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    Cochem-ZellSchnelles Internet: Krisengespräch im Kreishaus

    Der Saarlouiser Internetdienstleister Inexio hat Großes vor: Mit seiner Partnerfirma Even IT will er bis 2013 ein 273 Kilometer langes Glasfasernetz im Kreis Cochem-Zell bauen. So sieht es das Konzept zur Breitbanderschließung vor, das der Kreis Cochem-Zell gemeinsam mit den Verbandsgemeinden auf den Weg bringen will.

    Cochem-Zell - Der Saarlouiser Internetdienstleister Inexio hat Großes vor: Mit seiner Partnerfirma Even IT will er bis 2013 ein 273 Kilometer langes Glasfasernetz im Kreis Cochem-Zell bauen. So sieht es das Konzept zur Breitbanderschließung vor, das der Kreis Cochem-Zell gemeinsam mit den Verbandsgemeinden auf den Weg bringen will.

    Von unseren Redakteuren David Ditzer und Ulrike Hochgesand

    Doch bevor es überhaupt losgeht, gibt es schon Probleme. Wie die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Zell und Ulmen, Karl Heinz Simon und Alfred Steimers, ihren Verbandsgemeinderäten in dieser Woche mitteilten, will das Unternehmen den Ausbau auf fünf Jahre ausdehnen. Zudem spielt die Wirtschaftlichkeit der Anbindung bestimmter Orte plötzlich doch eine Rolle. So ist es laut Bürgermeister Simon zumindest in den Vertragsentwürfen zu lesen, die das Unternehmen der Kreisverwaltung in der vergangenen Woche zugeleitet hat.

    Aus diesem Grund hat Landrat Manfred Schnur Inexio und die Bürgermeister der fünf Verbandsgemeinden am Freitag zum Krisengespräch in die Kreisverwaltung eingeladen. Mit Erfolg, wie die Kreisverwaltung anschließend vermeldete. In der Diskussion mit dem Internetdienstleister sei man übereingekommen, „die Vertragsgestaltung auf der Grundlage des Gesamtkonzepts abzustimmen“. Es bleibt also bei dem vorgegebenen Ausbauzeitraum von zwei bis drei Jahren und der Anbindung aller Gemeinden.

    Um schnelles Internet flächendeckend in die dünn besiedelte Region Cochem-Zell zu bringen, haben sich die Kommunen darauf verständigt, den Ausbau eines Glasfasernetzes innerhalb einer Solidargemeinschaft voranzutreiben. Bauherr soll eine Infrastrukturgesellschaft sein, der außer dem Kreis und den Verbandsgemeinden auch der Internetdienstleister Inexio und der Energiekonzern RWE angehören.

    Rund 17 Millionen Euro soll der Breitbandausbau im Kreis nach bisheriger Kalkulation kosten. Inexio hat sich verpflichtet, sich mit 20 Prozent Eigenkapital an der Finanzierung zu beteiligen. Zusätzlich beteiligt sich RWE mit 10 Prozent. Der Anteil der Kommunen liegt ebenfalls bei 10 Prozent und wird zwischen dem Kreis und den Verbandsgemeinden aufgeteilt.

    Die Verbandsgemeinderäte von Zell und Ulmen haben dem Beitritt zur Infrastrukturgesellschaft in dieser Woche zugestimmt. Das Argument, mit dem die Ratsmitglieder unisono ihre Zustimmung zum Ausdruck brachten: Schnelles Internet für jeden Haushalt zwischen Kalenborn und Altlay wird es nur geben, wenn der Breitbandausbau innerhalb einer Solidargemeinschaft erfolgt. Die damit verbundene Vertragsunterzeichnung hatten die Bürgermeister wegen der zwischenzeitlichen Irritationen allerdings davon abhängig gemacht, ob die im Konzept vorgegebenen Eckpunkte eingehalten werden.

    Grundsätzlich grünes Licht für den Beitritt zur Infrastrukturgesellschaft haben schon die VG-Räte von Treis-Karden und Kaisersesch gegeben. Lediglich das Votum des VG-Rats Cochem steht noch aus. Dort wird das Thema am kommenden Dienstag behandelt.

     

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