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  • "Feuerteufel" erneut vor Gericht

    Koblenz/Cochem. Vier der sogenannten Feuerteufel von Cochem stehen jetzt vor dem Landgericht Koblenz. Die Staatsanwaltschaft hat Berufung gegen das Urteil vom Amtsgericht Cochem eingelegt, das drei der jungen Leute, heute zwischen 16 und 22 Jahre alt, aus Mangel an Beweisen freigesprochen hatte. Einer der Angeklagten hatte seinerseits gegen das Urteil Berufung eingelegt.

    Das Cochemer Amtsgericht hat einen 35-jährigen Mann verurteilt.
    Das Cochemer Amtsgericht hat einen 35-jährigen Mann verurteilt.

    Von Brigitte Meier

    Ein 22-Jähriger, den das Amtsgericht Cochem als Drahtzieher der Brandstiftungen auf dem Endertplatz und in der Ravenéstraße bezeichnet hatte, wurde rechtskräftig zu insgesamt fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt. Diese Strafe sitzt er derzeit auch wegen räuberischer Erpressung, schwerer Körperverletzung, Diebstahls und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ab. Rechtskräftig verurteilt zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe wurde auch eine 21-Jährige, wegen schwerer Brandstiftung und Diebstahls eines Busses.

    Die Berufungskammer unter Vorsitz von Richter Andreas Groß versucht, das bis Mitte März terminierte Verfahren einvernehmlich zu verkürzen. Voraussetzung, dass Staatsanwalt Roman Pickro die Berufung zurückzieht, ist, dass die Angeklagten zur Aussage bereit sind. Das sind sie jedoch - wie zuvor beim Amtsgericht Cochem - nicht.

    Nun müssen unter anderem die beiden Inhaftierten als Zeugen aussagen. Der Vorsitzende Richter belehrt sie, dass sie als rechtskräftig Verurteilte kein Aussageverweigerungsrecht haben. Während die junge Frau die Fragen des Gerichts beantwortet, weigert sich der Mann beharrlich, etwas zur Aufklärung der Taten beizutragen. Richter Groß droht ihm daher ein Ordnungsgeld oder zehn Tage Haft an - und unterbricht die Sitzung, damit der unwillige Zeuge "in sich gehen kann".

    Der 22-Jährige lehnt sich jedoch grinsend zurück, weil es ihm bei fünf Jahren Haft auf zehn Tage mehr oder weniger offensichtlich nicht ankommt. Er bleibt bei seiner Aussageverweigerung, auch als Staatsanwalt Pickro ihm ein Verfahren wegen Strafvereitelung in Aussicht stellt. Richter Groß gibt sich allerdings noch nicht geschlagen und kündigt an, den Zeugen erneut zum nächsten Verhandlungstermin am 16. Februar vorzuladen. Dann soll ein Rechtsanwalt ihm als Zeugenbeistand zur Seite stehen. Dieser Anwalt hat telefonisch zugesagt, dem störrischen jungen Mann bei einem Gespräch in der Haftanstalt die Lage zu erklären.

    Die Vernehmung der 21-Jährigen bringt nicht viel Neues ans Tageslicht, weil sie sich nicht erinnern kann oder will. Sie sagt: "Ich habe mit allem abgeschlossen." Allerdings gibt sie nach mehrmaligem Nachfragen, wenn auch zögerlich, zu, dass einer der Angeklagten sie bedroht habe, wenn sie bei der Polizei oder bei Gericht gegen ihn aussagen würde. Jetzt zeichnet sich ab, dass dieser Mann doch an den Brandstiftungen beteiligt war.

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