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  • St. Martin will kein Geld für Personal zahlen

    Cochem/Landkern. Kein Geld für Personal an der Kindertagesstätte St. Servatius in Landkern will St. Martin Düngenheim ausgeben. Der St.-Martin-Ableger St. Hildegardishaus, der die Kita als freier Träger plangemäß am 1. Januar 2017 übernehmen soll, hat einen Antrag an den Kreis auf Kostenübernahme gestellt.

    Symbolfoto.
    Symbolfoto.
    Foto: picture alliance / dpa

    Dadurch würde St. Martin den zehnprozentigen Anteil - er wird zurzeit vom abgebenden Träger, dem Bistum, erbracht - nicht zahlen müssen. Das würde Mehrkosten von 58 000 Euro jährlich für den Kreis bedeuten. Allerdings hat der Jugendhilfeausschuss des Kreises den Antrag aus Düngenheim einstimmig abgelehnt.

    Der Ausschuss ging sogar noch einen Schritt weiter: Er empfiehlt dem Kreistag, der letztlich entscheiden muss, einem Übergang der Betriebsträgerschaft für die Landkerner Kita auf St. Martin nicht zuzustimmen. "Wir müssen dieses Verhalten hinterfragen", sagte Landrat Manfred Schnur im Ausschuss. Wenn der Kreis auf den zehnprozentigen Anteil in diesem Fall verzichten würde, würde das wohl andere freie Träger, zum Beispiel die Kita gGmbh Trier, wohl auf den Plan rufen. Ein Präzedenzfall, der wohl mit einer Umlageerhöhung enden würde. Der Kreis beteiligt sich im Modell mit freien Trägern zu 27,5 Prozent an den Personalkosten, 32,5 Prozent entfallen auf das Land, 12,5 Prozent auf die Gemeinden, im konkreten Fall auf Landkern, Greimersburg, Kail und Wirfus. In der viergruppigen Kita in Landkern gibt es zurzeit 82 Plätze, 38 davon in Teilzeit. Es werden 34 Ganztagsplätze ausgewiesen, plus zehn ganztägige Krippenplätze. Bei der Krippengruppe liegt der Anteil der freien Träger und der Gemeinden an den Kosten nur bei jeweils fünf Prozent.

    Zum Hintergrund des Hildegardishaus-Antrags heißt es in einer Verwaltungsvorlage, dass sich die Einnahmesituation für St. Martin im Blick auf Kindertagesstätten aufgrund einer gesetzlichen Änderung zu Beginn des Jahres erheblich verschlechtert habe. Es sei, so der Kreis, "zukünftig nur schwerlich mehr möglich, den mit Sicherheit stark defizitären Bereich" der Kitas mit Gewinnen aus den übrigen Bereichen zu subventionieren.

    Ebenso wenig kam St. Martin mit einem Antrag durch, den Trägeranteil für die siebte und achte Gruppe in der Kita Kaisersesch abzugeben. Das hätte für St. Martin eine Entlastung für circa 25 000 Euro im Jahr bedeutet. Der Kreis fürchtet, dass dies nur Anfang sein könne. Falls St. Martin diesen Weg erfolgreich beschreite, müsse man mittel- bis langfristig mit Kosten von 140 000 Euro für Kaisersesch und mit 140 000 Euro für die Kita in Ulmen - dort ist St. Hildegardishaus auch Träger - rechnen. Es sei im Kitagesetz kein Automatismus vorgesehen, "dass der Träger des Jugendamtes alle Fehlbeträge auffängt" - auch nicht für den Fall, dass sich der freie Träger nicht beteiligen will.

    Von unserem Redaktionsleiter Thomas Brost

    Online regional
    Nina Borowski

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