen.

    Im Erdreich und an bestimmten Häusern werden Messgeräte installiert, die die Werte in Echtzeit zum Maschinenführer des Riesenbohrers übertragen. Bei Auffälligkeiten kann er schnell reagieren. „Er sieht eine Absackung sofort“, sagt Bodo Tauch.

    Noch ist die Tunnelvortriebsmaschine 500 Meter von der Oberstadt entfernt. Mitte September wird sie die Häuser unterfahren – und das einen Monat lang. Unter bewohntem Gebiet legt sie nur fünf bis zehn Meter am Tag zurück; zurzeit sind es noch 18 bis 20 Meter.

    Wie ein „mahlendes Geräusch“ wird es für die Bewohner klingen, wenn der Bohrer unter ihrem Haus ist. Immerhin hat der Bohrkopf einen Durchmesser von zehn Meter. Pressesprecher Torsten Sälinger sagt: „Wir versprechen niemandem, dass es keinen Lärm macht.“

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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