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  • "Mord in Öl": Friesenhahn präsentiert neuen Krimi

    Cochem. Privatdetektiv Bodo Kröber ermittelt wieder. In seinem dritten Kriminalroman "Mord in Öl" lässt Autor Peter Friesenhahn den "Pechvogel der Nation", wie er den Protagonisten seiner Krimis bezeichnet, wieder die wahnwitzigsten Abenteuer bestehen.

    Friesenhahn stellt in Cochem seinen dritten Krimi vor.  Foto: Ulrike Platten-Wirtz
    Friesenhahn stellt in Cochem seinen dritten Krimi vor.
    Foto: Ulrike Platten-Wirtz - upw

    Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Platten-Wirtz

    Friesenhahns Leidenschaft gehört schon seit seiner Kindheit dem Schreiben. Aber vor allem dem Erfinden von Geschichten. Dass es oft Kriminalgeschichten sind, die der Pündericher Musiker sich ausdenkt, liegt vermutlich daran, dass er selbst ein Krimifan ist. "Ich lese und schaue gerne Krimis und denke mir gerne Geschichten aus", erklärt Friesenhahn. Sein neuster Roman, der dritte Fall, in dem er Kröber ermitteln lässt, beginnt skurril. Vom Bremmer Calmont aus beobachtet ein Maler einen Mord am Kloster Stuben. Da der Maler sowohl Täter als auch Opfer kennt, behält er das Gesehene für sich, bringt aber Hinweise auf den Mord in seinem Ölgemälde zum Ausdruck. Jahre später entdeckt Kröber bei einer Vernissage in Zell diese Hinweise und beginnt auf eigene Faust in dem Fall zu ermitteln, der bis dato nicht aufgeklärt wurde. Bei den Recherchen stürzt er nicht nur von einem Hochsitz, auch sein Hund Bisquit wird entführt. Bei dem Versuch, die Hundeentführer zu stellen, stürzt Kröber auch noch mit seinem Auto in die Mosel.

    "Für diese Szene habe ich intensiv recherchieren müssen", erklärt Friesenhahn. In den 1960er Jahren sei ein Bekannter tatsächlich mit seinem Auto in die Mosel gestürzt und habe sich dank des Kurbelfensters befreien können. "Da heute fast alle Fensterheber automatisch funktionieren, wollte ich wissen, wie man sich in so einem Fall aus dem Auto retten könnte." Dafür wurde Friesenhahn dann in mehreren Autohäusern vorstellig und sammelte die entsprechenden Informationen.

    Das Markenzeichen des Pündericher Schriftstellers ist aber, neben der gekonnt erzeugten Spannung in seinen Büchern, auch immer wieder der Bezug zur Region. Nicht nur sprachlich - "das Moselfränkische ist bei mir einfach so drin" - nimmt Friesenhahn Bezug zur Mosel. Auch Ortschaften, Begebenheiten und Eigenheiten der Menschen entsprechen der Realität. Neben den regionalen Bezügen ist es typisch für Friesenhahns Schreibe, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Neben dem Mordfall, "der eigentlich gar nicht so wichtig ist", gibt es unendlich viele kleine Geschichten, die die Eigenheiten der Menschen in der Region so treffend beschreiben, dass der eine oder andere Leser sich dort wiederfinden kann.

    Bei der Lesung im Hotel-Café Germania trägt Friesenhahn einige kurze und unterhaltsame Szenen aus seinem Buch vor. Zwischen den Textpassagen gibt Friesenhahn auch erheiternde Anekdoten aus vorangegangen Lesungen preis. Der Autor versteht es, sein Publikum gekonnt zu unterhalten und so sind an diesem Abend nicht nur Freunde von Regionalkrimis voll auf ihre Kosten gekommen.

    Der Kriminalroman "Mord in Öl" ist im Rhein-Mosel-Verlag erschienen und kostet 9,90 Euro.

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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