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  • Friedensbewegung Rund 200 Teilnehmer beim Bücheler Ostermarsch am Ostermontag

    Ostermarsch in Büchel: Friedensaktivisten wollen Welt ohne Atomwaffen

    Büchel. Es nieselte leicht, es wehte ein frischer Wind und die Temperaturen stiegen nicht über fünf Grad. Doch davon ließen sich die Friedensaktivisten nicht schrecken. Etwas mehr als 200 Teilnehmer waren zum traditionellen Ostermarsch nach Büchel gekommen, um ihre Stimme zu erheben für eine atomwaffenfreie Welt.

    „Von deutschem Boden soll doch kein Krieg mehr ausgehen. Aber Deutschland ist in viele kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt“, kritisierte Dr. Elke Koller von der Regionalgruppe Cochem-Zell des Internationalen Versöhnungsbundes und verwies auf die boomenden deutschen Rüstungsexporte. Vielleicht weigere sich die Bundesregierung deshalb, an der UN-Konferenz zur Ächtung von Atomwaffen teilzunehmen. „Helfen wir der Bundesregierung auf die Sprünge. Denn wir wollen nicht länger Atombomben hier haben. Und wenn diese Bundesregierung nicht handelt, dann müssen wir im Herbst eine andere wählen. Denn Atomwaffen gehören abgerüstet, verschrottet und verboten!“, betonte sie in Büchel.

    „Wir wollen leben“, unterstrich Beate Engelke (Steyr) bei der Kundgebung am Haupttor des Fliegerhorstes. An Ostern würden Christen bekennen, dass das Grab leer sei. „Wir wollen hier in Büchel gerne sagen: Macht die Grüfte leer!“, meinte sie unter dem lauten Beifall der Friedensaktivisten.

    Und es waren vor allem junge Menschen, die bei der Abschlusskundgebung diesmal das Wort ergriffen und den Abzug wie auch die Ächtung von Atomwaffen forderten. „Washington und Moskau haben erkennbar kein Interesse an einer Atomwaffenächtung. Und Berlin als Schoßhündchen erlaubt sich hier keine eigene Meinung.“, meinte Max Arslan, der Studierendensprecher der Ärzte gegen Atomwaffen (IPPNW). Dabei bräuchte die Welt dringend ein solches UN-Abkommen. „Und darum müssen wir immer wieder, nicht nur hier in Büchel, auf die Gefahren von Atomwaffen hinweisen“, mahnte er. Derzeit sei bei den Atommächten kein Wille zur Abrüstung erkennbar angesichts der geplanten Modernisierung, betonte Arslan. In Zeiten wie diesen seien Zusammenstehen und Widerstand wichtig, „Atomwaffen dürfen nicht in Vergessenheit geraten, auch wenn die Bundesregierung sie gerne totschweigen will“, machte er nachdrücklich deutlich.

    „Die Mehrheit der Menschen, und auch die meisten Staaten wollen eine atomwaffenfreie Welt“, betonte Katharina Müller vom Netzwerk Friedenskooperative in Bonn. Trotzdem stünde die Friedensbewegung wieder hier in Büchel. Und dies sei wichtig in einer unruhigen Zeit, meinte sie. „Leider sind zu wenig Menschen in meinem Alter hier. Aber alle, die hier sind, könnten Vorbilder für junge Leute sein“, so Katharina Müller. Und sie machte in Büchel deutlich: „Wer Atomwaffen nicht einsetzen will, soll sie auch nicht entwickeln, lagern oder modernisieren. Darum müssen wir noch mehr Menschen mobilisieren für eine Welt ohne Atomwaffen.“

    Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

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    Nina Borowski

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