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    AndernachWirtschaftspreis: Andernach zeigt, wie’s geht

    Die Bäckerjungenstadt zählt zu den vier mittelstandsfreundlichsten Kommunen in ganz Rheinland-Pfalz (die RZ berichtete). Aber was genau macht diesen Standort im nördlichen Teil des Bundeslandes so preisverdächtig? Wovon können sich andere Städte noch eine Scheibe abschneiden? Die RZ hat dem Geheimnis nachgespürt.

    Andernach - Die Bäckerjungenstadt zählt zu den vier mittelstandsfreundlichsten Kommunen in ganz Rheinland-Pfalz (die RZ berichtete). Aber was genau macht diesen Standort im nördlichen Teil des Bundeslandes so preisverdächtig? Wovon können sich andere Städte noch eine Scheibe abschneiden?

    Dr. Bernd Greulich von der Industrie- und Handelskammer Koblenz freut sich sehr, dass eine Stadt im Landkreis MYK diese Auszeichnung bekommen hat. Als Geschäftsführer eben jenes IHK-Beritts wundert es ihn wenig, dass Andernach unter 36 Bewerbern ganz vorne liegt. Vor allem die städtische Wirtschaftsförderung leiste dort gute Arbeit: "Andernach.net ist eine sehr rege Wirtschaftsförderung. Die sind ein aktives Team und stehen den Unternehmen immer als Ansprechpartner zur Verfügung." Diese Einschätzung teilt die Handwerkskammer Koblenz. "Unsere 270 Andernacher Handwerksbetriebe fühlen sich optimal betreut", erklärt Pressereferent Jörg Diester auf Nachfrage.

    Insgesamt zählt die Bäckerjungenstadt zwischen 600 und 700 mittelständische Unternehmen: von Handwerkern über Industrie bis hin zu Dienstleistern. Eine große Aufgabe, diese alle zu betreuen. Das Rezept von Andernachs Wirtschaftsförderer Christian Heller? "Wir führen permanent Gespräche mit den Unternehmen. Das hört sich einfach an, kostet aber viel Zeit." Er informiere, welche Projekte Andernach.net plant, wo die Stadt Gewerbegebiete ausbauen will oder in die Infrastruktur investiert. Im Austausch bekommt er wiederum mit, wo bei Betrieben der Schuh drückt: Welche Probleme haben sie mit Behörden? Wo benötigen sie Unterstützung? Heller: "Alle Unternehmen können sich bei mir melden und ich leite Anträge an entsprechende Ämter weiter." So würden Genehmigungen schnell abgearbeitet.

    Auch kleinere Betriebe loben Hellers Team. Matthias Strobl betont als Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Andernach Attraktiv: "Sowohl die Stadtspitze als auch die Wirtschaftsförderung haben ein offenes Ohr für uns Einzelhändler, egal ob wir Ein-Mann- oder Zehn-Mann-Betrieb sind."

    Gemeinsam mit den Firmen setzt Heller sich für die Standortvermarktung ein. "Ich wäre ohne die Unternehmen ein einsamer Rufer in der Wüste", betont er. So warben sie 2011 gemeinsam für die Stadt am Rhein als idealem Ort zum Leben und Arbeiten: im Internet, in den Medien und vor allem mit Plakaten in der Stadt. Ein Beispiel: Dr. H. Rainer Hoffmann von LTS hält einen blauen Punkt in der Hand - das Erkennungszeichen der Kampagne "Andernach bringt's auf den Punkt". In einer Sprechblase steht geschrieben: "Wir spielen uns mit Andernach die Bälle zu. Deshalb ist unser Betriebskindergarten auch für die Kinder der Stadt da."

    Andernach punktet mit weiteren Standortfaktoren: Es ist gut an den regionalen und überregionalen Verkehr angeschlossen. Der Hafen wächst und ist ein Beschäftigungsmotor. Die Arbeitslosenzahlen sind relativ gering. Die Gewerbesteuereinnahmen liegen konstant bei rund 20 Millionen Euro. Heller: "Wir haben außerdem den Vorteil, dass bei uns unterschiedliche Branchen angesiedelt sind. Das macht uns unabhängig von Krisen." Wenn es einer Sparte schlecht geht, bricht nicht der ganze Standort zusammen. IHK-Geschäftsführer Greulich betont, dass die Stadt zudem ausreichend Platz zum Wachsen bietet: "Andernach hat genug Flächen für Unternehmen, die erweitern oder sich neu ansiedeln wollen."

    Heller sieht seine Arbeit mit der Auszeichnung bestätigt. Ausruhen will er sich aber nicht. In wenigen Wochen geht die Standortkampagne weiter. "Wir wollen erreichen, dass die Einheimischen ihre Unternehmen besser kennen, dass sie stolz auf die heimische Wirtschaft sind, so wie auf den Alten Krahnen und den Geysir." Wenn eine ganze Stadt sagt: Unsere Wirtschaft ist uns wichtig, dann könne man noch mehr für die Unternehmen tun, sagt Heller. Von unserer Redakteurin Katrin Steinert

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