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    MesenichKunstschau in Mesenich: Goldschmiedin tüftelt an Exponaten

    Eine Vorstellung von der Vielfalt des Kunsthanderwerks vermittelt am nächsten Wochenende eine Ausstellung in Mesenich. Zu sehen sind Schmuck mit regionalem Bezug und viele schöne Dinge mehr.

    Feuer und Flamme für die Kunst des Goldschmiedens ist Lena Haase. Viele kreative Einfälle fügt sie zu Anhängern, Ketten und anderem Schmuck zusammen, der oft Verbundenheit zur Moselregion ausdrückt. Sie und andere Kunsthandwerker präsentieren ihre Arbeiten am Wochenende in Mesenich.
    Feuer und Flamme für die Kunst des Goldschmiedens ist Lena Haase. Viele kreative Einfälle fügt sie zu Anhängern, Ketten und anderem Schmuck zusammen, der oft Verbundenheit zur Moselregion ausdrückt. Sie und andere Kunsthandwerker präsentieren ihre Arbeiten am Wochenende in Mesenich.
    Foto: David Ditzer

    Kreativität und künstlerisches Geschick sind für den durchschlagenden Erfolg so manchen Handwerks von entscheidender Bedeutung. Wie viel Schönes dabei entstehen kann, wenn diese Talente zusammenwirken, zeigt die Mesenicher Goldschmiedin Lena Haase erneut in einer Kunstausstellung. Sie wird am Samstag, 12., und Sonntag, 13. Oktober, im Alten Kelterhaus Mesenich, Abteistraße 5, zu sehen sein. Jeweils zwischen 11 und 19 Uhr werden dort Unikatschmuck aus Kostbarkeiten der Region, handgefertigte Möbel aus Holz sowie Metallkunst für Hof und Garten zu sehen sein. Hinzu kommt diesmal handgefertigte Mode aus Merinowolle. Der Eintritt ist frei.

    Bezug zur Mosellandschaft gehört dazu

    Eintönigkeit und Langeweile sind der Mesenicher Goldschmiedin Lena Haase eher zuwider. Nur noch wenig Zeit, bis die nächste Kunsthandwerksausstellung in ihrem und um ihr Elternhaus herum beginnen wird. Trotzdem tüftelt die 24 Jahre alte Goldschmiedin in ihrer Werkstatt mit Fenster zum Hinterhof noch fleißig an Exponaten. "Schieferschmuck von der Mosel und alles, was mit der Region zu tun hat", werde einen Schwerpunkt ausmachen, sagt Haase. Da ist zum Beispiel ein Kettenanhänger, an dem sie noch arbeitet: Ein flaches wappenförmiges Stück Weinstein will sie zusammen mit einem ebenfalls recht flachen Stück Moselschiefer in Silber fassen. Der Schiefer ist von Fossilienspuren durchzogen. Sein erdiger rotbrauner Farbton harmoniert wunderbar mit der glatten goldgelben Oberfläche des Weinsteins. Der stammt übrigens "gar nicht aus Wein, sondern aus Traubensaft", erläutert die Mesenicherin lächelnd.

    Für andere Ketten und Anhänger hat sie Moselschiefer mit Edelsteinen kombiniert. Korkenstücke, Weinstein oder Schiefer, also etwas, "was keinen Wert hat", mit etwas zusammenzufügen, "was einen großen Wert hat", ist ein Konzept, dem einige Schmuckkreationen Haases folgen. Die Resultate ihrer Arbeit sind in der Regel ebenso extravagant wie elegant.

    Merkelsche "Schlandkette" darf nicht fehlen

    Wer sich davon überzeugen möchte, hat am nächsten Wochenende reichlich Gelegenheit dazu. Doch nicht nur Haase stellt dann im Alten Kelterhaus Schmuck aus, sondern auch der Betrieb, in dem sie ihr Handwerk gelernt hat: Der Edelstein-Designbetrieb Ulrike und Hans-Peter Weyrich aus Idar-Oberstein steuert Exponate zu der Schau bei. Der hat übrigens auch die "Schlandkette" der Bundeskanzlerin angefertigt, die kurzzeitig einen gewissen medialen Ruhm errang. Ein Exemplar dieses Schmuckstücks darf da bei der Schau in Mesenich nicht fehlen. Was neu ist: Die Designerin Christiane C. Krolikowski (Berlin) wird Mode aus Merinowolle zeigen, die prima zu dem zur Schau gestellten Schmuck passen soll.

    Ansonsten setzt die Ausstellung auf Bewährtes: Der junge Leienkauler Tischler Simon Schlichter bringt einige seiner selbst gebauten massiven Holzmöbel mit. Deren Clou: Häufig arbeitet Schlichter alte Schätzchen auf und erweitert sich auf pfiffige Art um neue Elementen und Funktionen. Für ihre Keramikkunst nutzt Claudia Henkel (Höhr-Grenzhausen) oft den Kontrast zwischen Schwarz und Weiß sowie Formen, die zwar von Rundungen dominiert sind, jedoch nicht ganz dem Gewohnten entsprechen. Skulpturen aus Metall, etwa ein Feuer speiendes Krokodil oder eine Brunnenschale, die aus mehreren Händen besteht, hat Katja Kleutges erschaffen. Sie werden sowohl im Innern als auch im Außengelände der Alten Kelterei jeweils einen würdigen Platz finden.

    So wie bisher geht's nicht weiter

    Weil vieles schon aus den Ausstellungen der beiden vergangenen Jahre bekannt ist, hält Lena Haase schon mal fest: "Ich weiß nicht, ob es im nächsten Jahr überhaupt noch eine Ausstellung geben wird. Falls ja, wird sie auf jeden Fall ein völlig anderes Konzept bekommen." Wie das aussehen könne, habe sie allerdings noch nicht im Kopf. Bis dahin vergeht ja noch vergleichsweise viel Zeit.

    Von unserem Redakteur David Ditzer

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