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  • Büchel: Atomwaffengegner wollen Fliegerhorst 65 Tage lang blockieren

    Büchel. 65 Tage lang will die Friedensbewegung in diesem Frühjahr immer wieder den Fliegerhorst Büchel in der Eifel blockieren. Vorgesehen ist, dass an möglichst vielen dieser Tage unterschiedliche Gruppen jeweils für die Morgenstunden, einen Tag oder sogar länger eine oder mehrere Zufahrten zum Luftwaffenstützpunkt dicht machen. Die Atomwaffengegner wollen damit den reibungslosen Ablauf auf dem Fliegerhorst stören, um so gegen die dort gelagerten amerikanischen Atomwaffen zu protestieren.

    Im vergangenen Sommer wurde der Fliegerhorst in Büchel bereits einige Male blockiert. Diesmal sollen es 65 Tage werden, an denen die Soldaten mit Problemen bei der Zufahrt oder dem Verlassen des Luftwaffenstützpunktes haben könnten.
    Im vergangenen Sommer wurde der Fliegerhorst in Büchel bereits einige Male blockiert. Diesmal sollen es 65 Tage werden, an denen die Soldaten mit Problemen bei der Zufahrt oder dem Verlassen des Luftwaffenstützpunktes haben könnten.
    Foto: Dieter Junker

    Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

    Der Termin dieser Dauerblockade ist mit Bedacht gewählt. Start ist am 26. März. An diesem Tag werden es fünf Jahre sein, dass der Deutsche Bundestag in einem einstimmigen Beschluss die Bundesregierung aufgefordert hatte, für allgemeine und weltweite Abrüstung einzutreten und dazu eine neue Dynamik bei Rüstungskontroll- und Abrüstungsvereinbarungen in Gang zu setzen.

    Dabei sollte sich die Regierung auch dafür stark machen, die Rolle der Nuklearwaffen in der Nato-Strategie zurückzuführen und zu einer stärkeren Rüstungskontrolle beizutragen. Enden sollen die Blockadeaktionen am 29. Mai, wenn in New York die Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag, die alle fünf Jahre bei den Vereinten Nationen stattfindet, vorüber ist.

    In ihrem Aufruf zu dieser Aktion verweist die Friedensbewegung darauf, dass die Bundesregierung es seit 2010 versäumt habe, diese Forderung des Bundestages nach einem Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland umzusetzen, sondern stattdessen mittlerweile einer Modernisierung der Bomben zugestimmt habe. "Unsere Antwort auf diese Entwicklung ist eine Intensivierung unserer Proteste und des Widerstandes direkt dort, wo diese hochgefährlichen Waffen lagern und deren Anwendung täglich geübt wird", heißt es wörtlich im Aufruf zu "Büchel65".

    Die Protestaktion ist angelehnt an ähnliche Blockaden früherer Jahre. In den 80er-Jahren gab es eine vergleichbare Aktion am damaligen Pershing-II-Stationierungsort Mutlangen in der Schwäbischen Alb. Das schottische Faslane, wo die britische Trident-U-Boot-Flotte stationiert ist, wurde vom 1. Oktober 2006 bis zum 30. September 2007 blockiert, und das Atommüll-Endlager Gorleben im Wendland erlebte zwischen dem 14. August 2011 und dem 13. August 2012 eine Dauerblockade. "Wir machen Büchel [...] zu einem Ort, der als Symbol für erfolgreichen gewaltfreien Widerstand gegen Atomwaffen stehen wird", formuliert das der Aufruf, der derzeit überall in Deutschland verteilt wird. Bereits im vergangenen Sommer wurde Büchel mehrmals von Angehörigen der Friedensbewegung blockiert (RZ berichtete).

    Ende Januar wird es in Hannover im Neuen Rathaus zu einer Aktions- und Planungskonferenz von Friedensgruppen, Jugendverbänden und Gewerkschaften kommen, bei denen es um die Vorbereitungen von Aktionen und Informationsveranstaltungen rund um den 70. Jahrestag des ersten Atomwaffeneinsatzes 1945 in Hiroshima gehen wird. Auch dabei werden Büchel und die Eifel eine Rolle spielen.

    Infos: www.buechel-atomwaffenfrei.de

    Fliegerhorst Büchel: Atomwaffen-Gegner beenden Aktionscamp Atomwaffengegner: Zum Abschluss eine Blockade mit viel Musik Atomwaffengegner: Zum Abschluss eine Blockade mit viel Musik Fliegerhorst Büchel: Salafist ruft zu Anschlag auf Atomwaffenlager auf Fliegerhorst Büchel: Salafist ruft zu Anschlag auf Atomwaffenlager auf weitere Links
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