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    ZellBaustelle einstellen! Geschäftsleute in Zeller Schlossstraße sauer

    Staub, Motorenlärm, Baustellenzäune - mit Blick auf den derzeitigen Zustand der Zeller Schlossstraße wird manchem Anwohner mulmig, gerade jetzt zu Beginn der Saison.

    Friedlich liegt sie da, die Zeller Schlossstraße. Doch in den Häusern drum herum brodelt es - viele Anrainer glauben nicht, dass der Zeitplan der Bauarbeiten eingehalten werden. Jetzt hat der Stadtrat eine Unterbrechung der Arbeiten bis zum Spätherbst beschlossen. Foto: Peter Scherer
    Friedlich liegt sie da, die Zeller Schlossstraße. Doch in den Häusern drum herum brodelt es - viele Anrainer glauben nicht, dass der Zeitplan der Bauarbeiten eingehalten werden. Jetzt hat der Stadtrat eine Unterbrechung der Arbeiten bis zum Spätherbst beschlossen.
    Foto: Peter Scherer

    Von unserem Redakteur Thomas Brost

    "Das ist für mich eine Katastrophe. Ich habe praktisch zwei Monate lang keine Einnahmen", sagt Jutta Koch, die Mitinhaberin eines Lokals in der Straße. Als Stadtratsmitglied (FWG) hat sie einen ungewöhnlichen Beschluss des Rates mitgetragen. Einstimmig hat dieser bei zwei Enthaltungen beschlossen, dass die Bauarbeiten im Herzen der Zeller Innenstadt sobald als möglich eingestellt werden.

    So ohne Weiteres können die Maschinen nicht von einem auf den anderen Tag ruhen - zurzeit muss noch bis zur Ecke an der Moselpromenade weitergearbeitet werden. Aber dann zieht die bauausführende Firma Bagger, Rüttelmaschinen und Arbeiter ab - bis zum 1. November. Die Krux: Dann sind alle Teerwerke geschlossen, lediglich Rinnen und Pflaster können im Spätherbst erneuert werden.

    Davon war jedoch im Stadtrat keine Rede. Neben Jutta Koch war es Lothar Bremm, der das Verständnis für die Problematik schärfte. Der CDU-Fraktionsvorsitzende sagte in verärgertem Ton, dass der Rat in puncto Zeitplan "mit falschen Versprechungen gelockt" worden sei. Es habe immer geheißen, die gesamten, in drei Bauabschnitte unterteilten Arbeiten seien bis Ende Januar fertiggestellt. Zumal es keinen harten Winter und kein Hochwasser gegeben hat. Jetzt aber lägen die Arbeiten weit zurück. Andererseits müssten jetzt die Geschäftsinhaber Umsatz machen, "um den Winter zu überleben", sagte Bremm. Er schlug vor, die Restarbeiten in den Herbst zu verlegen. Um Kosten zu verringern, könne das Unternehmen ja die Arbeiter an der Baustelle "Marientaler Au" verstärken. Als Fehler habe sich im Übrigen erwiesen, dass die Stadt in den Vertrag mit der Firma keine Konventionalstrafe eingebaut habe. Bauamtsleiter Helmut Halbleib erwiderte, dass der Einbau einer Konventionalstrafe die Preise nach oben getrieben hätte.

    Die Chronologie der Arbeiten skizzierte Hans Schwarz. Ursprünglich seien die Arbeiten in der Schlossstraße in drei Bauabschnitte eingeteilt gewesen, auf intensives Bitten von Gewerbetreibenden habe man fünf daraus gemacht, um den Anlieferverkehr zu vereinfachen, sagte der Stadtbürgermeister. "Die Stadt ist immer wieder auf Forderungen der Geschäftsleute eingegangen", betonte Schwarz. Trotz dieser Art der Verzögerung habe die bauausführende Firma bekräftigt, dass sie alle Arbeiten bis zum 21. Juni, dem Tag der Landratswahl, beendet haben werde. Dies mochten die Ratsmitglieder nicht so recht glauben.

    Die Bauleitung liegt nicht in den Händen der Verbandsgemeinde, erläuterte Bürgermeister Karl Heinz Simon. Ein Büro sei damit beauftragt worden. Er könne noch nichts zu Mehrkosten sagen, die bei der Unterbrechung der Arbeiten entstehen. "Wenn der Rat die Arbeitseinstellung beschließt, werden wir mit dem Unternehmen sprechen", sagte Simon. Er und Schwarz würden nach der kostengünstigsten Lösung suchen. Jetzt sollen die Arbeiten überdies geteilt werden: zum einen der Ausbau der Schlossstraße wie beschlossen, zum anderen Reparaturarbeiten von der Fußgängerbrücke bis Corray.

    Cochem Zell
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