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  • Berufungsprozess: Landgericht verurteilt die "Feuerteufel" von Cochem

    Koblenz. Einer der vier Angeklagten (16 bis 22 Jahre) im Berufungsprozess gegen die sogenannten Feuerteufel von Cochem konnte die Verhandlung beim Landgericht Koblenz am letzten Verhandlungstag verlassen. Das Verfahren gegen ihn wurde mit Hinblick auf ein bestehendes rechtskräftiges Urteil des Amtsgerichts Wittlich eingestellt. Bei den übrigen Angeklagten folgte die Kammer im Wesentlichen dem Berufungsantrag der Staatsanwaltschaft.

    Im Berufsprozess hat das Landgericht Koblenz die "Feuerteufel" von Cochem verurteilt.
    Im Berufsprozess hat das Landgericht Koblenz die "Feuerteufel" von Cochem verurteilt.

    Von unserer Mitarbeiterin Brigitte Meier

    In einem Fall wurde das Urteil des Amtsgerichts Cochem bestätigt und unter Einbeziehung eines früheren Urteils auf drei Jahre Jugendstrafe festgesetzt. Den Freispruch des Amtsgerichts für einen 22-Jährigen hebt die Berufungskammer unter dem Vorsitzenden Richter Andreas Groß auf und belegt ihn mit einer Gesamtstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten.

    Auch den Freispruch für den 16-jährigen Angeklagten lässt die Berufungskammer nicht gelten und verurteilt den Jugendlichen wegen Beihilfe zur räuberischen Erpressung und schwere Körperverletzung zu einem Dauerarrest von drei Wochen. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der damals 14-Jährige in einer Augustnacht 2014 mit drei jungen Männern in Cochem unterwegs war und zumindest zugeschaut hat, wie zwei seiner Bekannten einen Passanten schlugen, zu Boden warfen, mit Tritten ins Gesicht verletzten und seines Handys beraubten.

    16-Jähriger nimmt positive Entwicklung

    Im Fall des 16-Jährigen berücksichtigt die Kammer, dass er seit dem Vorfall 2014 nicht mehr straffällig geworden ist. Jugendgerichtshelfer Thomas Mauer betont, dass der Jugendliche eine positive Entwicklung genommen hat und sich derzeit um Schulabschluss und Ausbildungsplatz bemüht.

    Die Kammer ist wie Staatsanwalt Roman Pickro davon überzeugt, dass die Angeklagten bei der Brandstiftung im September 2014 mit den zwei bereits rechtskräftig Verurteilten als Gruppe gemeinsam Müll- und Papiercontainer in Cochem angezündet haben, wobei die Flammen sich auf parkende Autos ausbreiteten (die RZ berichtete). Das werde neben den Zeugenaussagen auch durch Fotos bewiesen, die von einem Angeklagten gemacht wurden.

    Zwei der Angeklagten können gegen die Urteile Revision einlegen. Ein Urteil ist rechtskräftig.

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