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  • Cochem"Roter Riesling" bietet Spannendes mit viel Geschichte

    Im Hotel-Café Germania geht es blutrünstig zu. Zumindest in der Vorstellungskraft der Zuhörer, die zur jüngsten Autorenlesung gekommen sind. Ulrike Dömkes stellt ihren Krimi „Roter Riesling“ vor. Ein Weinkrimi, wie der Titel unschwer erahnen lässt. Dömkes, die am Niederrhein zu Hause ist, hat eine Affinität zur Mosel. Unlängst hat sie sich in Mesenich ein Wochenendhaus zugelegt und sich von Leuten und Landschaft zu einem Krimi inspirieren lassen, dessen Geschichte in und um Mesenich spielt.

    Schriftstellerin Ulrike Dömkes hat im Cochemer Hotel-Cafe Germania ihr neues Buch „Roter Riesling“ vorgestellt. Darüber freut sich auch Herbert Budweg, Geschäftsführer des Traditionshauses in der Moselstadt.
    Schriftstellerin Ulrike Dömkes hat im Cochemer Hotel-Cafe Germania ihr neues Buch „Roter Riesling“ vorgestellt. Darüber freut sich auch Herbert Budweg, Geschäftsführer des Traditionshauses in der Moselstadt.
    Foto: Ulrike Platten-Wirtz

    Die Autorin erzählt in zwei verschiedenen Zeitebenen. Während im Heute der Winzer Karl Petit versucht, mit dem Anbau des Roten Rieslings, einer neuen Rebsorte, zu Ruhm und Reichtum zu gelangen, wird er von der dunklen Vergangenheit seiner Ahnen eingeholt. Der Fund eines mysteriösen Tagebuchs fördert die Geschichte von Carlos Boffa, dem Ururgroßvater Karl Petits, ans Licht. Und damit ein Familiengeheimnis.

    Dömkes steigt mit der Geschichte aus dem Jahr 1877 in die Lesung ein. Carlos Boffa, ein italienischer Wanderarbeiter, ist für den Bau des Kaiser-Wilhelm-Tunnels an die Mosel gekommen. Er verliebt sich in Greta, die Tochter des reichsten Winzers aus Mesenich, die Carlos jedoch unerreichbar scheint. Bis er zufällig auf Kirchengold, heiß umworbenes Diebesgut, stößt.

    Die Geschichte, die Karl Petit aufdeckt, sorgt für Aufsehen. Die Hauptprotagonisten sind aber nicht die Moselwinzer, sondern vielmehr Boris de Beers, ein Weinjournalist, der mit Ulrike Dömkes sozusagen in ganz Europa unterwegs ist. Denn auch in „Chablis“, Dömkes erstem Weinkrimi, sowie im Riesling-Nachfolger „Pub der toten Dichter“ spielt de Beers eine Rolle. Als gelernte Weinberaterin weiß Dömkes, worüber sie schreibt. Für Roter Riesling musste die Autorin allerdings ganz schön recherchieren. „Es ist mir wichtig, dass vor allem die historischen Fakten stimmen“, erklärt sie und macht aber mit dem Anbau von Rotem Riesling an der Mosel auch von ihrer schriftstellerischen Freiheit Gebrauch.

    Um Geschichten und Legenden rund um den Tunnelbau und die alte Brauerei gegenüber von Mesenich in Erfahrung zu bringen, war sie auf Hilfe angewiesen. Neben Informationen aus Archiven standen auch Cochems Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz und etliche Leute aus der Gegend für das Projekt Pate. Dömkes zweite Leidenschaft gehört übrigens dem Tango Argentino. Neben Weinkrimis schreibt sie auch Romane und Kurzgeschichten rund um den argentinischen Nationaltanz.

    Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Platten-Wirtz

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