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  • Bunker wird zum Dokumentationszentrum

    Cochem. Wo zu Zeiten des Kalten Krieges im Geheimen Milliarden Mark einer Ersatzwährung lagerten, sollen bald Besichtigungen möglich sein: Der ehemalige Bunker der Deutschen Bundesbank in Cochem-Cond soll für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der neue Eigentümer, der Treis-Kardener Busunternehmer Manfred Reuter, hat große Pläne. Doch um diese umzusetzen, muss der aktuelle Bebauungsplan geändert werden. Der Cochemer Stadtrat hat in der jüngsten Sitzung dazu den ersten Schritt gemacht.

    Der Cochemer Bundesbankbunker: Vor Jahrzehnten lagerten hier Milliarden Mark, bald sollen Besucher sich alles anschauen können.  Foto: Dieter Junker
    Der Cochemer Bundesbankbunker: Vor Jahrzehnten lagerten hier Milliarden Mark, bald sollen Besucher sich alles anschauen können.
    Foto: Dieter Junker - dj

    Von Dieter Junker

    "Es ist ein besonderer, historischer Ort. Aber er liegt auch in einem Wohngebiet, das den Planungen viele Einschränkungen auferlegt", sagte Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz im Rat. Vor allem die Erschließung und Anbindung für die Besucherströme dürfte am Ende wahrscheinlich der größte Knackpunkt bei den Planungen werden. Denn anders als beispielsweise der ehemalige Regierungsbunker im Ahrtal liegt der frühere Bundesbankbunker in einem allgemeinen Wohngebiet, mit den entsprechenden Beschränkungen, was Immissionen angeht. Aber auch mit deutlichen Einschränkungen der Zufahrt angesichts enger Anliegerstraßen rund um das ehemalige Bunkergelände. "Wie können wir hier den Verkehr regeln? Das wird die große Frage sein", unterstrich der Stadtchef. Vorgesehen ist, dass lediglich 20 Besucher pro Stunde Zugang zum Bunker erhalten sollen und dass es nur eine fußläufige Anbindung oder die Anfahrt mit einem Shuttlebus geben soll. Maximal 21 Parkplätze wird es nur auf dem Gelände geben. "Aber völlig ausschließen, dass auch individuell mit dem Auto zum Bunker gefahren wird, können wir natürlich nicht", sagte Lambertz. Eine Ausschilderung zum Bunker soll es auch aus diesem Grund nicht geben, heißt es im Durchführungsvertrag der Stadt mit dem Eigentümer. In dem nun anstehenden Aufstellungsverfahren will die Stadt sehen, wie die Öffentlichkeit und die Fachbehörden dies beurteilen.

    Bestehen bleiben soll auch der hintere Baumbestand auf dem Grundstück, um das ortstypische Bild in diesem Stadtteil zu erhalten. Angedacht ist seitens des Eigentümers auch ein kleines Café für die Besucher und die Möglichkeit, Souvenirs zu kaufen. Doch auch diese Einrichtungen sollen unterirdisch angelegt werden, um Belästigungen durch die Besucher für die Anwohner auszuschließen.

    Trotz dieser Vielzahl von Einschränkungen stimmte der Rat dem Vorhaben prinzipiell zu. "Ich finde es toll, dass ein ehemals geheimer Ort nun zu einer öffentlichen Anlage wird", meinte Holger Haupt, der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, und verwies auf die touristischen Chancen, die ein solches Dokumentationszentrum bieten würde.

    Bei nur einer Enthaltung aus den Reihen der CDU brachte der Stadtrat mit großer Mehrheit den Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren auf den Weg und stimmte einstimmig auch dem Durchführungsvertrag zu.

    Besucher willkommen: Cochemer Bundesbankbunker ist jetzt ein Museum Geschichte zum Anfassen im Bundesbankbunker in CochemBundesbunker: Cochemer "Fort Knox" hat einen neuen Besitzer
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    Nina Borowski

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