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    FaidJonas kämpft tapfer gegen die Leukämie

    Jonas, sagt seine Mama Melanie Allard, ist ein kleines, munteres Kerlchen. Und ein großer Kämpfer. Er hat Leukämie. Im März ist Jonas ein Jahr alt geworden, die meiste Zeit davon hat er im Krankenhaus verbracht. Später wird seine Mutter ein Foto zeigen, dass ihr Mann Markus an diesem Morgen aus der Klinik in Gießen geschickt hat, wo Jonas seit Sonntag wieder ist. Es zeigt den Kleinen in seinem Krankenbett stehend, lächelnd. Ein Sonnenschein.

    Er lacht gern und entdeckt gerade die Welt: Jonas Allard. Zurzeit wird der Einjährige auf seine zweite Knochenmarktransplantation vorbereitet.
    Er lacht gern und entdeckt gerade die Welt: Jonas Allard. Zurzeit wird der Einjährige auf seine zweite Knochenmarktransplantation vorbereitet.

    Von Petra Mix

    Viel Hilfe gibt es in dieser schweren Zeit. Allards können sich auf die eigene Familie, Freunde, Bekannte und den Musikverein Dohr, bei dem beide Mitglied sind, verlassen. Der MV hat in Faid ein Benefizkonzert geplant, "um etwas von dem zurückzugeben, was das Ehepaar für den Verein getan hat", betonen die Musiker. Melanie Allrad ist dankbar. "Ich kann es manchmal gar nicht glauben, wie sehr uns geholfen wird."

    Was ist geschehen? Im April 2014, Jonas ist gerade einmal sechs Wochen alt, wird bei ihm Leukämie diagnostiziert. Ein Riesenschock für die Eltern, die seitdem rund um die Uhr mit dem Kleinen gegen diese Krankheit ankämpfen. Melanie Allard beginnt zu erzählen: "Meine Schwangerschaft verlief ganz normal, es war immer alles in Ordnung." Als Jonas am 17. März 2014 zur Welt kommt, ist die Freude riesig. Niemand ahnt, dass seine große Schwester Isabell, die damals vier Jahre alt war, ihm noch im selben Jahr Knochenmark spenden muss. Genau heute vor einem Jahr bekam Jonas im Kemperhof in Koblenz seine erste Chemotherapie.

    Die Nebenwirkungen sind schlimm. Das Kind leidet und die Eltern mit ihm. Am 13. Mai: Notoperation, Einblutungen im Darm. Ende Mai kommt Jonas dann nach Gießen, muss sechs weitere Chemotherapien über sich ergehen lassen. Der Junge wird auf eine Knochenmarktransplantation vorbereitet. Die ganze Familie ist getestet worden. Die große Schwester Isabell kommt als Spenderin infrage. "Das war wie ein Sechser im Lotto, und Isabell war so glücklich, dass sie helfen konnte."

    Wird jetzt alles gut? Als Jonas am 4. Dezember heimkommt, deutet alles darauf hin. Das Glück währt nur ein paar Wochen. Bei einer Kontrolluntersuchung kurz nach dem Jahreswechsel stellen die Ärzte fest, dass Jonas einen Rückfall erlitten hat und die Transplantation erfolglos war. Horror. "Es war einfach schrecklich", erinnert sich die 38-Jährige an den Tag. Der Junge bekommt erneut eine Chemo, die aber nicht wirkt. Ein Drama. "Wir haben mit dem Schlimmsten gerechnet." Die Ärzte suchen und finden eine Lösung, behandeln das Kind mit Antikörpern aus den USA. Die Eltern müssen eine Woche auf das Medikament warten. "Das war eine unendlich lange Zeit für uns, kaum auszuhalten", beschreibt die Mutter ihre Sorge. "Aber wir hatten wieder Hoffnung, und tatsächlich hat diese Behandlung angeschlagen." Zurzeit wird Jonas auf eine zweite Knochenmarktransplantation vorbereitet - dieses Mal von einem Fremdspender. Bevor es aber so weit ist, bekommt er weitere Chemotherapien.

    Melanie und Markus Allard brauchen viel Geduld und Kraft. Die Mutter erzählt, wie Jonas in seiner Zeit zu Hause das Krabbeln gelernt hat und sich hochzieht, um zu laufen. "Er hat das alles nachgeholt. Es wird ihm jetzt sicher schwerer fallen, als sonst im Krankenhaus zu sein", sorgt sie sich. Und lächelt beim Gedanken an den kleinen Kerl. "Im Kinderwagen schiebe ich Jonas bis nach Dohr und wieder zurück", erzählt sie, "andere Kinder schlafen dabei ein, Jonas nicht, er schaut sich um, will alles sehen und mitbekommen." Und Melanie Allard hat einen Traum. "Ich wünsche mir, dass Isabell und Jonas bald am Strand eine Sandburg bauen können."

    MV Dohr hat für den 3. Mai ein Benefizkonzert organisiert

    Dass man nicht nur gemeinsam Musik macht, sondern sich auch gegenseitig hilft, wenn es nötig ist, wollen die Musiker des Musikvereins Dohr am Sonntag, 3. Mai, beweisen. Um 14 Uhr beginnt im Gemeindehaus in Faid die Benefizveranstaltung für Jonas. Neben musikalischen Darbietungen des MV Dohr und der Cochemer „Swingin' Brass Band“ bieten umliegende Kindergärten weitere Aktivitäten an. Es es Kaffee, Kuchen und am späten Nachmittag auch Pizza. Der Erlös kommt der Familie zugute. Denn alles dreht sich zurzeit um Jonas. An geregelte Arbeit ist nicht zu denken, und die Fahrten nach Gießen kosten nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld.

    Cochem Zell
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