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  • Eiswein: Geduldige Winzer an der Mosel werden belohnt

    Cochem-Zell. Eiswein ist reine Geduldsache. Warten auf den Frost. Vielen Winzern im Kreis Cochem-Zell, und nicht nur hier, ist in dem milden Winter die Puste ausgegangen. Diejenigen, die durchgehalten haben, werden nun aber belohnt. Dazu gehört auch das Weingut Lönartz-Thielmann in Ernst. Um 8 Uhr brach Hans-Georg Lönartz "nach einer unruhigen Nacht mit häufigen Blicken auf das Thermometer mit seinem kleinen Lesetrupp - sechs Leute, alle aus der Familie - auf, um bei eisigen Temperaturen in Bruttig zu schauen, was vom Riesling so übrig geblieben ist. "Schön ausgesehen haben die Trauben nicht mehr, ganz klar, aber was wir reingeholt haben, ist von guter Qualität", freut sich der Ernster über ein Mostgewicht von 180 Gramm.

    Mostgewicht: 180 Gramm. Hans-Georg Lönartz vom Weingut Lönartz-Thielmann in Ernst ist zufrieden. Das Foto entstand gestern in seinem Betrieb. Das Warten auf den Frost hat sich demnach gelohnt.
    Mostgewicht: 180 Gramm. Hans-Georg Lönartz vom Weingut Lönartz-Thielmann in Ernst ist zufrieden. Das Foto entstand gestern in seinem Betrieb. Das Warten auf den Frost hat sich demnach gelohnt.

    Das Zeitfenster von 8 bis 10 Uhr haben Lönartz und seine Helfer genutzt, um zu lesen. "Bevor die Sonne rauskam, denn dann bringt das nichts mehr", erklärte der Winzer. Um die Mittagszeit waren schon 70 bis 80 Liter ausgepresst. Eiswein ist reine Geduldsache. Das trifft auch auf das Keltern zu. "Es tropft mehr als dass es fließt", fasst Lönartz zusammen.

    Die Geduldigen sind wohl rar in der Region: Drei Winzer in Ernst, einer in Bruttig, und einer in Bremm haben nicht aufgehört, auf Frost zu hoffen. Günter Leitzgen vom Wein & Sektgut in Bremm spricht von einer spannenden Nacht zu Montag. Ob die Temperaturen weiter unter Null fallen und die Trauben richtig durchfrieren, das war die große Frage. "Heute Morgen waren es minus 7 Grad in unserem Wingert in der Hanglage", erklärte der Winzer am Montag im Gespräch mit der RZ. "Wir haben zwischen 7.30 und 9 Uhr mit neun Leuten gelesen. Es waren 297 Stöcke von wurzelechten Reben, die sind von Natur aus gesünder." Danach kommt das Keltern, und hier gilt. "Jetzt kommt es darauf an, dass wir das Lesegut in einem Zug keltern, das ist enorm wichtig. Das Mostgewicht dürfte bei 130 Gramm liegen."

    Mit im Wingert waren auch Weinkontrolleure, die auch nach dem Keltern einen Blick auf das Ergebnis werfen. Milde Winter sind leider keine Seltenheit. Zuletzt war für Lönartz im Jahr 2011 die Eisweinlese allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Die unruhige Nacht - für die Winzer hat sie sich gelohnt. "Das wird", lacht Lönartz, "was ganz Süßes werden." Die Eisweinfans wird das freuen. mix/bro

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